Kolumbien besiegt DR Kongo 1:0 durch ein Tor von Daniel Muñoz (76.) und zieht vorzeitig ins Achtelfinale der WM 2026 ein.
Match-Videos
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungMuñoz erlöst Kolumbien: 1:0-Sieg gegen die DR Kongo besiegelt Achtelfinal-Einzug
Kolumbien hat beim 1:0 (0:0) gegen die DR Kongo den vorzeitigen Einzug ins Sechzehntelfinale der WM 2026 perfekt gemacht – brauchte dafür aber 76 Minuten und die Hilfe eines abgefälschten Schusses. Daniel Muñoz traf in der 76. Minute, nachdem Kongo-Keeper Lionel Mpasi-Nzau zuvor eine Rekordvorstellung hingelegt hatte.
So lief die Partie
Die ersten zehn Minuten boten Spektakel. Joris Kayembe zog aus der Distanz ab, der Ball strich knapp am rechten Winkel vorbei (1.). Im Gegenzug klärte Mpasi-Nzau einen Schuss von Jhon Arias nur vor die Füße von Muñoz, der aus kurzer Distanz am Pfosten scheiterte (4.). In der 7. Minute köpfte Muñoz den Abpraller nach einer Mpasi-Nzau-Parade über die Linie – doch die Fahne ging hoch. Nach VAR-Überprüfung bestätigte sich: Muñoz stand bei der Hereingabe von Johan Mojica hauchdünn mit der Schulter im Abseits.
Bis zur Trinkpause schraubte Kolumbien das Torschussverhältnis auf 9:1 und kam auf 70 % Ballbesitz. Mpasi-Nzau hielt alles: einen 25-Meter-Hammer von James Rodríguez, einen Schlenzer von Luis Díaz und einen Abschluss von Gustavo Puerta. Mit fünf Paraden nach 20 Minuten lag der Le-Havre-Schlussmann auf WM-Rekordkurs.
Nach der ersten Trinkpause zog sich die DR Kongo tiefer in die eigene Hälfte zurück und blockte vermehrt Schüsse. Kolumbien fand kaum noch Lücken, Luis Díaz haderte sichtlich. Zur Halbzeit standen 14:2 Torschüsse – aber 0:0.
Nach der Pause folgte die nächste Mpasi-Nzau-Parade: Díaz zog aus kurzer Distanz ab, der Keeper kratzte den Ball per Fußabwehr von der Linie (48.). Trainer Néstor Lorenzo reagierte und brachte in der 58. Minute Juan Fernando Quintero und Jhon Córdoba für James Rodríguez und Luis Suárez.
Der Wendepunkt
Die Hereinnahme von Quintero und Córdoba in der 58. Minute brachte neue Unordnung in die kompakte kongolesische Defensive. Córdobas unorthodoxe Aktion im Strafraum – kein klarer Abschluss, kein klares Foul, sondern ein irritierender Faller – sorgte für die entscheidende Sekunde der Unachtsamkeit, die Muñoz' abgefälschten Schuss ermöglichte.
Das Tor des Tages
In der 76. Minute täuschte Córdoba im Strafraum einen Faller an – die kongolesische Abwehr reagierte irritiert. Muñoz zog von halbrechts ab, Steve Kapuadi fälschte unglücklich mit der Hacke ab, und der Ball senkte sich unhaltbar für Mpasi-Nzau ins Netz. Vorlage: Quintero.
Danach drängte Kolumbien auf den zweiten Treffer. Luis Díaz jubelte nach einem Chipball, aber Schiedsrichter Maurizio Mariani ahndete ein vermeintliches Foul im Vorfeld. In der Nachspielzeit hätte Nathanael Mbuku fast ausgeglichen: Seinen 18-Meter-Schuss lenkte Camilo Vargas mit einer Glanztat um den Pfosten (90+2.).
Die Schlüsselspieler
Daniel Muñoz (Kolumbien) – Der Rechtsverteidiger war an nahezu jedem Angriff beteiligt. Pfostenschuss (4.), Abseitstor (7.), Siegtor (76.) – er hätte einen Hattrick erzielen können. Spieler des Spiels.
Lionel Mpasi-Nzau (DR Kongo) – Acht Paraden in 90 Minuten. Der Keeper von Le Havre hielt sein Team bis zur 76. Minute im Spiel. Hätte bei einer Niederlage mit vier, fünf Gegentoren verdientermaßen auf der Siegerseite stehen können.
Luis Díaz (Kolumbien) – Der Bayern-Star hatte mehrere Großchancen, scheiterte aber immer wieder an Mpasi-Nzau. Ein Tor wurde ihm wegen Foulspiels aberkannt. Sichtlich frustriert, aber permanent gefährlich.
By the Numbers – interpretiert
Kolumbiens 64 % Ballbesitz und 20:8 Torschüsse (9:1 aufs Tor) unterstreichen die einseitige Dominanz. Die xG-Werte (1,03 zu 0,39) zeigen jedoch, dass Kolumbien trotz der Überlegenheit kaum hochkarätige Chancen nach der Trinkpause kreierte – die DR Kongo blockte nach dem Break deutlich mehr Schüsse. Mpasi-Nzaus acht Paraden waren der Grund, warum es nicht 3:0 oder 4:0 stand; der einzige Gegentreffer war unhaltbar abgefälscht.
Gelbe Karten gab es für Jhon Lucumí (56., Foul), Charles Pickel (90+3., Diskussion) und Jefferson Lerma (90+4., Foul).
Was das Ergebnis bedeutet
Kolumbien steht mit sechs Punkten aus zwei Spielen bereits im Sechzehntelfinale. Am 28. Juni (Sonntag, 01:30 MESZ) geht es in Miami gegen Portugal (4 Punkte) um den Gruppensieg – ein Remis reicht für Platz 1.
Die DR Kongo (1 Punkt) trifft zeitgleich in Atlanta auf Usbekistan. Mit vier Punkten als einer der besten Gruppendritten wäre das Achtelfinale noch möglich – vorausgesetzt, die Leoparden gewinnen und fahren eine entsprechende Tordifferenz ein.
Fazit
Ein hochverdienter, aber viel zu knapper Sieg für Kolumbien. Die Südamerikaner scheiterten 75 Minuten lang an einem überragenden Mpasi-Nzau – erst eine Abfälschung brachte die Erlösung. Trainer Lorenzo hat nun genug Material für die Videoanalyse, denn in der K.o.-Phase warten Gegner, die solche Chancen nicht mehr vergeben.
Offizielle Spieldaten und Ereignisse bereitgestellt von Betmana. Spielbericht unter Verwendung von Daten von Sportschau und FIFA.
Spielereignisse
Vorlage: J. Quintero
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 26. Juni 2026

