Deutschland besiegt Großbritannien 6:3 zum WM-Gruppenabschluss. Sechs verschiedene Torschützen, Dowd-Tor zum Abschied – und Zittern ums Viertelfinale.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungDeutschland siegt 6:3 gegen Großbritannien – Pflichtsieg mit Schönheitsfehlern zum WM-Gruppenfinale
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihre Pflichtaufgabe zum Abschluss der WM-Gruppenphase erfüllt. Im letzten Vorrundenspiel der IIHF-Weltmeisterschaft 2026 bezwang das DEB-Team Großbritannien vor 5.462 Zuschauern in der Zürcher Swiss Life Arena mit 6:3 (3:0, 1:1, 2:2).
Sechs verschiedene Torschützen trugen sich für Deutschland in die Liste ein. Der Sieg war Pflicht, um die minimale Chance auf das Viertelfinale zu wahren – doch am Ende benötigte das Team von Bundestrainer Harold Kreis Schützenhilfe von Ungarn, das zeitgleich gegen Lettland spielte.
Frühe Dominanz und ein Doppelschlag vor der Pause
Die DEB-Auswahl legte los wie die Feuerwehr. Mit hohem Tempo und schnellen Kombinationen setzte sich Deutschland sofort im britischen Drittel fest. NHL-Verteidiger Moritz Seider leitete die Führung ein, als er Alexander Karachun mustergültig bediente – der für den verletzten Daniel Fischbach nachnominierte Stürmer traf in seinem ersten WM-Einsatz zur 1:0-Führung (14.).
35 Sekunden vor der ersten Pause profitierte Frederik Tiffels von einem missglückten Pass der Briten, zog mit vollem Tempo davon und schloss eiskalt ab (20.). Nur 17 Sekunden später landete Fabio Wagners Schlagschuss von der blauen Linie im britischen Gehäuse – 3:0 (20.).
„Heute war es wichtig, dass wir das Spiel für uns entscheiden. Wir haben gut und fokussiert begonnen“, sagte Bundestrainer Harold Kreis nach der Partie.
Eder erhöht – Dowd kontert zum Abschied
Auch der zweite Abschnitt begann vielversprechend: Andreas Eder traf nach einer schnellen Passstafette aus dem Slot zum 4:0 (23.). Doch unmittelbar nach dem Treffer musste Markus Weber auf die Strafbank. Das Powerplay nutzte Robert Dowd eiskalt aus – sein Schuss von der blauen Linie überwand NHL-Goalie Philipp Grubauer zum 4:1 (24.).
Für Dowd war es ein emotionaler Moment: Der Stürmer absolvierte sein 109. und letztes Länderspiel für Großbritannien und beendete nach diesem Turnier seine internationale Karriere. Auch Torhüter Ben Bowns (97 Länderspiele) bestritt seine letzte Partie im britischen Trikot.
Samanski und Gawanke stellen Weichen
Gerade einmal 17 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, als Joshua Samanski nach Zuspiel von Lukas Reichel das 5:1 markierte (41.). Die deutsche Mannschaft blieb dominant und erhöhte durch Leon Gawanke, der mit seinem vierten Turniertor auf 6:1 stellte (50.).
Doch Großbritannien steckte nicht auf. Ollie Betteridge erzielte nach einem Konter das 6:2 (51.), und Robert Lachowicz verkürzte mit einem platzierten Schuss an den Pfosten auf 6:3 (54.). Es sollte der Endstand bleiben.
„Wir hätten sicher mehr Tore schießen können. In der Angriffszone haben die Briten es uns recht einfach gemacht, das haben wir zu Beginn des Spiels gut ausgenutzt. Dann haben wir angefangen, mehr zu passen, statt zu schießen“, analysierte Verteidiger Leon Gawanke.
Zittern ums Viertelfinale
Mit zehn Punkten aus sieben Spielen beendete Deutschland die Vorrunde auf dem fünften Platz der Gruppe A. Um doch noch ins Viertelfinale einzuziehen, war das Team auf einen Sieg Ungarns gegen Lettland am Dienstag angewiesen. Kapitän Moritz Seider: „Unser Mindestziel war heute, die drei Punkte zu holen. Wir haben uns in dieser Gruppenphase dennoch mehr vorgenommen. Wir sind meist sehr gut in die Spiele gestartet, haben dann aber immer wieder zu viel abgegeben oder liegenlassen.“
Bester DEB-Spieler wurde Kai Wissmann. Für Frederik Tiffels stand am Ende ein bemerkenswertes Turnier zu Buche: Mit neun Punkten (3 Tore, 6 Vorlagen) rangierte er in der Scorerliste der WM unter den Top Ten.
Die Tore im Überblick
| Minute | Tor | Assist |
|---|---|---|
| 14. | 1:0 Alexander Karachun | Moritz Seider |
| 20. | 2:0 Frederik Tiffels | – |
| 20. | 3:0 Fabio Wagner | Alexander Karachun |
| 23. | 4:0 Andreas Eder | Leon Gawanke |
| 25. | 4:1 Robert Dowd (PP) | Logan Neilson |
| 41. | 5:1 Joshua Samanski | Lukas Reichel, Frederik Tiffels |
| 50. | 6:1 Leon Gawanke | – |
| 51. | 6:2 Ollie Betteridge | Brad Jenion |
| 55. | 6:3 Robert Lachowicz | Johnny Curran, Logan Neilson |
Deutschlands WM-Vorrunde 2026 in Gruppe A
| Spiel | Ergebnis |
|---|---|
| Finnland – Deutschland | 4:2 |
| Deutschland – Lettland | 2:3 |
| Schweiz – Deutschland | 5:1 |
| Deutschland – USA | 2:3 n.P. |
| Deutschland – Ungarn | 6:2 |
| Deutschland – Österreich | 4:1 |
| Deutschland – Großbritannien | 6:3 |
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Deutschland und Großbritannien — 9 Tore und 2 Karten in diesem Spiel.
Tripping
A. Karachun
L. Gawanke
Holding
N. Halbert
F. Tiffels
N. Krammer
J. Curran
Rivalität seit 2019
Deutschland vs Großbritannien Direkter Vergleich· 1
Deutschland und Großbritannien trafen 1 Mal aufeinander — Deutschland gewann 1 Mal, Großbritannien 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2019 zurück. Deutschland führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 4 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (3 für die Heimmannschaft, 1 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (100%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–1 im Jahr 2019.
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API-Daten: 15. Juni 2026
