Menu
25. Februar 2023 um 18:00
03
Auswärts

Suhl W

AI

Suhl W besiegt Erfurt W im Thüringen-Derby der 1. Bundesliga Frauen Saison 2022/23 glatt mit 3:0 (25:19, 25:21, 25:19). Erfurt startet stark, doch Suhl dreht auf und bleibt im Direktvergleich ungeschlagen.

Match-Videos

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Erfurt W vs Suhl W 0:3 – Suhl dominiert das Thüringen-Derby

Schwarz-Weiß Erfurt hat auch das zweite Saisonduell mit dem VfB Suhl verloren. Am 20. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen Saison 2022/2023 setzte sich der VfB Suhl LOTTO Thüringen am 25. Februar 2023 in der Erfurter Riethsporthalle klar mit 3:0 (25:19, 25:21, 25:19) durch.

Ausgangslage: Zwei Teams in unterschiedlichen Sphären

Die Tabellenkonstellation vor dem Anpfiff ließ wenig Raum für Überraschungen. Suhl ging als Tabellensechster (9 Siege, 11 Niederlagen) in die Partie, während Erfurt mit gerade einmal drei Saisonsiegen auf dem vorletzten Platz (Rang 10) feststeckte. Die Formkurve sprach ebenfalls für die Gäste: Suhl kam mit fünf Siegen in Folge aus den vorangegangenen Partien, Erfurt hingegen mit vier Niederlagen am Stück.

Der direkte Vergleich untermauerte die Rollenverteilung zusätzlich. Von 13 vorherigen Aufeinandertreffen hatte Suhl elf gewonnen, Erfurt nur eines – und die Thüringerinnen waren in den letzten zwölf Duellen ungeschlagen geblieben.

Erster Satz: Erfurt startet stark, Suhl kontert eiskalt

Die Hausherrinnen erwischten einen vielversprechenden Start. Mit einer aggressiven Aufschlagserie und einem gut funktionierenden Block legte Erfurt einen 9:1-Vorsprung hin und ließ die heimischen Fans von einer Überraschung träumen. Die Mittelblockerin von Erfurt setzte mit einem schönen Kopfballangriff den frühen Höhepunkt. Doch Suhl zeigte sich unbeeindruckt.

„Achen war einfach super stark“, lautete der Kommentar aus der Übertragung – und tatsächlich drehte der VfB Suhl nach und nach auf. Über starke Aufschläge und eine stabiler werdende Annahme kämpfte sich Suhl Punkt für Punkt heran. Laura Berger, die nach dem Ausfall von Dybia Stemmler in die Partie gekommen war, erwies sich als Verstärkung. Mit wuchtigen Diagonalschlägen und einem sehenswerten Einbeiner brachte sie ihr Team zurück ins Spiel. Am Ende drehte Suhl den Satr komplett und gewann ihn mit 25:19. Trainer Laszlo Hollosy zeigte sich trotz des Satzgewinns nicht zufrieden – ein Zeichen für die Ambitionen seines Teams.

Zweiter Satz: Enge Kiste bis zum Finish

Der zweite Durchgang gestaltete sich ausgeglichener. Erfurt blieb diesmal von Beginn an auf Tuchfühlung. Die Annahme der Gastgeberinnen stand deutlich besser als im ersten Satz, und der Angriff über die Diagonalposition sorgte immer wieder für Druck. Ein langer Ballwechsel, der mit einem clever getippten Ball der Erfurterinnen endete, brachte die Halle zum Kochen. Doch Suhl bewies einmal mehr seine Abgeklärtheit.

„Erfurt spielt saustark“, hieß es in der Live-Übertragung – und tatsächlich gelang es den Gastgeberinnen, den Satz bis zum 19:18 offen zu gestalten. Doch dann folgte der Bruch: Suhls Angriffsspiel um die überragende Branduska – die immer wieder mit Brachialangriffen für Gefahr sorgte – sowie die Aufschläge von Lena Linke brachten Erfurt zunehmend in Bedrängnis. Am Ende stand ein 25:21 für Suhl, das die Thüringer Vorentscheidung bedeutete.

Dritter Satz: Suhl zieht davon

Im dritten Satz war der Widerstand der Erfurterinnen endgültig gebrochen. Suhl startete furios und zog schnell auf 14:10 davon. Ein Overpass in der Erfurter Annahme brachte die Gäste zusätzlich in Vorteil. Rosa (Rezepova) und Berger setzten die Erfurter Abwehr immer wieder unter Druck. Ein klassischer Branduska-Kracher in die Linie ließ der Heimabwehr keine Chance – Erfurt nahm eine Auszeit.

Doch auch diese verpuffte wirkungslos: Branduska schmetterte einen weiteren Diagonalschlag unhaltbar ins Feld, und mit 25:15 endete der dritte Satz äußerst deutlich. Suhl feierte den dritten ungefährdeten Satzgewinn und machte den Auswärtssieg perfekt.

Schlüsselfiguren und Fazit

Auf Seiten von Suhl ragten Laura Berger und die überragende Branduska heraus, die mit ihren kraftvollen Angriffen immer wieder den Unterschied ausmachten. Die Abwehr um Sambale arbeitete zudem auf hohem Niveau. Bei Erfurt zeigte Kovaic einige glänzende Aktionen im Angriff, doch die Abstimmung zwischen Annahme und Zuspiel ließ in den entscheidenden Phasen nach.

Mit diesem Sieg untermauerte Suhl seine Ambitionen auf die Playoff-Teilnahme (Endplatz Rang 6) und schob sich in der Tabelle weiter nach vorne. Erfurt hingegen blieb auf dem 10. Platz und verpasste die Qualifikation für die Meisterschafts-Playoffs.

Stimmen zum Spiel: „Erfurt hat gerade im ersten Satz gezeigt, dass sie mithalten können. Am Ende war die individuelle Klasse bei Suhl dann doch zu hoch“, analysierte ein Kommentator nach der Partie.

Spielverlauf auf einen Blick

Satz Erfurt W Suhl W
1 19 25
2 21 25
3 19 25
Ende 0 3

Rivalität seit 2018

Erfurt W vs Suhl W Direkter Vergleich· 13

Erfurt W und Suhl W trafen 13 Mal aufeinander — Erfurt W gewann 1 Mal, Suhl W 11 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 11 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 47 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.62 pro Spiel (12 für die Heimmannschaft, 35 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (46%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 12 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.

1
Siege
Unentschieden
1
·
11
Siege
Tore gesamt
47 · 3.6/Spiel
Beide getroffen
6/13 · 46%
Über 2,5
13/13 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026