Norwegen besiegt Senegal mit 3:2 und zieht vorzeitig ins Sechzehntelfinale der WM 2026 ein. Erling Haaland trifft doppelt, Ismaila Sarr ebenfalls zweimal für Senegal.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief das Spiel
Norwegen begann furios. Schon in der ersten Minute holte das Team von Ståle Solbakken die erste von vier Eckbällen heraus, und Kristoffer Ajer setzte nach einer Ecke von Julian Ryerson einen Kopfball-Aufsetzer aufs Tor – Édouard Mendy parierte glänzend (3.).
Doch die Anfangsphase war die einzige Druckphase der Norweger. Nach dem frühen verletzungsbedingten Ausfall von Ryerson (13., Oberschenkelprobleme) flachte das Spiel ab. Senegal übernahm mehr und mehr die Kontrolle, ohne zwingend zu werden. Nicolas Jacksons Schuss von der Strafraumgrenze verfehlte das Ziel (27.).
Die Führung fiel dennoch für Norwegen – aus einem schweren Fehler von Kalidou Koulibaly. Der senegalesische Abwehrchef spielte einen langen Ball von Antonio Nusa unbedrängt in den Lauf von Marcus Pedersen, der kühl an Mendy vorbei einschob (43.).
Kurz vor der Pause hätte Haaland auf 2:0 stellen können: Nach einer Kopfball-Vorlage für Martin Ødegaard, der an Mendy scheiterte, traf Haaland nur den Pfosten (45.+3).
Haaland übernimmt die Show
Drei Minuten nach Wiederanpfiff war es dann so weit. Ødegaard dribbelte sich durch die senegalesische Defensive und schickte Haaland in die Tiefe. Der Manchester-City-Stürmer ließ Mendy keine Chance – 2:0 (48.).
Senegal schlug postwendend zurück: Sadio Mané legte per Hacke auf Ismaila Sarr ab, der den Ball im Fallen artistisch über Torhüter Örjan Nyland hob (53.). Doch der Anschluss hielt nur fünf Minuten. Nach einer Flanke von Patrick Berg von der rechten Seite nahm Haaland den Ball volley und nagelte ihn unter die Latte – 3:1 (58.). Kurios: Sekunden zuvor hatte Haaland noch sichtbar verärgert mit Antonio Nusa diskutiert, weil dieser ihm den Ball am Strafraum abgenommen hatte.
Senegal wechselte den angeschlagenen Mendy aus (63.) und bemühte sich um den Anschluss, doch Norwegen blieb gefährlicher. In der dritten Minute der Nachspielzeit gelang Ismaila Sarr mit seinem zweiten Treffer nach Vorlage von Jackson noch das 3:2 – für eine Aufholjagd reichte die Zeit nicht mehr.
Der Wendepunkt
Koulibalys kapitaler Fehlpass zur 1:0-Führung war der Knackpunkt. Senegal hatte sich defensiv weitgehend ordentlich präsentiert und Haaland lange aus dem Spiel genommen. Der Patzer des Routiniers brach den Widerstand und öffnete den Norwegern die Tür.
Die Schlüsselspieler
Erling Haaland (Norwegen) – Zwei Tore (48., 58.), Pfostenschuss, ständige Präsenz. Seine kalte Effizienz vor dem Tor war der Unterschied. Spieler des Spiels.
Martin Ødegaard (Norwegen) – Der Kapitän leitete den zweiten Treffer mit einem brillanten Dribbling perfekt ein und war der zentrale Antreiber im norwegischen Mittelfeld.
Ismaila Sarr (Senegal) – Zwei Tore (53., 90.+3), darunter ein artistischer Treffer im Fallen. Hielt die Partie bis zum Schluss offen.
Kalidou Koulibaly (Senegal) – Der erfahrene Innenverteidiger leitete mit seinem Fehlpass das 0:1 ein und unterlief auch beim 0:2 im Grätschen. Ein Abend zum Vergessen.
Die Statistiken – interpretiert
Auf dem Papier hatte Senegal mehr Ballbesitz (58 %) und mehr Schüsse (16:13), doch Norwegens Chancen waren klarer: 7:4 Torschüsse, 2,20 xG gegenüber 1,72 xG der Senegalesen. Norwegens Defensive ließ Senegal lange nicht in gefährliche Räume – Nyland musste nur viermal eingreifen. Die hohe Ballbesitzquote Senegals war oft statisch, echte Durchschlagskraft entstand nur in den Schlussminuten.
Was das Ergebnis bedeutet
Norwegen (6 Punkte) ist vorzeitig für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Das letzte Gruppenspiel am Freitag (21 Uhr MESZ) gegen Frankreich entscheidet über den Gruppensieg. Norwegen müsste mit zwei Toren Differenz gewinnen, um noch auf Platz eins zu springen.
Senegal (0 Punkte) hat noch eine minimale Chance auf Platz drei, müsste dazu am Freitag gegen den Irak deutlich gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen.
Fazit
Norwegen zeigte eine reife Leistung – dominant im ersten Drittel, effizient im Abschluss und mit einem Haaland in bestechender Form. Dass die Defensive in der Schlussphase noch einmal wackelte, ist der einzige Wermutstropfen. Senegal war über weite Strecken ebenbürtig, bestrafte aber die eigenen Fehler nicht und steht nun vor dem WM-Aus.
Spielereignisse
Vorlage: M. Ødegaard
Vorlage: S. Mané
Vorlage: P. Berg
Vorlage: N. Jackson
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 26. Juni 2026

