ETV Hamburg verliert sein historisches erstes Bundesliga-Spiel 0:3 gegen Allianz MTV Stuttgart. 1.018 Zuschauer sehen eine couragierte Vorstellung des Aufsteigers.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungHistorischer Abend in der CU Arena
Die ETV Hamburger Volksbank Volleys haben ihr erstes Bundesliga-Spiel der Vereinsgeschichte absolviert. Vor 1.018 Zuschauern in der CU Arena in Hamburg-Neugraben empfing der Aufsteiger am 11. Oktober 2025 den viermaligen deutschen Meister Allianz MTV Stuttgart – und musste sich am Ende mit 0:3 (14:25, 20:25, 17:25) geschlagen geben. Der Zuschauerrekord unterstrich die Bedeutung dieses Abends für den Hamburger Volleyball.
Stuttgart souverän, Hamburg kämpferisch
Der erste Satz begann vielversprechend für die Gastgeberinnen: Louisa Krams erzielte den ersten Bundesliga-Punkt der ETV-Geschichte, und bis zum 6:6 hielten die Hamburgerinnen auf Augenhöhe mit. Stuttgarts Coach Konstantin Bitter sah sich früh zu einer Auszeit gezwungen. Diese zeigte Wirkung: Der Meisterschaftsanwärter stabilisierte sich, spielte seine Routine aus und zog unaufhaltsam davon. Der Satz endete 14:25 aus Hamburger Sicht.
„Wir haben uns an den Plan gehalten und Stuttgart in Bedrängnis gebracht. Wir haben unser Bestes gegeben und wissen, woran wir jetzt arbeiten müssen“, sagte ETV-Spielerin Svea Frobel nach der Partie.
Satz zwei: Hamburg zeigt Moral
Im zweiten Durchgang nutzte Stuttgart seine Routine früh zur 3:7-Führung. Doch die US-Amerikanerin Hannah Ammerman – die einzige Vollprofi-Spielerin im ETV-Kader – hielt ihr Team mit wichtigen Angriffen im Spiel (5:7, 7:11). Stuttgart blieb konsequent im Side-Out, aber Hamburg kämpfte sich zurück. Beim 15:24 wehrten die Eimsbüttlerinnen gleich fünf Satzbälle ab – ein deutliches Zeichen ihres unbändigen Willens. Der Satz ging dennoch mit 20:25 an den Favoriten.
Dritter Satz: Stuttgart bringt den Sieg nach Hause
Das Team von ETV-Cheftrainer Markus Friedrich nahm die Spannung mit in den dritten Durchgang und hielt zunächst mit (4:4). Doch Stuttgart zog auf 4:10 davon. Hamburg arbeitete sich auf 8:11 heran (15:19), aber Stuttgarts Diagonalangreiferin Pauline Martin und die zur MVP gekürte Kapitänin Antonia Stautz sorgten für die nötige Stabilität. Mittelblockerin Lucia Varela verwandelte den Matchball zum 25:17 – 0:3-Endstand.
Die Schlüsselfiguren
Auf Stuttgarter Seite überzeugte die gesamte Mannschaft unter der Regie von Zuspielerin Melani Shaffmaster. Im Annahmeriegel harmonierte das Duo Eleanor Holthaus und Antonia Stautz, im Mittelblock setzten Anna Koulberg und Lucia Varela Akzente. Antonia Stautz wurde als MVP ausgezeichnet. Bei den Hamburgerinnen ging die MVP-Ehrung an Anna Hartig. Hannah Ammerman, die einzige Profi-Spielerin im Kader, zeigte vielversprechende Ansätze und sorgte immer wieder für Gefahr über Außen.
Liga im Wandel
Die Partie war zugleich der Auftakt einer historischen Saison: Erstmals umfasst die 1. Bundesliga Frauen zwölf Teams, darunter mit den Skurios Volleys Borken, den Binder Blaubären TSV Flacht und den ETV Hamburger Volksbank Volleys gleich drei Neulinge. Die Liga hatte eine Aufstockung von neun auf zwölf Teams beschlossen – der SC Potsdam zog jedoch seinen Lizenzantrag zurück, sodass elf Mannschaften übrig blieben.
Stuttgarts Marschroute
Für Allianz MTV Stuttgart war es nach dem Supercup in Dresden (4. Oktober) der zweite Pflichtspiel-Auftritt der Saison. Cheftrainer Konstantin Bitter nutzte den Spielverlauf geschickt, um seinem gesamten Kader Spielzeit zu geben – ein Luxus, den sich der Titelfavorit gegen den Aufsteiger leisten konnte. „Alle sind zum Auftakt etwas nervöser als normal. Es geht darum, schnell Rhythmus zu finden und in die Freude zu kommen“, hatte Bitter vor der Partie betont. Dieses Ziel wurde erreicht.
Ausblick
Für den ETV Hamburg folgten weitere Wochen des Lernens in der höchsten deutschen Spielklasse. Das Ziel von Coach Friedrich und seinem Team ist klar: sich Schritt für Schritt etablieren und den Grundstein für eine nachhaltige Bundesliga-Präsenz legen. Stuttgart empfing eine Woche später die Ladies in Black aus Aachen zum ersten Heimspiel der Saison in der SCHARRena.
Rivalität seit 2026
ETV Hamburg W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 1
ETV Hamburg W und Stuttgart W trafen 1 Mal aufeinander — ETV Hamburg W gewann 0 Mal, Stuttgart W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2026 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 3 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.00 pro Spiel (0 für die Heimmannschaft, 3 für die Gäste). Beide Teams trafen in 0 Spielen (0%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–0 im Jahr 2026.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
