VC Wiesbaden gewinnt souverän mit 3:0 bei den Skurios Volleys Borken. Jimena Fernández Gayoso wird MVP, Lilly Bietau feiert starkes Debüt als Libera.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSkurios Volleys Borken vs. VC Wiesbaden 0:3 – Souveräner Auswärtssieg für die Hessen
Der VC Wiesbaden hat am 13. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen seine Pflichtaufgabe souverän gelöst. Bei den Skurios Volleys Borken setzte sich die Mannschaft von Cheftrainer Tigin Yağlioğlu am Sonntagnachmittag klar mit 3:0 (25:15, 25:17, 25:16) durch und fuhr drei wichtige Punkte im Kampf um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld ein.
Enorme Stimmung in der Mergelsberg Sporthalle
Vor 815 Zuschauern in der Borkener Mergelsberg Sporthalle – für einen Sonntagnachmittag eine starke Kulisse – bot der VCW eine durchweg konzentrierte Vorstellung. Der Aufsteiger aus Borken stemmte sich zwar nach Kräften gegen die Niederlage, musste sich der Erfahrung und dem druckvollen Spiel der Gäste aus Hessen jedoch in allen drei Durchgängen geschlagen geben. Jeder Satz dauerte exakt 19 Minuten – ein Beleg für die Effizienz des VCW, der bei seinem 3:0-Erfolg nie ernsthaft in Bedrängnis geriet.
Erster Satz: Früh die Richtung vorgegeben
Den ersten Punkt des Spiels sicherte sich Wiesbadens Mittelblockerin Laura Broekstra. Borkens Cheftrainerin Danuta Brinkmann musste bereits beim 6:3 für die Gäste ihre erste Auszeit nehmen. Nach einer langen Rallye zum 8:5 zogen die Hessinnen jedoch unaufhaltsam davon. Beim 17:10 war die Vorentscheidung gefallen, und nach einem Servicefehler der Skurios hatte der VCW gleich zehn Satzbälle. Den ersten wehrte Borken noch ab, doch ein verunglückter Blockball der Gastgeberinnen landete im Netz – 25:15, 1:0.
Zweiter Satz: Borken kämpft, Wiesbaden bleibt cool
Im zweiten Durchgang startete der VCW stark: Zwei Ass der niederländischen Interimskapitänin Sanne Konijnenberg sorgten für ein frühes 2:0, später hieß es bereits 5:1. Doch dann wurde das Spiel der Gäste unruhiger. Borken nutzte die sich bietenden Gelegenheiten und kämpfte sich heran – 8:6, 9:8, 12:11. Der Widerstand der Gastgeberinnen währte jedoch nicht lange. Hannah Clayton, die US-amerikanische Mittelblockerin des VCW, nutzte zum Ende geschickt den freien Raum und stellte auf 24:16. Erneut konnte Borken den ersten Satzball abwehren, aber Chaine Konjer von Borken sorgte per Eigenverschulden für den 25:17-Satzgewinn der Wiesbadenerinnen.
Dritter Satz: Mit sieben Assen zum Erfolg
Den deutlichsten Eindruck hinterließ der VCW im dritten Abschnitt. Gleich zu Beginn legte die Mannschaft Serien von drei und fünf Punkten in Folge hin und streute dabei mehrere Assen ein – insgesamt sieben in diesem Satz allein. Der Vorsprung wuchs kontinuierlich: 6:1, 9:2, 13:7, 19:12. Die Borkenerinnen wollten ihrem begeisterten Publikum noch etwas bieten und verkürzten auf 19:16, doch die Überlegenheit des erfahrenen Erstligisten war nicht mehr zu bremsen. Beim 25:16 war die Partie nach 57 Minuten beendet.
Lilly Bietau feiert gelungenes Libero-Debüt
Eine besondere Geschichte schrieb die 21-jährige Lilly Bietau, die erstmals in ihrer Karriere auf der Libero-Position auflief. Sie vertrat die verletzte kroatische Kapitänin Rene Sain und erledigte ihre Aufgabe ohne Fehl und Tadel. „Es war nach dem Schock durch Renes Verletzung heute gar nicht leicht, dann doch so verhältnismäßig locker zu gewinnen. Ich konnte mich eine Woche lang auf das Match und meine neue Aufgabe einstellen. Meine Mannschaftskameradinnen helfen mir dabei sehr“, sagte Bietau nach dem Spiel.
Jimena Fernández Gayoso als MVP ausgezeichnet
Die spanische Diagonalangreiferin Jimena Fernández Gayoso sicherte sich am Ende die MVP-Medaille in Gold. Mit zwölf Punkten und vier Assen war sie eine der herausragenden Spielerinnen auf dem Feld. Auch die Niederländerin Pleun van der Pijl kam auf zwölf Punkte und ebenfalls vier Service-Assen. Die silberne MVP-Medaille ging an Borkens Mittelblockerin Doreen Luther (fünf Punkte).
Bemerkenswert: Beide Teams erzielten lediglich je zwei Blockpunkte – eine Seltenheit auf diesem Niveau. Der VCW kam insgesamt auf 13 Servicepunkte, eine klare Ansage im Aufschlagspiel. Die ehemalige VCW-Athletin Liza Kastrup war mit neun Punkten die erfolgreichste Borkener Angreiferin.
Tabellarische Bedeutung
Für den VC Wiesbaden war es der sechste Saisonsieg im zwölften Spiel der Hauptrunde – ein wichtiger Erfolg, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu halten. Cheftrainer Tigin Yağlioğlu zeigte sich zufrieden: „Dass wir unbedingt diese drei Punkte brauchten, war beim Blick auf die Tabelle klar. Die Art und Weise aber war großartig. Im ersten und zweiten Satz sind uns viele Abwehraktionen gelungen und wir haben aus der Transition heraus gut gescort. Sieben Ass im letzten Satz waren eine echte Ansage. Ich bin extrem zufrieden, zum Beispiel mit dem Zuspiel von Sanne Konijnenberg, die auch die Mitte gut bedient hat. Laura Broekstra und Hannah Clayton haben dann ihren Job prima gemacht.“
Borken hingegen blieb als Aufsteiger in der schwierigen Rolle des Außenseiters. Cheftrainerin Danuta Brinkmann analysierte nach der Partie: „Wir waren zu ängstlich. Dabei haben wir in der Woche wirklich bombastisch trainiert.“ Die Energie aus dem Training ließ sich auf dem Feld nicht vollständig abrufen, was zu einer gewissen Verunsicherung geführt habe.
Ausblick
Bereits am Mittwoch, den 21. Januar, wartete auf den VCW das nächste schwere Heimspiel gegen den Dresdner SC. Für Borken ging die Mission Klassenerhalt an den folgenden Spieltagen weiter. Die Mannschaft um Trainerin Brinkmann versuchte, aus den positiven Ansätzen dieser Partie Kapital zu schlagen.
Rivalität seit 2025
Borken W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 1
Borken W und VC Wiesbaden W trafen 1 Mal aufeinander — Borken W gewann 0 Mal, VC Wiesbaden W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2025 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 3 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.00 pro Spiel (0 für die Heimmannschaft, 3 für die Gäste). Beide Teams trafen in 0 Spielen (0%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–0 im Jahr 2025.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
