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1 Bundesliga WomenSaison 2022

Vilsbiburg W vs Stuttgart W

14. April 2023 um 19:00
Heim

Vilsbiburg W

03
Auswärts

Stuttgart W

AI

Die Roten Raben Vilsbiburg sind im Playoff-Viertelfinale gegen Allianz MTV Stuttgart ausgeschieden. Der Außenseiter verlor auch das zweite Spiel mit 0:3 (23:25, 13:25, 26:28) und wurde mit Applaus verabschiedet.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Viertelfinal-Aus nach großem Kampf: Rote Raben verlieren auch zweites Playoff-Spiel gegen Stuttgart

Die Roten Raben Vilsbiburg sind im Playoff-Viertelfinale der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen ausgeschieden. Der Tabellenachte der Hauptrunde unterlag dem souveränen Hauptrundensieger Allianz MTV Stuttgart auch im zweiten Spiel der Best-of-three-Serie mit 0:3 (23:25, 13:25, 26:28) und verabschiedete sich damit vor 1.014 Zuschauern in der Ballsporthalle mit einer kämpferisch starken Vorstellung aus den Playoffs.

Starker Start der Raben – Stuttgart dreht Satz eins

Im Vergleich zum ersten Viertelfinale in der Stuttgarter SCHARRena, das Stuttgart ebenfalls mit 3:0 gewonnen hatte, nahm Vilsbiburgs Cheftrainer Florian Völker zwei Änderungen in der Startformation vor. Dayana Segovia kehrte auf die Diagonalposition zurück, Lindsay Flory übernahm das Zuspiel. Zusammen mit Suvi Kokkonen und Channon Thompson im Außenangriff, Yeisy Soto und Britte Stuut im Mittelblock sowie Libera Kirsten Knip bot der Außenseiter dem Meister über weite Strecken Paroli.

Die Raben starteten furchtlos in die Partie. Vor heimischem Publikum führten sie früh mit 4:2 und hielten das Spiel beim Stand von 13:15 offen. Als Stuttgart auf 21:16 davonzog, schien der Satz schon entschieden – doch Vilsbiburg kämpfte sich Punkt für Punkt heran und glich tatsächlich zum 21:21 aus. Die Halle bebte, und als die Gastgeberinnen mit 23:22 in Führung gingen, waren die Sensation in greifbarer Nähe. Am Ende aber bewies der Favorit die größere Abgeklärtheit und holte sich den Durchgang mit 25:23 – eine erste Vorentscheidung.

Stuttgarter Dominanz im zweiten Satz

Der zweite Satz stand ganz im Zeichen des Titelverteidigers. Stuttgart, angeführt von der überragenden US-Amerikanerin Krystal Rivers, ließ von Beginn an keine Zweifel aufkommen. Mit druckvollen Aufschlägen und einer kompakten Blockarbeit setzte sich der Tabellenführer früh auf 5:1 und später auf 15:7 ab. Vilsbiburg nahm beide Auszeiten, fand aber kaum Mittel gegen die Übermacht des Gegners. Mit 25:13 ging der Durchgang deutlich an Stuttgart – die bislang höchste Niederlage der Raben in einem Playoff-Satz.

Krimi im dritten Satz – Vilsbiburg verpasst den Satzgewinn

Im dritten Durchgang zeigten die Roten Raben noch einmal ihre ganze Moral. Anders als im zweiten Satz hielten sie von Beginn an mit, gingen beim Seitenwechsel mit 8:6 in Führung und lagen bei 13:13 weiter auf Augenhöhe. Doch erneut war es eine Aufschlagserie der Stuttgarter – diesmal von Luisa Keller – die dem Favoriten ein komfortables 18:13 bescherte.

Doch Vilsbiburg gab sich nicht auf. Mit beeindruckendem Kampfgeist arbeitete sich das Team zurück, überbrückte den Rückstand und erzwang beim Stand von 21:21 erneut den Ausgleich. Die Ballsporthalle tobte, als die Raben sogar einen Satzball zum 24:23 herauspielten. Stuttgart rettete sich in die Verlängerung, wehrte zwei weitere Satzbälle ab und entschied die Partie schließlich mit 28:26 für sich.

Fazit: Ein würdiger Abschied

„Die Art und Weise, wie wir uns heute präsentiert haben, war stark“, resümierte Florian Völker nach der Partie. „Wir haben Stuttgart in zwei Sätzen alles abverlangt, aber am Ende fehlt uns schlicht die Erfahrung und die individuelle Klasse, um solche engen Sätze gegen den Meister zu gewinnen.“

MVP bei den Roten Raben wurde Libera Kirsten Knip, die mit zahlreichen glänzenden Abwehraktionen für Aufsehen sorgte und ihre Mannschaft immer wieder im Spiel hielt. Auf Stuttgarter Seite war Krystal Rivers einmal mehr die herausragende Angreiferin.

Trotz des Ausscheidens wurden die Roten Raben von ihren Fans mit lang anhaltendem Applaus verabschiedet – eine Anerkennung für eine Saison, in der der Achte der Hauptrunde dem übermächtigen Hauptrundensieger in zwei Playoff-Spielen mehr abverlangte, als es das nackte Ergebnis von 0:3 und 0:6-Sätzen vermuten lässt.

Die Playoff-Serie im Überblick

Spiel Datum Ergebnis Ort
Spiel 1 08.04.2023 Stuttgart – Vilsbiburg 3:0 (25:17, 25:15, 25:21) SCHARRena Stuttgart
Spiel 2 14.04.2023 Vilsbiburg – Stuttgart 0:3 (23:25, 13:25, 26:28) Ballsporthalle Vilsbiburg

Allianz MTV Stuttgart zog damit souverän ins Halbfinale ein, während für die Roten Raben Vilsbiburg die Saison 2022/23 endete. Der Hauptrundensieger und spätere Meister aus Stuttgart setzte seine beeindruckende Serie von inzwischen 23 ungeschlagenen Partien gegen Vilsbiburg fort.

Rivalität seit 2009

Vilsbiburg W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 38

Vilsbiburg W und Stuttgart W trafen 38 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 11 Mal, Stuttgart W 27 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 27 Siegen aus 38 Begegnungen an. Insgesamt fielen 132 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.47 pro Spiel (44 für die Heimmannschaft, 88 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (39%). In 38 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 23 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2020.

Vilsbiburg W
11
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
132 · 3.5/Spiel
Beide getroffen
15/38 · 39%
Über 2,5
38/38 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026