SSC Palmberg Schwerin besiegt Rote Raben Vilsbiburg im Playoff-Viertelfinale 3:1. Nach deutlichem Start setzt ein dramatischer 32:30-Satz die Akzente, Vilsbiburg kämpft sich zurück und Schwerin führt die Serie 1:0.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSchwerin startet mit Arbeitssieg in die Playoffs
Der SSC Palmberg Schwerin hat das erste Viertelfinalspiel der Volleyball-Bundesliga-Playoffs gegen die Roten Raben Vilsbiburg mit 3:1 (25:14, 32:30, 22:25, 25:22) gewonnen. Vor heimischer Kulisse in der Palmberg-Arena tat sich der haushohe Favorit jedoch deutlich schwerer als erwartet – der Tabellenachte forderte den Meisterschaftskandidaten über weite Strecken bis aufs Äußerste.
Satz 1: Schwerin dominiert nach Belieben
Der erste Satz geriet zur reinen Machtdemonstration der Schwerinerinnen. Trainer Felix Koslowski, der zugleich Bondscoach der niederländischen Nationalmannschaft ist, setzte auf eine starke niederländische Fraktion mit Elles Dambrink, Susan Schut, Nova Marring und Indy Baijens. Dazu kamen mit Anna Pogany und Jazmine White zwei Ex-Vilsbiburgerinnen sowie Zuspielerin Pia Kästner. Dieses Aufgebot ließ den Gästen aus Vilsbiburg keine Chance. Die Raben um Zuspielerin Hannah Kohn fanden überhaupt keinen Zugriff und lagen schnell mit 6:12 und 10:19 zurück. Alberto Chaparro, Trainer der Roten Raben, zog die erste Konsequenz und brachte Kim Klein Lankhorst auf der Zuspielposition. Dennoch war der Satz beim 14:25 bereits entschieden.
Satz 2: Ein Krimi für die Volleyball-Geschichtsbücher
Was sich im zweiten Durchgang abspielte, hatte mit einem gewöhnlichen Volleyballsatz wenig gemein. Vilsbiburg kämpfte sich nach einem 13:20-Rückstand Punkt für Punkt heran und glich beim 23:23 tatsächlich aus. Was folgte, war ein nervenaufreibendes Finish mit sage und schreibe fünf Satzbällen für Schwerin und zwei für Vilsbiburg. Kein Team wollte den Sack zumachen – bis der SSC seine sechste Chance beim 32:30 nutzte. Die Moral der Raben war nach diesem Durchgang jedoch gestärkt, während Schwerin erstmals Nerven zeigte.
Satz 3: Raben beißen sich zurück – Trainerduell mit Gelb
Der dritte Satz wurde zur emotionalen Achterbahn. Beim Stand von 9:11 lieferten sich die beiden Trainer ein verbales Scharmützel, das für beide mit der Gelben Karte endete. Chaparro hatte die Aktion begonnen, Koslowski setzte die Provokation an der Seitenlinie fort – und die Roten Raben nutzten die Wut als Treibstoff. Angeführt von der überragenden Pauline Martin, die am Ende auf 27 Punkte bei 49 Prozent Angriffseffizienz kam, glich Vilsbiburg bei 14:14 aus und spielte sich in einen Rausch. Über 20:17 zogen die Gäste davon und holten sich mit 25:22 den verdienten Satzgewinn. Der Außenseiter war zurück im Spiel.
Satz 4: Schwerin erzwingt den Sieg
Auch der vierte Abschnitt blieb bis zum Ende offen. Vilsbiburg, nun mit der eingewechselten Kim Klein Lankhorst im Aufbau, agierte weiter auf Augenhöhe. Vor allem das Duo Klein Lankhorst/Pauline Martin bereitete dem Favoriten immer wieder Probleme. Bei 8:7, 15:16 und 22:22 – die Gäste blieben dran. Doch Schwerin behielt in der Crunchtime die Nerven und setzte sich am Ende knapp mit 25:22 durch. Der 3:1-Endstand war aus Raben-Sicht schmeichelhaft eng, aus Schweriner Sicht letztlich verdient.
Die Player of the Match
Auf Seiten der Roten Raben ragte Pauline Martin heraus. Die Diagonalangreiferin erzielte 27 Punkte und war in der Offensive nicht zu stoppen. Die eingewechselte Kim Klein Lankhorst verlieh dem Spiel der Gäste nach anfänglichen Schwierigkeiten die nötige Stabilität. Bei Schwerin überzeugte Zuspielerin Pia Kästner mit kluger Spielverteilung, während Elles Dambrink und Nova Marring in den entscheidenden Phasen ihre Klasse zeigten.
Playoff-Stand und Ausblick
In der Best-of-three-Serie führt Schwerin damit mit 1:0. Das zweite Viertelfinalspiel findet am Mittwoch, den 27. März 2024 um 19:00 Uhr in der Ballsporthalle Vilsbiburg statt. Die Roten Raben haben mit ihrem couragierten Auftritt bewiesen, dass sie dem Titelfavoriten durchaus gefährlich werden können. Schwerin dagegen weiß, dass eine Leistungssteigerung nötig sein wird, um die Serie vorzeitig zu beenden.
Rivalität seit 2022
Palmberg Schwerin W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 6
Palmberg Schwerin W und Vilsbiburg W trafen 6 Mal aufeinander — Palmberg Schwerin W gewann 5 Mal, Vilsbiburg W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Palmberg Schwerin W führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 6 Begegnungen an. Insgesamt fielen 19 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.17 pro Spiel (15 für die Heimmannschaft, 4 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (17%). In 6 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2024.
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API-Daten: 11. Juni 2026