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27. Juni 2026 um 20:30
30
Auswärts

Brazil

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2520
AI

Slowenien schlägt Brasilien in der VNL 2026 mit 3:0 (27:25, 25:17, 25:20) und feiert einen Überraschungssieg vor heimischem Publikum in Ljubljana.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Slowenien feiert 3:0-Sensationssieg gegen Brasilien

Slowenien hat am Samstagabend in der ausverkauften Arena Stožice in Ljubljana für eine der größten Überraschungen der VNL-Saison 2026 gesorgt. Die slowenische Nationalmannschaft besiegte das favorisierte Brasilien in der zweiten Woche der Volleyball Nations League mit 3:0 (27:25, 25:17, 25:20) und fügte der Seleção damit die zweite Niederlage im Turnier zu.

Der Sieg ist umso bemerkenswerter, als Brasilien vor dieser Partie mit 4 Siegen aus 5 Spielen und 11 Punkten auf dem dritten Platz der Tabelle stand. Slowenien hingegen hatte nach einer Niederlage gegen Japan in Woche 1 mit 3 Siegen aus 4 Partien und nur 6 Zählern auf Rang 9 gelegen.

So lief die Partie

Satz 1 (27:25): Der Auftaktsatz war ein hochklassiges Duell auf Augenhöhe. Slowenien startete druckvoll, doch Brasilien kämpfte sich immer wieder heran. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen – bis zum 24:24. In der Verlängerung behielten die Gastgeber die Nerven und verwandelten den dritten Satzball zum 27:25. Die aggressive Aufschlagserie von Klemen Čebulj brachte Brasilien mehrfach in Annahmeschwierigkeiten.

Satz 2 (25:17): Nach dem knappen ersten Satz legte Slowenien eine Schippe drauf. Mit einer stabilen Annahme und einer starken Blockarbeit – insbesondere durch Alen Šket und Jan Kozamernik – wurde Brasilien früh in die Defensive gedrängt. Die Südamerikaner fanden kaum Mittel gegen den druckvollen Angriff der Slowenen. Ein 6:0-Lauf Mitte des Satzes entschied die Vorentscheidung.

Satz 3 (25:20): Brasilien versuchte mit einem Trainer-Timeout und personellen Wechseln das Blatt noch zu wenden. Lucarelli und Darlan kamen zu Beginn des dritten Satzes besser ins Spiel, doch Sloweniens Block blieb stabil. Beim 18:16 schien Brasilien noch einmal heranzukommen – doch ein Aufschlag direkt von Rok Možič und zwei konsekutive Blocks von Jani Kovačič stellten die Weichen endgültig auf Sieg. Nach 82 Minuten verwandelte Možič mit einem unhaltbaren Angriff den ersten Matchball.

Der Wendepunkt

Der entscheidende Moment war der erste Satz. Nach einer intensiven Abwehrschlacht wehrte Slowenien zwei Satzbälle Brasiliens ab und gewann 27:25. Hätte Brasilien diesen engen Satz für sich entschieden, wäre der Druck komplett auf die Gastgeber übergegangen. Stattdessen gab der Satzgewinn Slowenien das Selbstvertrauen für eine dominante Vorstellung in den Sätzen zwei und drei.

Die Schlüsselspieler

  • Rok Možič (Slowenien): Der Diagonalangreifer war mit über 20 Punkten der Topscorer des Spiels. Seine Variabilität im Angriff – harte Schläge über den Block, gefühlvolle Lupfer – ließ die brasilianische Abwehr immer wieder ins Leere laufen.
  • Klemen Čebulj (Slowenien): Čebulj war nicht nur in der Annahme herausragend, sondern setzte auch mit seinen Aufschlägen im ersten Satz die entscheidenden Nadelstiche.
  • Jan Kozamernik (Slowenien): Der Mittelblocker war mit vier Blocks der effektivste Spieler am Netz und unterband wiederholt Brasiliens Angriffe über die Mitte.
  • Lucarelli (Brasilien): Der Brasilianer kämpfte mit 15 Punkten als einziger Angreifer seines Teams auf Augenhöhe mit der slowenischen Defense.

Spieler des Spiels war Rok Možič, der mit einer Effizienz von über 55 % im Angriff die slowenische Offensive anführte.

By the Numbers – interpretiert

Der 3:0-Endstand täuscht über die Enge des ersten Satzes hinweg. Slowenien dominierte die zweite Satzhälfte statistisch vor allem über den Block (9:3 Blockpunkte) und die Aufschläge (5:1 Asse). In den Sätzen 2 und 3 betrug der Punktestand für Brasilien kumuliert 37, Slowenien erzielte 50. Entscheidend war die Fehlerquote: Brasilien leistete sich 19 Eigenfehler, Slowenien nur 12.

Die xG-ähnliche Bewertung im Volleyball – die Side-Out-Effizienz – spricht eine klare Sprache: Slowenien verwandelte 78 % seiner Annahmesituationen in Punkte, Brasilien nur 61 %. Insbesondere die slowenische Aufschlagannahme (82 % positive Annahme) legte das Fundament für die variable Angriffsgestaltung.

Was das Ergebnis bedeutet

Mit diesem Sieg klettert Slowenien (nun 4 Siege, 1 Niederlage, 9 Punkte) in der Tabelle deutlich nach oben. Für die Slowenen geht es am 28. Juni gegen Kanada (16:30 Uhr Ortszeit) weiter – ein Sieg könnte den Einzug in die VNL-Finals in Łódź perfekt machen.

Brasilien dagegen rutscht mit der zweiten Niederlage (4-2, 11 Punkte) aus den Top 4. Zum Abschluss der Ljubljana-Woche trifft Brasilien am 28. Juni auf Bulgarien (20:30 Uhr Ortszeit). Ein Sieg ist Pflicht, um den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten.

Die dritte und letzte Vorrundenwoche der VNL 2026 findet vom 8. bis 13. Juli in Orléans (Frankreich) und Mińsk Mazowiecki (Polen) statt.

Fazit

Slowenien nutzte den Heimvorteil in Ljubljana eiskalt und lieferte eine taktisch reife Leistung ab. Die Block-Abwehr-Kombination war die beste der Saison, und Rok Možič spielte auf Weltklasse-Niveau. Brasilien muss seine Annahmeschwäche abstellen, will es in den Finals eine Rolle spielen. Dieser 3:0-Sieg ist ein deutliches Signal: Slowenien ist bereit für die VNL-Elite.

Rivalität seit 2018

Slovenia vs Brazil Direkter Vergleich· 8

Slovenia und Brazil trafen 8 Mal aufeinander — Slovenia gewann 1 Mal, Brazil 7 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Brazil führt den Direktvergleich mit 7 Siegen aus 8 Begegnungen an. Insgesamt fielen 32 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (9 für die Heimmannschaft, 23 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (75%). In 8 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.

1
Siege
Unentschieden
0
·
7
Siege
Tore gesamt
32 · 4.0/Spiel
Beide getroffen
6/8 · 75%
Über 2,5
8/8 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 28. Juni 2026