USC Münster feiert spektakulären 3:2-Heimsieg gegen VC Wiesbaden nach 0:2-Satzrückstand. Scholten mit 26 Punkten zur MVP gekürt.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungUSC Münster feiert Comeback-Sieg gegen VC Wiesbaden
Der USC Münster hat am 18. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen einen spektakulären 3:2-Heimsieg (20:25, 13:25, 25:22, 25:20, 15:11) gegen den VC Wiesbaden gefeiert. Vor rund 1.400 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel drehten die Münsteranerinnen einen 0:2-Satzrückstand und sicherten sich nach 125 Minuten einen wichtigen Sieg im Playoffrennen.
Satz 1: Wiesbaden startet dominant
Die Gäste aus Wiesbaden erwischten den besseren Start und setzten ihre Spielanlage von Beginn an konsequent um. Mit einer starken Block-Feldabwehr hatten sie sich insbesondere auf USC-Topscorerin Iris Scholten eingestellt. Münster produzierte hingegen eine Reihe von Eigenfehlern, von denen die Gäste profitierten. Der VCW begann in seiner eingespielten Formation: Natalia Gajewska (Zuspiel), Rachel Anderson und Nina Herelova (Mittelblock), Jodie Guilliams und Tanja Grosser (Außenangriff) sowie Lena Grosse Scharmann (Diagonal). Libera war Rene Sain. Wiesbaden gewann den ersten Satz verdient mit 25:20.
Satz 2: Münster bricht ein
Im zweiten Durchgang steigerten sich die Gäste noch einmal. Die Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff funktionierte beim USC nicht wie gewohnt. Wiesbaden dominierte nach Belieben und ließ Münster beim 25:13 keine Chance. Nach diesem deutlichen Satzverlust schien die Partie bereits entschieden.
Satz 3: Die Wende
Angespornt von den energiegeladenen Fans kämpften sich die Münsteranerinnen zurück ins Spiel. Iris Scholten — am Ende mit 26 Punkten zur MVP gekürt — sowie Schlegel (13 Punkte) und die eingewechselte Elena Kömmling (12 Punkte) stellten die Wiesbadener Defensive vor große Herausforderungen. Luisa van Clewe (12 Punkte) im Mittelblock und Libera Zoe Fleck sicherten hinten herausragend ab. Der USC gewann Satz drei mit 25:22.
Satz 4: Münster hält den Druck
Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen hielt Münster auch im vierten Durchgang den Druck aufrecht. Die Annahme stand sicherer, der Block griff besser und im Angriff fanden die Münsteranerinnen immer wieder die Lücken. Wiesbaden verlor zunehmend die Entschlossenheit, die Konzentration ließ nach. Der USC zog auf 25:20 davon und erzwang den Tiebreak.
Tiebreak: Nervenkrimi
Der fünfte Satz war eine Denkaufgabe für beide Teams. Mit dem Schwung des Ausgleichs und den eigenen Fans im Rücken ließen sich die Münsteranerinnen die Führung nach offenem Beginn (8:7 zur Seitenwahl) nicht mehr nehmen. Am Ende behielt Münster mit 15:11 die Oberhand. „Wir haben uns nach den ersten beiden klaren Sätzen dagegen gewehrt, hier heute abgeschossen zu werden. Diese Jetzt-erst-recht-Mentalität haben wir dann bis zum Ende auf das Feld gebracht“, sagte USC-Cheftrainerin Lisa Thomsen nach dem Spiel.
Dramatik pur
Die Partie hatte für reichlich Unterhaltung gesorgt. Es gab spannende Ballwechsel, eine Aufholjagd, strittige Schiedsrichterentscheidungen, Gelbe Karten für Münsters Co-Trainer Matthias Pack und VCW-Kapitänin Jodie Guilliams sowie die Rote Karte für USC-Cheftrainerin Lisa Thomsen. „Wir können gar nicht in Worte fassen, wie unfassbar wichtig dieser Sieg war“, sagte Thomsen. „Dieses Spiel ist für unser Selbstbewusstsein Gold wert und auch in der Tabelle können wir die Punkte sehr gut gebrauchen.“
Benedikt Frank, Trainer des VC Wiesbaden, zeigte sich enttäuscht: „Wir haben den Leuten einen tollen Event geboten. Aber ich kann nicht verhehlen, dass ich heute sehr enttäuscht bin. Der erste Satz war gut von uns, aber den hätten wir nicht weggeben dürfen.“
Tabellenauswirkungen
Durch den Sieg zog der USC Münster mit dem VC Wiesbaden in der Tabelle gleich (beide 22 Punkte) und schob sich aufgrund des besseren Satzverhältnisses auf Rang sechs. Der VCW rutschte auf Platz sieben zurück und vergab die Chance, an den Ladies in Black Aachen (23 Punkte, Platz fünf) vorbeizuziehen. Die Münsteranerinnen machten mit diesem Kraftakt einen wichtigen Schritt im Playoffrennen.
Die MVP-Medaillen gingen an Iris Scholten (USC, Gold) und VCW-Mittelblockerin Rachel Anderson (Silber).
Video-Highlights: Der offizielle Kanal der Volleyball Bundesliga zeigt die Zusammenfassung dieser packenden Begegnung.
Rivalität seit 2010
Munster W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 37
Munster W und VC Wiesbaden W trafen 37 Mal aufeinander — Munster W gewann 15 Mal, VC Wiesbaden W 22 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 22 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 155 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.19 pro Spiel (71 für die Heimmannschaft, 84 für die Gäste). Beide Teams trafen in 28 Spielen (76%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
