Aachen gewinnt 3:1 bei Schwarz-Weiß Erfurt – Tsvetelina Ilieva überragt mit 31 Punkten vor 892 Zuschauern in der Riethsporthalle.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungMatchverlauf: Aachen mit starker Reaktion nach Satzverlust
Der erste Satz war bis zum Ende hin offen. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, Erfurt überzeugte vor allem im Block. In der Crunchtime behielten die Gästinnen aus Aachen jedoch die Nerven und sicherten sich den Durchgang mit 25:22.
Im zweiten Satz kippte das Geschehen zunächst zugunsten der Gastgeberinnen. Erfurt nutzte eine Phase der Unsicherheit in der Aachener Defensive konsequent aus und erspielte sich einen komfortablen Zehn-Punkte-Vorsprung. Das Team von Trainer Pablo Sanchez zeigte druckvollere Aufschläge und verbesserte die Blockarbeit. Doch Aachen bewies Moral: Mit den Einwechslungen von Marit Zander und Karmena Struka stabilisierte sich das Spiel der Kaiserstädterinnen. Die Aufholjagd war fulminant, aber am Ende verwandelte Erfurt den Satzball zum 25:23 – der Ausgleich war geschafft.
Erfurts Einbruch nach der Pause
Was im dritten Satz folgte, war eine Machtdemonstration der Ladies in Black. Von Beginn an dominierten die Aachenerinnen das Geschehen, setzten Erfurt mit druckvollen Aufschlägen zu und zeigten einen starken Block. Erfurts Coach Pablo Sanchez musste beim Stand von 16:9 zur Auszeit greifen, doch sein Team fand kein Mittel mehr gegen die Übermacht. Mit 25:11 deklassierte Aachen die Gastgeberinnen – eine der höchsten Satzniederlagen der Saison für Erfurt.
Im vierten Satz schien sich die Dominanz fortzusetzen. Aachen zog schnell auf 9:3 und 11:3 davon, Erfurts Auszeiten verpufften zunächst wirkungslos. Zur Satzmitte hin kämpften sich die Thüringerinnen zwar heran, doch an Tsvetelina Ilieva war kein Vorbeikommen. Die Diagonalangreiferin traf aus nahezu jeder Position und hielt Erfurt konstant auf Distanz. Beim Stand von 25:20 verwandelte Aachen den zweiten Matchball und sicherte sich drei wichtige Punkte.
Tsvetelina Ilieva als überragende Akteurin
Die bulgarische Angreiferin Tsvetelina Ilieva war mit 31 Punkten die herausragende Spielerin auf dem Feld und wurde nach Spielende als MVP ausgezeichnet. Ihre Konstanz über alle vier Sätze hinweg gab der Aachener Offensive die nötige Durchschlagskraft. Aufseiten der Gastgeberinnen wurde Elizabeth Sandbothe mit der silbernen MVP-Medaille geehrt – die Mittelblockerin überzeugte mit einer starken Angriffsquote von 47 Prozent.
Tabelle: Aachen festigt Rang sechs
Mit dem Sieg kletterte Aachen in der Tabelle der 1. Bundesliga Frauen auf 33 Punkte und belegt Rang sechs. Für die Mannschaft von Cheftrainerin Mareike Hindriksen war es der zwölfte Sieg im 20. Saisonspiel – und der fünfte Erfolg in Folge gegen Schwarz-Weiß Erfurt. Der direkte Vergleich steht nun bei 12:2-Siegen für Aachen.
Erfurt bleibt mit 19 Punkten auf Platz acht, verpasste es aber, den Abstand zum Siebten VC Wiesbaden zu vergrößern. Der Schwung vom Erfolg gegen Hamburg ließ sich nicht in die Partie gegen Aachen mitnehmen. Trainer Pablo Sanchez haderte nach dem Spiel: „Im zweiten Satz haben wir gezeigt, was in uns steckt. Aber gegen eine so effiziente Ilieva ist es schwer, über die gesamte Spielzeit konstant zu bestehen.“
Nach 93 Minuten war die Partie beendet – und die Ladies in Black durften drei Punkte mit auf die lange Heimreise nach Nordrhein-Westfalen nehmen.
Erfurt W und Aachen W trafen 14 Mal aufeinander — Erfurt W gewann 2 Mal, Aachen W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Aachen W führt den Direktvergleich mit 12 Siegen aus 14 Begegnungen an. Insgesamt fielen 55 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.93 pro Spiel (16 für die Heimmannschaft, 39 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (57%). In 14 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Aachen W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2025.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 7. Juli 2026