Argentinien gewinnt Gruppenfinale gegen Jordanien 3:1. Lo Celso (19.) und Martínez (31./FE) treffen früh, Tamari (55.) verkürzt, ehe Joker Messi (80.) per Freistoß den Endstand besiegelt.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungArgentinien schlägt Jordanien 3:1: Messi trifft als Joker und baut WM-Torrekord auf 19 Treffer aus
Argentinien hat die Gruppenphase der WM 2026 mit dem dritten Sieg im dritten Spiel abgeschlossen. Gegen Jordanien gewann die B-Elf von Trainer Lionel Scaloni mit 3:1 (2:0) — und Superstar Lionel Messi bewies auch von der Bank kommend seine Torjägerqualitäten.
Der Titelverteidiger war bereits vor dem letzten Gruppenspieltag als Sieger der Gruppe J qualifiziert. Jordanien war hingegen nach zwei Niederlagen gegen Österreich und Algerien bereits ausgeschieden. Im Sechzehntelfinale am 4. Juli trifft Argentinien nun auf Kap Verde.
Lo Celso eröffnet per Direktfreistoß
Trainer Scaloni rotierte auf neun Positionen. Messi, der beim 2:0 gegen Österreich einen Doppelpack geschnürt und den WM-Torrekord gebrochen hatte, saß zunächst auf der Bank. Die veränderte Elf dominierte das Geschehen jedoch von der ersten Minute an. Nach einer halben Stunde hatte Argentinien 80 Prozent Ballbesitz und 5:1 Torschüsse.
In der 7. Minute traf Giovani Lo Celso nach Zuspiel von Julián Álvarez, aber der Treffer wurde wegen Abseits zurückgenommen. Der Mittelfeldspieler ließ sich nicht beirren: In der 19. Minute holte er selbst einen Freistoß aus 18 Metern heraus und zirkelte den Ball unhaltbar ins linke Eck — 0:1.
VAR bringt Elfmeter — Martínez verwandelt
Die argentinische Überlegenheit blieb erdrückend. In der 31. Minute scheiterte Lautaro Martínez zunächst an der Latte. Den Abpraller köpfte Marcos Senesi aufs Tor, Jordaniens Keeper Yazeed Abu Layla parierte überragend. Doch Abwehrspieler Nizar Al Rashdan fuhr das lange Bein aus und traf Senesi mit den Stollen im Gesicht. Schiedsrichter Istvan Kovacs ging nach VAR-Hinweis an den Monitor und entschied auf Strafstoß. Martínez ließ Abu Layla keine Chance — 0:2 (31.).
Kurz vor der Pause verpasste Nicolás Otamendi per Kopf die Vorentscheidung (45.+3), zur Halbzeit stand es verdient 2:0.
Jordanien kommt durch Tamari heran
Nach dem Seitenwechsel brachte Jordanien mit einem Doppelwechsel frischen Wind. Und in der 55. Minute fiel der Anschlusstreffer: Ehsan Haddad bediente Mousa Tamari am zweiten Pfosten, der den Ball am herausstürzenden Emiliano Martínez vorbei ins Tor schob — 1:2.
Ausgerechnet in dieser Phase stand Messi an der Seitenlinie zur Einwechslung bereit. In der 60. Minute kam der achtmalige Weltfußballer für Martínez in die Partie, gemeinsam mit Thiago Almada und Alexis Mac Allister.
Messi besiegelt den Sieg per Freistoß
Zehn Minuten vor dem Ende zeigte Messi seine ganze Klasse. Aus 22 Metern zentraler Position trat er einen Freistoß flach um die Mauer herum. Abu Layla hatte die Mauer so platziert, dass er die Sicht verlor und einen Schritt in die falsche Richtung machte — der Ball schlug neben ihm zum 1:3-Endstand ein (80.).
Für Messi war es der sechste Treffer bei dieser WM und der 19. insgesamt — er führt damit sowohl die aktuelle Torschützenliste als auch die ewige Bestenliste souverän an.
Der Wendepunkt: Messis Einwechslung
Bis zur 55. Minute kontrollierte Argentinien das Spiel nach Belieben. Nach dem Anschlusstreffer Jordaniens und dem Umbau in der 60. Minute geriet das Spiel kurz in die Waage. Scaloni reagierte mit der Hereinnahme von Messi, Almada und Mac Allister — und der Stargast stellte binnen 20 Minuten die alte Ordnung wieder her. Die Hereinnahme Messis in der 60. Minute war der taktische Schlüsselmoment, der Jordaniens kurzzeitige Hoffnung auf einen Punktgewinn erstickte.
Spieler des Spiels: Lionel Messi (Argentinien)
Messi benötigte nur 20 Minuten auf dem Platz, um sein sechstes Turniertor zu erzielen. Mit 19 WM-Treffern führt er die ewige Bestenliste nun mit deutlichem Vorsprung an. Note: 1,5.
Weitere starke Leistungen:
- Giovani Lo Celso (ARG): Traumfreistoß zum 1:0, gewann 7 seiner 9 Zweikämpfe.
- Lautaro Martínez (ARG): Elfmetertor, traf die Latte, bereitete Lo Celsos zweiten (aberkannten) Treffer vor.
- Mousa Tamari (JOR): Der Kapitän erzielte den Ehrentreffer und war der beste Mann aufseiten Jordaniens.
Die Statistik — interpretiert
Die nackten Zahlen bestätigen den einseitigen Spielverlauf: 73 Prozent Ballbesitz und 12:5 Torschüsse für Argentinien spiegeln die Überlegenheit wider. Der xG-Wert von 2,14 zu 0,74 zeigt jedoch, dass Jordanien aus seinen wenigen Chancen das Maximum herausholte. Drei Gelbe Karten für Jordanien (17., 64., 90.+4) illustrieren die defensive Notlage der Nashama gegen die argentinische Übermacht.
Was das Ergebnis bedeutet
Argentinien beendet die Gruppe J mit 9 Punkten und 7:1 Toren als ungeschlagener Erster. Im Sechzehntelfinale am 4. Juli (0:00 Uhr MESZ) trifft der Titelverteidiger in Dallas auf Kap Verde — die Überraschungsmannschaft des Turniers, die sich als Gruppenzweiter hinter Belgien qualifizierte.
Jordanien scheidet mit null Punkten und 2:8 Toren als Gruppenletzter aus. Es war die erste WM-Teilnahme der Jordanier, die gegen Argentinien immerhin den ersten WM-Treffer ihrer Geschichte erzielten.
Fazit
Argentiniens B-Elf erledigte die Pflicht souverän. Dass Messi auch von der Bank kommend sofort den Unterschied ausmacht, ist ein Luxus, den kein anderer WM-Teilnehmer hat. Jordanien verabschiedet sich mit einem Ehren- und Premierentreffer aus seinem ersten WM-Abenteuer. Für Argentinien beginnt gegen Kap Verde nun die K.o.-Phase — und damit der ernste Teil des Turniers.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Jordanien und Argentinien — 4 Tore und 3 Karten in diesem Spiel.
Penalty
Vorlage: Ehsan Haddad
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 29. Juni 2026

