Schweiz schlagt Kanada 2:1 in Vancouver, entreisst Co-Gastgeber den Gruppensieg der Gruppe B. Manzambi mit Tor und Vorlage.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungManzambi-Show ebnet den Weg: Schweiz entreisst Kanada den Gruppensieg
Mit einem 2:1 (0:0)-Sieg im ausverkauften BC Place Vancouver hat die Schweiz Kanada den Platz an der Sonne der Gruppe B der WM 2026 entrissen. Ruben Vargas (46.) und der uberragende Johan Manzambi (57.) trafen fur die Nati, der eingewechselte Promise David (76.) verkurzte fur die Gastgeber. Die Schweiz sichert sich mit 7 Punkten den Gruppensieg und bleibt in Vancouver. Kanada wird punktgleich mit Bosnien-Herzegowina (4 Zähler) Zweiter – und muss nun in die USA reisen.
Die Tore: Ein Blitzstart und ein Konter entscheiden
46. Minute – 1:0 Ruben Vargas (Vorlage Johan Manzambi) Nur 40 Sekunden nach Wiederanpfiff schlagt die Schweiz zu. Manzambi wird auf rechts steil geschickt, nimmt den Ball technisch brillant mit und legt quer auf den völlig freien Vargas, der aus zehn Metern eiskalt ins linke untere Eck vollendet – sein zweites WM-Tor.
57. Minute – 2:0 Johan Manzambi (Vorlage Breel Embolo) Die Kanadier sind noch geschockt, da kommt der nächste Nackenschlag. Ein langer Ball von Luca Jaquez erreicht Embolo, der sich im Duell mit De Fougerolles behauptet und auf Manzambi ablegt. Dessen Flachschuss aus zwölf Metern rutscht Keeper Maxime Crépeau unglücklich durch – 2:0.
76. Minute – 2:1 Promise David (Vorlage Nathan Saliba) Kanadas Joker sticht mit seiner ersten Aktion: Eine hohe Flanke von Saliba nimmt der eingewechselte David volley per Grätsche und versenkt den Ball aus zehn Metern mit dem Aussenrist. Das Stadion bebt wieder – aber der Ausgleich fällt nicht mehr, auch weil Gregor Kobel in der Nachspielzeit zwei brenzlige Szenen entscharft.
Der Wendepunkt
Die 46. Minute. Nach einer abtastenden, kampfbetonten ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Teams torlos – Kanada hatte die Schlussphase fur sich, Ali Ahmeds Schuss wurde von Kobel pariert (41.). Dann der Blitzstart: 40 Sekunden nach dem Seitenwechsel stand Vargas frei und schob zur Fuhrung ein. Der Schock bei den Gastgebern sass so tief, dass sie in den folgenden Minuten keine Antwort fanden – und prompt das 0:2 kassierten. Erst nach dem 2:1-Anschluss durch Joker David kam Kanada zuruck, doch sechs Minuten Nachspielzeit reichten nicht.
Die Schlusselspieler
Johan Manzambi (Schweiz) – Der 20-jährige Freiburg-Profi war der Unterschied. Ein Tor (sein drittes im Turnier), eine Vorlage und eine herausragende technische Vorstellung. ,,Wir haben viel Spass gehabt – und ich habe ein Tor geschossen. Ich werde meine Oma anrufen. Und dann lachen wir uns beide tot``, sagte er der Sportschau.
Promise David (Kanada) – In der 75. Minute eingewechselt, traf er 60 Sekunden spater mit seiner ersten Ballberuhrung. Nur zwei Minuten spater verpasste Derek Cornelius per Kopf denkbar knapp den Ausgleich (79.). David bewies, warum Marsch ihn brachte.
Gregor Kobel (Schweiz) – Der Schweizer Schlussmann hielt in der Schlussphase sicher, vereitelte einen Kopfball von Johnston (90.+6) und packte gegen Promise Davids Hinterkopf-Abschluss (90.+3) entschlossen zu.
Spieler des Spiels: Johan Manzambi – 1 Tor, 1 Vorlage, 3 Schusse, uberragende Ballmitnahme vor dem 1:0.
By the Numbers – interpretiert
Ballbesitz und Abschlüsse waren ausgeglichen (ca. 48/52 Prozent, 11 zu 9 Torschüssen), doch die Effizienz entschied: Die Schweiz nutzte zwei ihrer vier Schüsse aufs Tor, Kanada nur einen von drei. Manzambis 2:0 fiel zudem nach einem Crépeau-Fehler – ein seltener Aussetzer des kanadischen Keepers, der das Turnier uber zuvor stark gehalten hatte, aber den nicht ubermässig platzierten Schuss passieren liess.
Was es bedeutet
Die Schweiz gewinnt die Gruppe B mit 7 Punkten (2 Siege, 1 Remis) und bleibt als Gruppensieger in Vancouver fur das Sechzehntelfinale am 2. Juli. Trainer Murat Yakin: ,,Wir reagieren nur auf das, was auf dem Platz passiert. Wir haben als Team geliefert und verdient, wo wir jetzt sind`` (The Guardian).
Kanada wird mit 4 Punkten Tabellenzweiter – punktgleich mit Bosnien-Herzegowina (3:1 gegen Katar), aber aufgrund des besseren Torverhaltnisses (+5 zu -1) vorne. Die Kanadier mussen jedoch in die USA reisen und treffen in Los Angeles auf Sudafrika – mit nur vier Tagen Vorbereitung. Trainer Jesse Marsch: ,,Wir wollten hier in Vancouver bleiben, aber wir haben noch eine riesige Chance vor uns – auch wenn es von Los Angeles aus ist`` (The Guardian).
Besonders bitter: Ein Unentschieden hatte Kanada zum Gruppensieg gereicht und Vancouver als Standort fur die K.o.-Phase gesichert. Stattdessen mussen Jesse Marschs Manner nun als ,,Road Warriors`` antreten.
Den Schwung der Kanadier bremste zudem die schwere Verletzung von Ismael Koné (Unterschenkelbruch aus dem Katar-Spiel). Der Mittelfeldspieler war auf Krücken an der Seitenlinie prasent und wurde von den Fans gefeiert. Auch Alphonso Davies (Muskelverletzung) fehlte – Marsch gab nach dem Spiel zu, Davies nur als ,,Koder auf der Bank platziert zu haben: ,,Alphonso war noch nicht bereit, also habe ich ihn ein bisschen als Koder eingesetzt. Ich wollte, dass die Schweiz daruber nachdenken muss (The Guardian).
Fazit
Die Schweiz hat taktisch diszipliniert und effizient gespielt. Yakins Entscheidung, Vargas und Manzambi in die Startelf zu rotieren, zahlte sich sofort aus. Kanada zeigte Moral, aber der Fehlstart in die zweite Halbzeit war nicht mehr zu reparieren. ,,Wir waren zu Beginn nicht aggressiv genug. Aber die Reaktion des Teams hat gestimmt. Die Einstellung stimmt ebenfalls``, sagte Marsch der Sportschau.
Spielereignisse
Vorlage: J. Manzambi
Vorlage: B. Embolo
Vorlage: N. Saliba
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API-Daten: 26. Juni 2026

