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4. Januar 2024 um 19:00
Heim

Neuwied W

03
Auswärts

Aachen W

AI

Ladies in Black Aachen besiegen VC Neuwied 77 mit 3:0 (25:20, 25:19, 25:14) in der 1. Bundesliga Frauen 2023/24. Neuwied bleibt im sechsten Duell ohne Satzgewinn.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Ladies in Black Aachen feiern klaren 3:0-Auswärtssieg in Neuwied

Satz eins hält Hoffnung kurz — dann dominiert Aachen

Neuwied – Die Ladies in Black Aachen haben ihre weiße Weste gegen den VC Neuwied 77 gewahrt und das erste Pflichtspiel des Jahres 2024 mit 3:0 (25:20, 25:19, 25:14) gewonnen. Vor rund 250 Zuschauern in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums blieb der Tabellenvorletzte auch im sechsten Aufeinandertreffen mit den Aachenerinnen ohne Satzgewinn — die Bilanz lautet mittlerweile 0:6 aus Neuwieder Sicht.

Die Partie war der Auftakt zu einer ereignisreichen Woche für die Deichstadtvolleys: Nur wenige Tage später gab der Verein bekannt, dass der Rückzug aus der 1. Bundesliga zum Saisonende beschlossene Sache sei. Die Atmosphäre in der Halle trug bereits einen Hauch von Abschied, verletzte Stammspielerinnen wie Lydia Stemmler und Elisabeth Kettenbach fieberten von der Seitenlinie mit.

Erster Satz: Neuwied zeigt Moral

Besonders der Auftaktdurchgang ließ bei den Gastgeberinnen Hoffnung aufkeimen. Nach einem frühen 1:6-Rückstand kämpften sich die Neuwiederinnen Punkt um Punkt heran. Anna Hartig avancierte zur tragenden Figur im Angriff und wurde von Aachens Trainerin Maraike Hindriksen nach Spielschluss zur wertvollsten Neuwieder Spielerin gewählt.

Beim 14:14 schien die Wende geschafft, und als die Gastgeberinnen sogar mit 19:17 in Führung gingen, lag ein Satzgewinn in der Luft. Doch dann schlug die Stunde der Aachener Routine: Zwei knappe Lobs der Neuwiederinnen landeten im Aus, Klara Singles Angriff blieb an der Netzkante hängen, Laura Broekstra traf ebenfalls das Aus. Aachen zog auf 21:19 davon und gab den Satz nicht mehr aus der Hand — 25:20.

„Die Mädels wollten unbedingt gewinnen. Wenn die Dinger alle reingehen, dann sprächen wir jetzt davon, wie mutig sie sind und wie abgezockt sie gespielt haben. Jetzt reden wir über missglückte Angriffe…“

— Tigin Yağlioğlu, Trainer VC Neuwied 77

Zweiter Satz: Aachen setzt sich durch

Im zweiten Durchgang hielten die Gastgeberinnen bis zum 6:6 mit, ehe die Ladies in Black das Tempo erhöhten. Aachen variierte geschickt zwischen schnellen Angriffen über die Mitte und Druck von den Außenpositionen. Neuwied kämpfte zwar bis zum Ende, konnte den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Beim 19:25 war auch der zweite Satz verloren.

Dritter Satz: Die Entscheidung

Der dritte Satz begann ausgeglichen — beim 9:9 lag erneut ein offener Schlagabtausch in der Luft. Doch mit zunehmender Spieldauer ließ die Konzentration bei den Deichstadtvolleys nach. Zu viele riskante Aufschläge landeten im Aus, bei Carla Fuchs ließ die Präzision der Pässe nach. Aachen nutzte die Fehlerquote eiskalt aus und zog auf und davon. Am Ende hieß es 14:25 aus Neuwieder Sicht — der deutlichste Satzrückstand des Abends.

Tabellarischer Hintergrund

Die 1. Bundesliga Frauen 2023/24 war bereits nach der Hauptrunde vorgeprägt durch die Übermacht von Spitzenteams wie Allianz MTV Stuttgart und SSC Palmberg Schwerin. Für den VC Neuwied 77 war die Saison von Anfang an ein Abstiegskampf. Das Team aus dem rheinland-pfälzischen Neuwied hatte bis zu diesem Zeitpunkt der Saison noch kein einziges Spiel gewonnen und rangierte mit 0 Siegen aus 14 Partien abgeschlagen am Tabellenende.

Die Ladies in Black Aachen befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Mittelfeld der Tabelle und kämpften um den Einzug in die stärkere Zwischenrundengruppe. Mit 12 Zählern aus 13 Spielen und einer positiven Entwicklung unter der erfahrenen Cheftrainerin Hindriksen blieb das Team auf Kurs.

Personalnot in Neuwied

Die Verletzungsmisere des VC Neuwied 77 war ein zentrales Thema der Saison. Bereits im letzten Spiel des Jahres 2023 beim VfB Suhl (0:3) musste Trainer Yağlioğlu nur acht Spielerinnen aufbieten. Auch gegen Aachen fehlten mit Stemmler, Kettenbach und Hilkka Hujanen gleich drei Stammkräfte. Um den Kader aufzufüllen, griff der Verein auf Leihspielerinnen zurück: Maike Thielmann und Miriam Sevenich aus dem Regionalligakader sowie die 17-jährige Finja Kurtz vom Nord-Zweitligisten BSV Ostbevern kamen zu Kurzeinsätzen.

Laura Berger ersetzte Maya Sendner in der Startformation — eine von mehreren Umstellungen, die der angespannten Personalsituation geschuldet waren.

Ausblick

Für den VC Neuwied 77 ging es bereits am darauffolgenden Samstag mit dem vorletzten Heimspiel gegen den SC Potsdam weiter — ein weiterer dicker Brocken für das Schlusslicht. Die Ladies in Black Aachen hingegen bestätigten mit dem souveränen Auftritt in Neuwied ihre Ambitionen auf die obere Tabellenhälfte und die Qualifikation für die Meisterrunde.

Die Rivalität zwischen beiden Teams bleibt einseitig: In fünf Pflichtspielbegegnungen seit 2021 gelang Aachen stets ein 3:0-Erfolg. Die Torfolge von 15:0 aus Neuwieder Sicht spricht eine deutliche Sprache.

Rivalität seit 2021

Neuwied W vs Aachen W Direkter Vergleich· 5

Neuwied W und Aachen W trafen 5 Mal aufeinander — Neuwied W gewann 0 Mal, Aachen W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2021 zurück. Aachen W führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 15 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.00 pro Spiel (0 für die Heimmannschaft, 15 für die Gäste). Beide Teams trafen in 0 Spielen (0%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Aachen W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–0 im Jahr 2023.

Neuwied W
0
Siege
Unentschieden
0
·
5
Siege
Tore gesamt
15 · 3.0/Spiel
Beide getroffen
0/5 · 0%
Über 2,5
5/5 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026