SSC Palmberg Schwerin besiegt Schwarz-Weiß Erfurt mit 3:0 (25:21, 25:23, 25:22) am 7. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2024/25. Arbeitssieg des Rekordmeisters gegen das Schlusslicht. Generalprobe für Champions-League-Auftakt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSSC Palmberg Schwerin bezwingt Erfurt in drei knappen Sätzen – Arbeitssieg am 7. Spieltag
Der SSC Palmberg Schwerin hat seine Siegesserie in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen fortgesetzt. Der Rekordmeister besiegte am Samstagabend, den 2. November 2024, das weiterhin punktlose Schlusslicht Schwarz-Weiß Erfurt in der Palmberg Arena mit 3:0 (25:21, 25:23, 25:22) – ein Erfolg, der dem Team von Cheftrainer Felix Koslowski alles abverlangte.
„Die Volleyballerinnen vom SSC Palmberg Schwerin haben sich gegen Schwarz-Weiß Erfurt keine Blöße gegeben. Das klar favorisierte Team von Cheftrainer Felix Koslowski tat sich gegen das weiterhin punktlose Schlusslicht trotz des 3:0-Erfolges allerdings streckenweise schwer“, fasste die Deutsche Presse-Agentur die Begegnung zusammen.
Ausgangslage: Favorit gegen Außenseiter
Mit vier Siegen aus den ersten sechs Partien war der SSC Palmberg Schwerin als Tabellenführer in die Begegnung gegangen. Die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern hatte sich früh in der Saison 2024/25 als Titelkandidat etabliert und durfte nach fünf Jahren Abstinenz endlich wieder in der Champions League antreten – die Partie gegen Erfurt diente als Generalprobe für das prestigeträchtige Auftaktspiel am darauffolgenden Mittwoch bei Levallois Paris.
Schwarz-Weiß Erfurt hingegen war als Aufsteiger aus der 2. Bundesliga Pro in die Saison gestartet. Die Thüringerinnen hatten in der Vorsaison die Zweitliga-Meisterschaft gefeiert, kämpften nun aber gegen die Übermacht der etablierten Erstligisten. Vor der Partie in Schwerin stand Erfurt ohne einen einzigen Punkt da und belegte abgeschlagen den letzten Tabellenplatz – eine Position, die das Team bis zum Saisonende nicht mehr verlassen sollte.
Erster Satz: Traumstart verpufft, Erfurt kämpft sich zurück (25:21)
Schwerin erwischte einen Traumstart. Mit einer konzentrierten Aufschlagserie zog der SSC auf 6:1 davon – die Palmberg Arena war elektrisiert, die Führung schien die Vorbote eines ungefährdeten Durchgangs zu sein. Doch dann kam alles anders.
Schwarz-Weiß Erfurt zeigte Moral. Die Gäste kämpften sich Punkt für Punkt heran und drehten die Partie mit einer beeindruckenden 6:0-Serie – plötzlich führte Erfurt mit 16:15. Die Schweriner Abwehr wirkte verunsichert, die Annahme schwankte, und Erfurt nutzte jede sich bietende Gelegenheit.
Doch in der Crunchtime zeigte der Rekordmeister seine Klasse. Schwerin stabilisierte sich, fand zurück zu kontrollierten Angriffen und dominierte die Schlussphase des Satzes. Der SSC holte sich den ersten Durchgang doch noch mit 25:21 – ein psychologisch wichtiger Erfolg, auch wenn die Art und Weise zu wünschen übrig ließ.
Zweiter Satz: Erneut Aufholjagd nötig (25:23)
Die 1:0-Satzführung brachte dem SSC Palmberg Schwerin nicht die erhoffte Sicherheit. Auch im zweiten Durchgang präsentierte sich der haushohe Favorit anfällig. Schwerin geriet früh in Rückstand und lag zwischenzeitlich sogar mit 12:15 hinten. Erfurt agierte mutig, kombinierte sicher über die Mitte und forderte die Gastgeberinnen über lange Ballwechsel.
Trainer Felix Koslowski reagierte, wechselte personell durch und appellierte an die Konzentration seiner Mannschaft. Nach und nach fanden die Schwerinerinnen zurück in den Rhythmus. Die Angriffe wurden zielstrebiger, der Block stand besser, und die Feldabwehr arbeitete aufmerksamer. Am Ende lautete der Satz 25:23 – der knappste Durchgang des Abends.
Dritter Satz: Déjà-vu in der Palmberg Arena (25:22)
Der dritte Satz begann wie eine Wiederholung der vorherigen Durchgänge. Schwerin startete erneut furios und legte eine 6:1-Führung hin. Die Fans in der Palmberg Arena hofften auf einen ungefährdeten Abschluss – doch Erfurt hatte andere Pläne.
Abermals kämpften sich die Thüringerinnen zurück in den Satz. Der SSC gab den Vorsprung aus der Hand, geriet bei 16:18 sogar in Rückstand und musste um den Sieg zittern. Die Kulisse wurde unruhig, die Anspannung war in der Halle spürbar. In dieser Drucksituation zeigte sich jedoch die Abgeklärtheit des Meisteranwärters. Die Schwerinerinnen spielten ihre Erfahrung aus, erhöhten den Aufschlagdruck und bewiesen in den entscheidenden Ballwechseln die stärkeren Nerven. Mit dem ersten Matchball machte der SSC den Deckel drauf – 25:22, Endstand 3:0.
Generalprobe geglückt – der Blick geht nach Paris
„Am Ende feierte das Team mit dem fünften Sieg in der siebten Partie dennoch eine gelungene Generalprobe für die Auftaktpartie in der Champions League kommenden Mittwoch bei Levallois Paris“, hieß es in der dpa-Berichterstattung. Die Rückkehr auf die europäische Bühne war für den Traditionsverein ein besonderer Moment – nach fünf Jahren Abstinenz durfte der SSC Palmberg Schwerin endlich wieder international ran.
Coach Felix Koslowski, der den Verein 2024 nach 15 Jahren verlassen sollte, konnte mit dem fünften Saisonsieg zufrieden sein, auch wenn die gezeigten Leistungen Schwankungen aufwiesen. Die mangelnde Konstanz nach vielversprechenden Satzanfängen blieb ein Thema, das es in den kommenden Wochen zu analysieren galt. Positiv war die Moral der Mannschaft: Gleich dreimal drehte Schwerin eine vermeintlich verlorene Satzführung des Gegners noch um.
Saisonkontext: Schwerin auf Meisterschaftskurs
Der Sieg am 7. Spieltag festigte die Position des SSC Palmberg Schwerin an der Tabellenspitze. In einer Saison, die am Ende mit der deutschen Meisterschaft gekrönt werden sollte, erwies sich die Fähigkeit, auch enge Partien für sich zu entscheiden, als eine der größten Stärken des Teams. Gegen das Schlusslicht aus Erfurt war der Sieg zwar Pflicht – die Art und Weise, wie er errungen wurde, unterstrich jedoch die mentale Stärke des Kaders.
Schwarz-Weiß Erfurt zeigte an diesem Abend, dass das Team durchaus konkurrenzfähig war, auch wenn die Ergebnisse eine andere Sprache sprachen. Die Thüringerinnen blieben nach dieser Niederlage punktlos am Tabellenende. Am Ende der Spielzeit sollten ganze vier Punkte und nur ein einziger Saisonsieg zu Buche stehen – der Wiederabstieg war besiegelt.
Direkter Vergleich: Schwerins Solo
Die Begegnung am 2. November 2024 war das erste Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams in der Saison 2024/25. Der SSC Palmberg Schwerin baute mit diesem Sieg seine makellose Bilanz gegen Schwarz-Weiß Erfurt weiter aus. In der Rivalität seit 2022 gewann Schwerin alle sechs bisherigen Duelle – und das ohne einen einzigen Satzverlust. Das Satzverhältnis von 18:0 aus Schweriner Sicht unterstrich die einseitige Dominanz.
Auch die folgende Partie der beiden Teams am 11. Januar 2025 in Erfurt endete mit einem klaren 3:0 (25:22, 25:20, 25:12) für den SSC – eine Serie, die bis heute anhält.
Fazit: Pflichtaufgabe mit Nebenwirkungen
Der 3:0-Heimsieg des SSC Palmberg Schwerin gegen Schwarz-Weiß Erfurt erfüllte die Erwartungen, auch wenn der Weg dorthin holpriger war als erwartet. Der Rekordmeister zeigte in dieser Partie zwei Gesichter: dominante Phasen zu Beginn der Sätze wechselten mit Phasen der Unkonzentriertheit und Nachlässigkeit. Erfurt hingegen präsentierte sich mutig und auf Augenhöhe, kämpfte leidenschaftlich und hielt die Partie über weite Strecken offen.
Für Schwerin war es die ideale Vorbereitung auf die Champions-League-Premiere in Paris – ein Erfolgserlebnis, das Selbstvertrauen gab, aber auch die Bereiche aufzeigte, an denen noch gearbeitet werden musste. Für Erfurt war es die nächste Enttäuschung in einer Saison, die letztlich im Abstieg enden sollte.
Rivalität seit 2022
Palmberg Schwerin W vs Erfurt W Direkter Vergleich· 6
Palmberg Schwerin W und Erfurt W trafen 6 Mal aufeinander — Palmberg Schwerin W gewann 6 Mal, Erfurt W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Palmberg Schwerin W führt den Direktvergleich mit 6 Siegen aus 6 Begegnungen an. Insgesamt fielen 18 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.00 pro Spiel (18 für die Heimmannschaft, 0 für die Gäste). Beide Teams trafen in 0 Spielen (0%). In 6 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Palmberg Schwerin W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 0–3 im Jahr 2026.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026