VC Wiesbaden gewinnt 3:2 gegen Schwarz-Weiß Erfurt nach 113 Minuten. 30 Punkte von Jimena Fernández Gayoso. Tiebreak-Entscheidung mit 15:13.
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Spielzusammenfassung
VC Wiesbaden W besiegte Erfurt W 3:2. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2025 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden bezwingt Schwarz-Weiß Erfurt mit 3:2 nach Tiebreak-Drama
Wiesbaden – Der VC Wiesbaden hat am 4. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen einen glücklichen, aber nicht unverdienten 3:2-Heimsieg gegen Schwarz-Weiß Erfurt gefeiert. Vor 1.017 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit entwickelte sich eine 113-minütige Achterbahnfahrt, die die Gastgeberinnen erst im Tiebreak mit 15:13 für sich entschieden.
Satz 1 und 2: Wiesbaden legt vor, aber überzeugt nicht
Die Partie begann mit zwei engen Sätzen, die jeweils an die Hessinnen gingen. Im ersten Durchgang lag Erfurt zwischenzeitlich mit 21:20 vorn, doch Wiesbaden drehte auf und sicherte sich den Satz mit 25:22. Der zweite Satz verlief nahezu identisch: Bis zum 22:22 blieb alles offen, dann verhakte sich ein Erfurter Angriff im Block, und Wiesbaden nutzte den ersten Satzball zum erneuten 25:22.
Diagonalspielerin Jimena Fernández Gayoso war in dieser Phase die treibende Kraft beim VCW. Die Spanierin steuerte bereits nach zwei Sätzen 17 Punkte bei – am Ende sollte sie bei beeindruckenden 30 Zählern stehen.
Satz 3 und 4: Erfurt dominiert nach Belieben
Was folgte, war ein unerwarteter Einbruch der Wiesbadenerinnen. Die Gäste aus Erfurt, die zuvor auf Augenhöhe agiert hatten, ließen sich nicht verunsichern und zogen ihr schnelles Spiel unbekümmert weiter durch. Der VCW verlor zusehends den Faden: Annahme und Angriff funktionierten nicht mehr, die Fehlerquote stieg massiv an.
Der dritte Satz ging mit 18:25 verloren, der vierte gar mit 11:25. Erfurt bestimmte die Marschrichtung und ließ dem VCW keine Chance. Besonders Isabel Kovačić aufseiten der Gäste machte mit 19 Punkten auf sich aufmerksam und wurde als zweitbeste Spielerin der Partie ausgezeichnet.
„Es hat in manchen Phasen einfach nicht gepasst, da haben wir das Steuer aus der Hand gegeben. Die Erfurterinnen haben es uns nicht leicht gemacht, indem sie sehr schnell gespielt haben.“ — Laura Broekstra, Mittelblockerin VC Wiesbaden
Tiebreak: Nervenkrimi mit glücklichem Ende
Mit 13:15 Punkten stand der fünfte Satz auf dem Programm – und er hielt, was die 1.017 Zuschauer erhofft hatten. Erfurt ging früh in Führung, doch Wiesbaden kämpfte sich immer wieder heran. Beim 9:9 war die Partie völlig offen, dann zog der VCW auf 13:10 davon. Erfurt wehrte einen Matchball ab – doch der zweite saß, weil die Gäste den Aufschlag ins Netz setzten.
Trainer Tigin Yağlioğlu zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Wir haben zwei gute erste Sätze gesehen. Im dritten haben wir es schleifen lassen, was Erfurt genutzt hat. Das Wichtigste war, dass wir nach einem 11:25 in der Lage waren, den Tiebreak für uns zu entscheiden. Es war knapp, aber der Sieg war verdient.“
Statistik und Personalien
MVP des Spiels wurde VCW-Außenangreiferin Pleun van der Pijl (11 Punkte). Die silberne Medaille ging an Erfurts Diagonale Isabel Kovačić (19 Punkte).
Punktetabelle VCW: Jimena Fernández Gayoso (30), Laura Broekstra (12), Pleun van der Pijl (11), Sanne Konijnenberg (6), Dagmar Boom (6), Cayetana López Rey (5), Marlene Rieger (2), Lilly Bietau (1).
VCW-Kader: Sanne Konijnenberg (Zuspiel), Hanna Weinmann (Zuspiel), Pleun van der Pijl (Außenangriff), Cayetana López Rey (Außenangriff), Dagmar Boom (Außenangriff), Laura Broekstra (Mittelblock), Marlene Rieger (Mittelblock), Hannah Clayton (Mittelblock), Jimena Fernández Gayoso (Diagonal), Rene Sain (Libera), Lilly Bietau (Libera).
Ausblick
Der VCW beendete mit diesem Erfolg den „Pinktober“ – den Gedenkmonat für Brustkrebsvorsorge und -aufklärung – mit zwei wichtigen Punkten. Für Wiesbaden war es der zweite Saisonsieg nach einem 3:0 gegen Borken und zuvor knappen Niederlagen in Aachen (2:3) und Dresden (0:3).
Bereits am Samstag, den 1. November 2025, geht es für den VCW in der heimischen Halle gegen die Binder Blaubären TSV Flacht weiter (20:00 Uhr). Zuvor ist um 16:30 Uhr die zweite Mannschaft des VCW in der 2. Bundesliga gefordert.
Erfurt hat sich trotz der knappen Niederlage immerhin einen Punkt erkämpft und gezeigt, dass mit dem Team von Neu-Cheftrainer Pablo Sanchez in dieser Saison zu rechnen ist. Der Auftritt in den Sätzen drei und vier war eine klare Ansage an die Liga.
Rivalität seit 2018
VC Wiesbaden W vs Erfurt W Direkter Vergleich· 14
VC Wiesbaden W und Erfurt W trafen 14 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 10 Mal, Erfurt W 4 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 10 Siegen aus 14 Begegnungen an. Insgesamt fielen 54 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (33 für die Heimmannschaft, 21 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (57%). In 14 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2023.
Letzte Begegnungen
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API-Daten: 11. Juni 2026
