Ladies in Black Aachen besiegen SSC Palmberg Schwerin 3:1 im Playoff-Viertelfinale (25:21, 25:22, 13:25, 25:18) und erzwingen das Entscheidungsspiel am Samstag in Schwerin.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungLadies in Black Aachen zwingen Meister Schwerin ins Entscheidungsspiel
Die Ladies in Black Aachen haben im zweiten Spiel des Playoff-Viertelfinales der 1. Volleyball-Bundesliga Frauen den SSC Palmberg Schwerin mit 3:1 (25:21, 25:22, 13:25, 25:18) besiegt und damit den Ausgleich in der Best-of-Three-Serie erzwungen. Vor stimmungsvoller Kulisse im Aachener Hexenkessel an der Neuköllner Straße feierte der Tabellensechste der Hauptrunde einen hochverdienten Erfolg gegen den amtierenden Deutschen Meister und setzt die Serie nun mit einem Entscheidungsspiel fort.
Starker Auftakt – Aachen dominiert Satz eins
Die Gastgeberinnen erwischten einen Traumstart und zeigten von Beginn an, dass sie die 0:3-Niederlage aus dem ersten Duell in Schwerin (21. März) nicht auf sich sitzen lassen wollten. Mit viel Selbstvertrauen und einer aggressiven Aufschlagserie setzte Aachen Schwerin früh unter Druck. Der Block um Celine Jebens stand ausgezeichnet, und im Angriff fand das Team um Trainerin Mareike Hindriksen immer wieder die Lücken in der Schweriner Abwehr. Die Gäste taten sich schwer, ins Spiel zu finden. Erst in der Crunchtime kamen die Schwerinerinnen heran, doch Hindriksen brachte Marit Zander für Lea Ambrosius – die Aufschläge der etatmäßigen Zuspielerin sorgten für die nötige Stabilität. Beim 25:21 durften die 1.200 Fans im Hexenkessel den ersten Satzgewinn bejubeln.
Nervenstark im zweiten Durchgang
Satz zwei begann mit einem frühen Rückstand für Aachen (1:4), was Hindriksen zu einer frühen Auszeit veranlasste. Ihre deutliche Ansprache zeigte Wirkung: Punkt für Punkt kämpfte sich Aachen zurück und übernahm ab der Satzmitte wieder die Kontrolle. Schwerins Coach Felix Koslowski reagierte und brachte Vedrana Jakšetić für Hanna Kohn sowie Suus Gerritsen für Marije ten Brinke – eine Maßnahme, die Aachen kurzzeitig ins Wanken brachte. Bei 16:18 nahm Hindriksen erneut eine Auszeit, und wieder fand Aachen zurück. Eine Serie von drei Punkten in Folge, angeführt von einer starken Celine Jebens, drehte die Partie endgültig. Mit 25:22 ging auch der zweite Satz an die Ladies in Black – die Sensation lag in der Luft.
Schwerin zeigt seine Klasse
Im dritten Durchgang bewies der SSC Palmberg Schwerin, warum er als Meister und Titelfavorit in die Playoffs gestartet war. Die Gäste übernahmen sofort das Kommando, spielten druckvolle Aufschläge und setzten Aachen mit einer aggressiven Block-Feldabwehr unter Druck. Bei Aachen schlichen sich zunehmend Unkonzentriertheiten ein, die Angriffsquote fiel deutlich ab. Schwerin zog konsequent davon und ließ den Gastgeberinnen keine Chance – 13:25 lautete das deutliche Ergebnis aus Aachener Sicht. Die Serie war wieder offen, der Druck wuchs.
Die Vorentscheidung im vierten Satz
Doch die Ladies in Black zeigten Moral. Im vierten Satz war Aachen von Beginn an wieder hellwach. Angetrieben von den rund 1.400 Zuschauern, die den Hexenkessel in einen brodelnden Kessel verwandelten, erarbeitete sich Aachen früh ein komfortables Polster (12:7, 17:10). Der Block stand wieder sicher, und im Angriff trafen die Aachenerinnen die richtigen Entscheidungen. Schwerin versuchte zwar, sich mit aller Macht zurückzukämpfen, doch Aachen ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Mit neun Matchbällen im Rücken machten die Ladies in Black den Sack endgültig zu – 25:18, der 3:1-Gesamtsieg war perfekt.
„Ein geiler Abend“ – die Stimmen zum Spiel
In der Pressekonferenz zeigte sich Trainerin Mareike Hindriksen sichtlich erleichtert: „Die Mannschaft hat heute Charakter bewiesen. Nach dem klaren Satzverlust im dritten Durchgang hätten viele Teams aufgegeben, aber meine Mannschaft ist aufgestanden und hat weitergemacht. Das macht mich unglaublich stolz.“ Auch von Spielerseite war die Erleichterung greifbar. Celine Jebens, eine der auffälligsten Spielerinnen auf dem Feld, sagte: „Wir haben heute gezeigt, dass wir nicht umsonst in den Playoffs stehen. Der Hexenkessel war unser siebter Mann.“
Die Serie steht 1:1 – Entscheidung in Schwerin
Durch den Sieg glich Aachen die Best-of-Three-Serie zum 1:1 aus. Das entscheidende dritte Spiel findet am Samstag, 28. März 2026, um 17:15 Uhr in der Palmberg Arena in Schwerin statt. Die Ausgangslage ist klar: Der Gewinner des dritten Spiels zieht ins Halbfinale ein, wo entweder Allianz MTV Stuttgart oder Schwarz-Weiß Erfurt warten. Stuttgart führte nach dem zweiten Spieltag mit 2:0 in der Serie gegen Erfurt.
Statistik und historischer Kontext
Mit dem Sieg verbesserten die Ladies in Black ihre historische Bilanz gegen Schwerin auf nunmehr 7 Siege bei 39 Niederlagen – der erste Playoff-Sieg gegen den Meister seit langem. Aachens Kapitänin und Zuspielerin führte ihr Team mit cleverer Spielverteilung, während die Schwerinerinnen vor allem über Marije ten Brinke und Vedrana Jakšetić Gefahr entwickelten, an diesem Abend aber zu oft in der starken Aachener Block-Feldabwehr scheiterten.
Aachen hatte die Hauptrunde auf Platz 6 (33 Punkte) abgeschlossen, Schwerin als Dritter (47 Punkte) – ein klarer Favorit, den die Ladies in Black an diesem magischen Abend im Hexenkessel jedoch eindrucksvoll in die Knie zwangen.
Fazit
Es war ein Abend, der in die Vereinsgeschichte eingehen wird. Die Ladies in Black Aachen haben nicht nur den Ausgleich in der Serie geschafft, sondern auch ein Ausrufezeichen gesetzt: Gegen den amtierenden Meister ist an einem guten Tag alles möglich. Am Samstag wartet das finale Duell in der Palmberg Arena – und Aachen reist mit breiter Brust und dem Wissen, dass der Hexenkessel auch auswärts in den Köpfen der Spielerinnen weiterbrennt.
Rivalität seit 2022
Aachen W vs Palmberg Schwerin W Direkter Vergleich· 13
Aachen W und Palmberg Schwerin W trafen 13 Mal aufeinander — Aachen W gewann 0 Mal, Palmberg Schwerin W 13 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Palmberg Schwerin W führt den Direktvergleich mit 13 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 40 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.08 pro Spiel (1 für die Heimmannschaft, 39 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (8%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Palmberg Schwerin W ist in den letzten 13 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2025.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 7. Juli 2026
