Portugal besiegte Kroatien im Sechzehntelfinale der WM 2026 mit 2:1. Gonçalo Ramos köpfte in der Nachspielzeit das Siegtor – drei Abseitstore via VAR sorgten für Drama.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungPortugal wirft Kroatien im Sechzehntelfinale nach dramatischer Schlussphase aus der WM
Portugal setzte sich im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Kroatien mit 2:1 (0:0) durch und zog ins Achtelfinale ein. Vor 43.036 Zuschauern im BMO Field von Toronto entschied Gonçalo Ramos in der 4. Minute der Nachspielzeit die Partie – nach drei VAR-zurückgenommenen Abseitstoren, einem Ronaldo-Elfmeter und einer wilden Schlussphase.
Wie die Partie verlief
Die erste Halbzeit blieb torlos, auch wenn Portugal die gefährlicheren Akzente setzte. Cristiano Ronaldo verfehlte zweimal aus aussichtsreicher Position den Ball, und Kroatiens Defensive um Josko Gvardiol hielt stand. Die 45 Minuten dienten lediglich als Vorspiel für eine zweite Hälfte, die an Dramatik kaum zu überbieten war.
Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Kroatien das Tempo. In der 53. Minute schlug Ivan Perišić zu: Josip Stanišić flankte von der rechten Seite, Perišić nahm den Ball mustergültig an, legte sich ihn zurecht und schloss flach zum 0:1 ab. Die portugiesische Hintermannschaft wirkte einen Moment zu weit weg.
Nur acht Minuten später schien Ronaldo auszugleichen, als er einen langen Ball perfekt kontrollierte und über Kroatien-Schlussmann Dominik Livaković hob. Doch der VAR griff ein: Ronaldo stand hauchdünn im Abseits – sein zehntes WM-Tor, und das erste in einer K.o.-Runde, musste weiter warten.
Dann der Umschwung: Nach einem Eckball hielt Kroatiens Nikola Vlašić Renato Veiga im Strafraum fest. Schiedsrichter Espen Eskås (Norwegen) entschied nach VAR-Prüfung auf Elfmeter. Ronaldo trat an und verwandelte in der 68. Minute zum 1:1 – mit 41 Jahren wurde er damit zum ältesten Torschützen einer WM-K.o.-Phase, vor seinem langjährigen Weggefährten Pepe (39).
Das Spiel kippte nun endgültig. Mateo Kovačić traf für Kroatien den Pfosten (75.), Igor Matanović scheiterte aus spitzem Winkel an Diogo Costa. Auf der Gegenseite drosch Rafael Leão den Ball an die Latte (58.). In der 81. Minute schob Petar Sučić den Ball ins Netz – aber auch dieser Treffer wurde nach VAR-Eingriff wegen Abseits zurückgenommen.
Die Entscheidung fiel in der 94. Minute: Rafael Leão flankte von links, und der eingewechselte Gonçalo Ramos köpfte unhaltbar zum 2:1 ein. Doch das war nicht der Schlusspunkt. In der 13. Minute der Nachspielzeit stocherte Josko Gvardiol den Ball nach einer Hereingabe zum vermeintlichen Ausgleich über die Linie. Erneut schritt der VAR ein – Vorbereiter Mario Pašalić stand im Abseits, das Tor zählte nicht. Die Prüfung dauerte mehr als zwei Minuten.
Der Wendepunkt
Der VAR-überprüfte Elfmeterpfiff in der 68. Minute war der entscheidende Moment. Vor dem Strafstoß lag Portugal 0:1 zurück, Ronaldo hatte gerade ein vermeintliches Tor wegen Abseits aberkannt bekommen. Der Elfmeter brachte Portugal nicht nur den Ausgleich, sondern auch die nötige psychologische Wende nach einer Phase kroatischer Überlegenheit. Ab diesem Zeitpunkt drängte Portugal auf den Sieg.
Die Schlüsselspieler
Cristiano Ronaldo (Portugal): Der 41-Jährige verwandelte den wichtigen Elfmeter zum Ausgleich und wurde damit zum ältesten Torschützen einer WM-K.o.-Runde. Zuvor war ihm ein reguläres Tor wegen Abseits aberkannt worden. In der 81. Minute ausgewechselt.
Gonçalo Ramos (Portugal): Kam in der 63. Minute für João Cancelo ins Spiel und erzielte in der 90+4. Minute das goldene Tor per Kopf – sein erster Ballkontakt im Strafraum in dieser Partie. Ramos: „Es war eine Wahnsinns-Auseinandersetzung. In den letzten Minuten bin ich da, wenn wir ein Tor brauchen." (Quelle: Sportschau)
Ivan Perišić (Kroatien): Erzielte die kroatische Führung (53.) mit einer sauberen Abnahme und war über die gesamte Partie der gefährlichste Kroate.
Luka Modrić (Kroatien): Der 40-jährige Mittelfeldregisseur kämpfte bis zum Schluss und verteilte die Bälle mit gewohnter Präzision. Seine Gelbe Karte (59.) war Ausdruck des zunehmenden Drucks. Es dürfte sein letztes WM-Spiel gewesen sein.
By the Numbers – interpretiert
Drei durch VAR zurückgenommene Abseitstore (zwei für Kroatien, eines für Portugal) sprechen für eine extrem enge Abseitsführung beider Defensivketten. Die zweite Halbzeit war ein offener Schlagabtausch mit Aluminiumtreffern auf beiden Seiten (Kovačić Pfosten, Leão Latte). Portugals späte Einwechslungen – insbesondere Ramos und Bernardo Silva – erwiesen sich als matchentscheidend: Die drei Offensivwechsel in der 63. Minute veränderten das Spiel komplett.
Was das Ergebnis bedeutet
Portugal trifft im Achtelfinale am Montag, 6. Juli, in Dallas auf Spanien, das sich gegen Österreich durchsetzte. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martinez kann weiter vom zweiten WM-Titel träumen. Für Kroatien endet das Turnier in der ersten K.o.-Runde. Es war vermutlich das letzte WM-Spiel für Luka Modrić (40) und Ivan Perišić (37), zwei Säulen der goldenen kroatischen Generation.
Portugal gedachte vor dem Spiel Diogo Jota, dessen Todestag sich am 3. Juli zum ersten Mal jährte. Der 49-fache Nationalspieler war im Vorjahr bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Nach dem Abpfiff streifte sich Ronaldo Jotas Trikot mit der Nummer 21 über. Trainer Martinez sagte: „Diogo ist unser Licht. Er wollte die Weltmeisterschaft gewinnen. Und das ist nun gewissermaßen zu einer Verpflichtung und zu einem Vorbild für uns geworden." (Quelle: Sportschau)
Fazit
Ein spektakuläres Sechzehntelfinale mit drei Abseitstoren, einem Elfmeter und einer dramatischen Schlussphase, wie sie die WM 2026 bisher nicht gesehen hatte. Portugal zeigte Comeback-Qualitäten und eine beeindruckende Kadertiefe. Kroatien war nah dran an der Sensation, scheiterte letztlich an der eigenen mangelnden Durchschlagskraft und Millimeter-Entscheidungen des VAR. Das Achtelfinale Portugal gegen Spanien verspricht Hochspannung.
Spielereignisse
Penalty
Vorlage: Rafael Leão
Portugal und Kroatien trafen 6 Mal aufeinander — Portugal gewann 3 Mal, Kroatien 1 Mal, dazu kamen 2 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Portugal führt den Direktvergleich mit 3 Siegen aus 6 Begegnungen an. Insgesamt fielen 20 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.33 pro Spiel (12 für die Heimmannschaft, 8 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (100%). In 4 Begegnungen (67%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2020.
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API-Daten: 3. Juli 2026
