Aachen gewinnt 3:2 nach Tiebreak-Drama in Vilsbiburg. Nach 5:9-Rückstand im fünften Satz drehen die Ladies in Black das Spiel und feiern den vierten Saisonsieg.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVilsbiburg startet furios, Aachen schockt zurück
Die Roten Raben erwischten einen Traumstart. Vor heimischem Publikum bestimmten sie den ersten Satz nach Belieben, ließen den Gästen aus Aachen kaum Luft zum Atmen und deklassierten sie mit 25:13. Ein perfekter Mittelblock und eine nahezu fehlerfreie Angriffsquote sorgten für die frühe Führung – es sah nach einem klaren Heimspiel aus.
Doch Aachen zeigte im zweiten Satz ein komplett anderes Gesicht. Die Mannschaft von Cheftrainerin Mareike Hindriksen, die vor der Partie mit acht Punkten aus 13 Spielen auf dem vorletzten Platz rangierte, fand nun deutlich besser ins Spiel. Vor allem im Angriff wurde Aachen gefährlicher, erspielte sich früh eine Führung und ließ diese nicht mehr aus der Hand. Satzball beim Stand von 24:19 – und Nicole van de Vosse sorgte mit einem platzierten Angriff für den Ausgleich (18:25).
Raben kontern, aber Aachen bleibt dran
Satz drei bot wieder ein ähnliches Bild wie der Auftaktdurchgang. Vilsbiburg, angeführt von der überragenden Diagonalangreiferin Pauline Martin (24 Punkte, 23 aus 58 Angriffen), setzte sich früh ab und brachte den Durchgang mit 25:20 ins Ziel. Damit war Vilsbiburg wieder in Führung und nur noch ein Satz vom Sieg entfernt.
Doch Aachen steckte nicht auf. Im vierten Satz war es erneut van de Vosse (17 Punkte, 14 aus 37 Angriffen), die ihre Mannschaft trug. Die Niederländerin, die für Aachen die meisten Punkte erzielte, zeigte sich auch in den entscheidenden Phasen abgebrüht. Gemeinsam mit Celine van Gestel (12 Punkte) und Wiebke Silge (12 Punkte) hielten die Gäste das Spiel offen und zwangen Vilsbiburg mit 25:21 in den Tiebreak.
Tiebreak-Drama mit Happy End für Aachen
Der fünfte Satz entwickelte sich zum Nervenkrimi. Aachen legte stark los und führte früh mit 5:2 – doch Vilsbiburg kämpfte sich zurück. Mit einer starken Serie, angeführt von Pauline Martin, drehten die Roten Raben den Durchgang und gingen mit 9:5 in Führung. Die Halle tobte, der Sieg schien für die Hausherrinnen zum Greifen nah.
Doch Aachen behielt die Nerven. Punkt für Punkt arbeiteten sich die Ladies in Black heran. Beim Stand von 13:13 wurde Yeisy Soto geblockt – der Matchball für die Gäste. Und den ließ sich Aachen nicht mehr nehmen: 13:15, der vierte Saisonsieg war perfekt.
Bedeutung für die Tabelle
Für Aachen war es ein ganz wichtiger Dreier im Kampf um eine gute Ausgangslage für die Zwischenrunde. Mit nun elf Punkten aus 14 Spielen kletterten die Ladies in Black in der Tabelle und verschafften sich etwas Luft nach unten. Vilsbiburg hingegen verpasste es, sich mit einem Heimsieg weiter nach oben zu orientieren und bleibt mit 14 Punkten im Mittelfeld.
Die Gäste aus Aachen hatten zuletzt mit einem Überraschungserfolg gegen den Pokalfinalisten SC Potsdam für Aufsehen gesorgt – und bestätigten diese Form nun eindrucksvoll. Vilsbiburg musste derweil ohne die verletzte Außenangreiferin Anna Spanou auskommen, die sich im Spiel zuvor gegen den Dresdner SC einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und für mindestens sechs Monate ausfällt.
Die Spielerinnen des Spiels
Pauline Martin (Vilsbiburg): Die Diagonalangreiferin war mit 24 Punkten die überragende Scorerin der Partie. Ihr Angriffsspiel war über weite Strecken nicht zu verteidigen.
Nicole van de Vosse (Aachen): Die Außenangreiferin aus den Niederlanden war mit 17 Punkten die wertvollste Spielerin der Gäste. In den entscheidenden Phasen des Tiebreaks behielt sie die Nerven und traf die richtigen Entscheidungen.
Wiebke Silge (Aachen): Die Mittelblockerin steuerte 12 Punkte bei und war mit zwei Blockpunkten und zwei Assen eine wichtige Stütze im Aufschlag- und Blockspiel der Gäste.
Rivalität seit 2010
Vilsbiburg W vs Aachen W Direkter Vergleich· 32
Vilsbiburg W und Aachen W trafen 32 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 20 Mal, Aachen W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 20 Siegen aus 32 Begegnungen an. Insgesamt fielen 125 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.91 pro Spiel (73 für die Heimmannschaft, 52 für die Gäste). Beide Teams trafen in 20 Spielen (63%). In 32 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
