VC Neuwied 77 verliert gegen den Dresdner SC mit 1:3 (25:16, 17:25, 14:25, 19:25) – trotz Traumstart reicht die Kraft nicht für eine Überraschung.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungDresdner SC setzt sich nach furiosem Neuwieder Start durch
Der VC Neuwied 77 (Deichstadtvolleys) hat dem Dresdner SC am 28. Januar 2023 in der Sporthalle Rhein-Wied Gymnasium einen harten Kampf geliefert, musste sich am Ende aber mit 1:3 (25:16, 17:25, 14:25, 19:25) geschlagen geben. Vor rund 300 begeisterten Zuschauern, darunter Bürgermeister Peter Jung, zeigte der Tabellenvorletzte phasenweise starke Volleyball-Kunst, konnte die Klasse des Fünften der 1. Volleyball Bundesliga Frauen jedoch nicht über die gesamte Spieldauer kontern.
Traumstart für die Deichstadtvolleys
Trainer Tigin Yağlıoğlu vertraute in der Startformation auf Sina Fuchs und Sina Stöckmann auf den Außenpositionen, Yasmine Madsen auf der Diagonalen sowie Laura Broekstra und Laura Berger im Mittelblock. Geburtstagskind Elisabeth Kettenbach dirigierte als Zuspielerin das Spiel.
Der erste Satz geriet zu einer Machtdemonstration der Gastgeberinnen. Laura Berger setzte mit einer langen Aufschlagserie die gegnerische Annahme massiv unter Druck, Abwehr und Ballannahme funktionierten reibungslos. Die Angreiferinnen kamen zu spektakulären Punktgewinnen, und Laura Broekstra glänzte im Blockspiel. Selbst die körperlich unterlegene Lisi Kettenbach gewann ihre Luftkämpfe: „Wenn man gegen mich drückt, habe ich noch immer gewonnen“, sagte sie später schmunzelnd. Am Ende stand ein deutliches 25:16 auf der Anzeigetafel.
„Wir haben im ersten Satz auf einem sehr hohen Niveau gespielt. Bevor sich Dresden an uns gewöhnen konnte, hatten wir das Momentum genutzt – nicht, weil Dresden nichts gelungen ist, sondern weil wir unsere Sache gut gemacht haben“, analysierte Yağlıoğlu.
Dresdens Reaktion und die Wende
Dresdens Trainer reagierte zur Mitte des zweiten Satzes und brachte die erfahrene Außenangreiferin Pallag sowie Zuspielerin Straube – eine Umstellung, die bis zum Spielende Bestand hatte. Mit zunehmender Gewöhnung an die beengten Neuwieder Hallenverhältnisse setzte sich die Routine des DSC durch. Der Aufschlagdruck, insbesondere durch Jennifer Janiska und MVP Kayla Haneline, wuchs spürbar. Neuwieds Spiel wurde ungenauer, und nach einem ausgeglichenen Beginn (6:6) setzte sich Dresden unaufhaltsam ab – 17:25, Satzausgleich.
Auch der dritte Durchgang begann vielversprechend, doch dann häuften sich Missverständnisse im Neuwieder Spiel. Yağlıoğlu zog die Notbremse und wechselte fünf Positionen auf einmal durch, um seiner Startformation eine mentale Pause zu verschaffen. Der Satz ging deutlich mit 14:25 verloren.
Kampf um den Tiebreak – vergebens
Geschlagen gegeben hatte sich Neuwied jedoch noch nicht. Der vierte Satz wurde zum Kampf um den Tiebreak. Dresden machte weiter Druck mit den Aufschlägen, doch Neuwied knüpfte an die Leistung des ersten Durchgangs an und hielt bis zum 19:19 mit.
„Wir haben noch einmal eine Reaktion auf die zwei Sätze zuvor gezeigt, als Dresden uns mit dem Aufschlag herausgeschossen hatte. Wenn wir den Ball im Spiel hielten, waren wir sehr unangenehm und haben unsere Punkte gemacht“, so Yağlıoğlu.
In der Crunchtime setzte sich jedoch der Klassenunterschied durch. Der DSC zog auf 19:25 davon und sicherte sich den 3:1-Auswärtssieg.
Fazit und Ausblick
Mit nur einem Sieg aus 20 Saisonspielen stand Neuwied zum Zeitpunkt der Partie auf Platz 11 der Tabelle, während der Dresdner SC mit zehn Siegen eine solide Position im Mittelfeld der 1. Bundesliga Frauen belegte. Für die Deichstadtvolleys war der Satzgewinn gegen den Spitzenclub dennoch ein Achtungserfolg.
„Wir konnten heute eine gute Leistung abrufen. Wir haben es dann aber nicht geschafft, Fehler zu vermeiden. Wir finden dann keine Lösung und müssen hier noch viel lernen. Uns fehlen dann Sicherheit und Selbstvertrauen. Wir wollten unbedingt diesen einen Punkt. Es hat aber an meinem Geburtstag bei dieser Stimmung trotzdem super viel Spaß gemacht, gegen Dresden zu spielen“, resümierte Geburtstagskind Elisabeth Kettenbach.
Headcoach Tigin Yağlıoğlu zog ein positives Gesamtfazit: „Es ist großartig, was wir im Januar geleistet haben, wir haben zwei Sätze gegen Große gewonnen. Das ist eine Steigerung gegenüber der Hinrunde. Genusswochen.“
Bereits eine Woche später stand für Neuwied das nächste Auswärtsspiel bei SW Erfurt an, bevor am 11. Februar das TV-Eventspiel gegen die Ladies in Black Aachen in der CGM-Arena Koblenz anstand.
Rivalität seit 2022
Neuwied W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 5
Neuwied W und Dresdner SC W trafen 5 Mal aufeinander — Neuwied W gewann 0 Mal, Dresdner SC W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 16 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.20 pro Spiel (1 für die Heimmannschaft, 15 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (20%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2022.
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