SSC Palmberg Schwerin besiegt SC Potsdam im ersten Playoff-Halbfinale mit 3:1 und geht in der Best-of-Three-Serie mit 1:0 in Führung.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSSC Palmberg Schwerin dreht Rückstand und schlägt Potsdam im Playoff-Halbfinale
Die Palmberg Arena in Schwerin war am 3. April 2024 Schauplatz eines packenden ersten Playoff-Halbfinales zwischen dem SSC Palmberg Schwerin und dem SC Potsdam. Vor 1.861 Zuschauern setzte sich der Rekordmeister nach einer Achterbahnfahrt mit 3:1 (21:25, 25:20, 25:23, 25:18) durch und geht in der Best-of-Three-Serie mit 1:0 in Führung.
SPORT1 zeigte die Partie live – und das Versprechen eines hochklassigen Halbfinales wurde bereits in den ersten Ballwechseln eingelöst. Der Tabellenvierte aus Potsdam erwies sich als ebenbürtiger Gegner, der das Spitzenteam aus Mecklenburg-Vorpommern an den Rand einer Niederlage brachte.
Starker Auftritt der Gäste im ersten Satz
Der SC Potsdam unter der Leitung von Cheftrainer Riccardo Boieri legte einen Traumstart hin. Danielle Harbin setzte per Block das erste Ausrufezeichen zum 7:4, Rodica Buterez zog auf 9:4 davon. Mit einem Ass von Anastasia Cekulaev stellte Potsdam auf 17:14 – und kontrollierte das Geschehen. Zwar kamen die Gastgeberinnen durch die Aufschlagserie von Sina Fuchs auf 17:18 heran, doch Harbin und Co. behielten die Nerven. Nach einem Aufschlagfehler von Jazmine White sicherte sich Potsdam den ersten Durchgang mit 25:21 – ein verdienter Satzgewinn, der die Ambitionen der Brandenburgerinnen untermauerte.
Schwerin findet zurück ins Spiel
Satz zwei begann ausgeglichen. Nova Marring brachte Schwerin per Block mit 8:5 in Führung, doch Breland Morrissette glich für Potsdam zum 9:9 aus. Die Partie blieb auf Messers Schneide. Kristina Guncheva traf zum 13:12 für Potsdam, ehe Indy Baijens das 14:13 für Schwerin erzielte. In der Crunch-Phase war es Margaret Ann Wolowicz, die per Block zum 21:19 traf und den Weg für Schwerin ebnete. Boieri versuchte mit den Einwechslungen von Tara Taubner und Raquel Lazaro neue Impulse zu setzen – vergeblich. Wolowicz nutzte den ersten Satzball zum 25:20 und stellte den Satzausgleich her.
Der Wendepunkt: Satz drei wird zur Nervenschlacht
Der dritte Durchgang sollte die Entscheidung bringen. Potsdam startete furios: Suvi Kokkonen traf zum 1:0, ein Ass von Guncheva brachte das 7:3, Morrissette baute über die Mitte auf 10:4 aus. Schwerin wankte, doch es fiel keine Vorentscheidung. Baijens glich zum 12:12 aus. Antonia Stautz, inzwischen für Kokkonen im Spiel, führte Potsdam mit vier Aufschlagpunkten in Folge zu einer 16:12-Führung.
Doch Schwerin zeigte die Klasse, die den Rekordmeister auszeichnet. Der SSC kämpfte sich Punkt für Punkt zurück – 17:17, 18:18. Am Ende war es Jazmine White, die den ersten Satzball der Gastgeberinnen zum 25:23 verwandelte. Die Stimmung in der Palmberg Arena kochte: Schwerin hatte den Satz gedreht und dem SC Potsdam einen psychologischen Schlag versetzt.
Schwerin rollt zum Sieg
Der vierte Satz stand ganz im Zeichen des mentalen Rückschlags für Potsdam. Schwerin – durch die Führung beflügelt – zog mit 4:1 davon. Susan Schut baute mit einem Ass auf 7:3 aus, ehe der SSC auf 10:3 davonzog. Boieri wechselte auf allen Positionen, doch nichts half mehr gegen die nun übermächtigen Gastgeberinnen. Ein missglückter Abwehrversuch der Potsdamerinnen besiegelte das 25:18 – Schwerin feierte den 3:1-Sieg.
„Schwerin hat sich durch eine sehr gute Abwehr- und Blockleistung in das Spiel hineingekämpft. Sie haben am Ende über den Kampf gewonnen“, analysierte Potsdams Antonia Stautz nach der Partie.
Ausgangslage für Spiel zwei
Mit der 1:0-Führung im Rücken reiste der SSC Palmberg Schwerin am 6. April zur MBS Arena nach Potsdam. Für den SC Potsdam stand bereits alles auf dem Spiel: Bei einer erneuten Niederlage wäre die Saison beendet gewesen und der Verein hätte Platz drei und die Bronzemedaille akzeptieren müssen. Im Falle eines Sieges wäre alles offen geblieben für ein entscheidendes drittes Spiel in Schwerin am 10. April.
Tatsächlich sollte Potsdam das zweite Spiel für sich entscheiden – am Ende setzte sich Schwerin jedoch im entscheidenden dritten Match durch und zog ins Finale ein, wo der SSC auf Allianz MTV Stuttgart traf.
Historischer Kontext
Der SSC Palmberg Schwerin, der mit zwölf deutschen Meisterschaften seit der Wiedervereinigung Rekordmeister ist, präsentierte sich einmal mehr in den Playoffs von seiner besten Seite. Die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Felix Koslowski beendete die Haupt- und Zwischenrunde der Volleyball Bundesliga auf Rang eins und unterstrich damit ihre Favoritenrolle. Der SC Potsdam hingegen hatte sich zuvor im Viertelfinale souverän gegen den VfB 91 Suhl mit 3:0 und 3:0 durchgesetzt – ein Remis, das die Qualität des Teams von Boieri unter Beweis stellte.
Die Starting Six des SC Potsdam in dieser Partie: Rodica Buterez (Außenangriff), Danielle Harbin (Diagonal), Anastasia Cekulaev (Mittelblock), Breland Morrissette (Mittelblock), Kristina Guncheva (Zuspiel), Suvi Kokkonen (Außenangriff) und Justine Wong-Orantes (Libera). Als Most Valuable Player der Partie wurden Nova Marring (Gold) von Schwerin und Danielle Harbin (Silber) von Potsdam ausgezeichnet.
Der Sieg war der achte Erfolg für Schwerin aus insgesamt zwölf Begegnungen zwischen den beiden Teams – und der vierte in Folge seit Beginn der Rivalität im Jahr 2022.
Rivalität seit 2022
Palmberg Schwerin W vs Potsdam W Direkter Vergleich· 12
Palmberg Schwerin W und Potsdam W trafen 12 Mal aufeinander — Palmberg Schwerin W gewann 8 Mal, Potsdam W 4 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Palmberg Schwerin W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 12 Begegnungen an. Insgesamt fielen 46 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.83 pro Spiel (29 für die Heimmannschaft, 17 für die Gäste). Beide Teams trafen in 7 Spielen (58%). In 12 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Palmberg Schwerin W ist in den letzten 4 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2024.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026

