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21. Januar 2023 um 19:00
Heim

Neuwied W

13
Auswärts

Potsdam W

AI

VC Neuwied 77 verliert 1:3 gegen SC Potsdam, gewinnt aber den ersten Satz – ein Achtungserfolg gegen den Tabellendritten.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Ein Satzgewinn zum Träumen

Vor rund 200 Zuschauern in der engen Schulsporthalle begann die Partie für die Gastgeberinnen denkbar ungünstig. Potsdams Trainer Ricardo Naranjo Hernandez schonte zunächst Stammkräfte wie Mittelblockerinnen Maja Savic und Anastasia Cekulaev sowie Zuspielerin Sarah van Aalen – und dennoch taten sich die Neuwiederinnen in der Annahme schwer. Der schnelle Potsdamer Angriff sorgte für frühe Probleme.

Doch dann drehte die Mannschaft von Trainer Tigin Yağlıoğlu auf. „Es war hier keineswegs grau. Es war schon ein Hallenwechsel, aber auch ein ordentlicher Fight, denn die Neuwiederinnen haben gut dagegen gehalten. Es hat Spaß gemacht, hier zu spielen“, lobte Potsdams Außenangreiferin Pia Leweling nach der Partie.

Libero Elisabeth Kettenbach führte variabel Regie, und insbesondere Kristin vom Schemm sowie die herausragende Diagonalangreiferin Yasmine Madsen fanden immer häufiger Wege durch den Potsdamer Block. Beim Stand von 12:12 glich Neuwied erstmals aus, zog dann unaufhaltsam davon und sicherte sich den Durchgang mit 25:18 – der verdiente Lohn für eine couragierte Vorstellung.

Potsdam stellt um und dominiert

Nach dem verlorenen ersten Satz reagierte Potsdam umgehend. Trainer Naranjo Hernandez brachte seine Champions-League-Siegerinnen von Istanbul, darunter die Geburtstagskind Sarah van Aalen (die später zur MVP gewählt wurde), sowie Anett Nemeth und Fleur Savelkoel. Der Aufschlagdruck der Gäste stieg merklich – Nemeth und Savelkoel servierten Neuwied mit harten Aufschlägen immer wieder in die Bredouille.

Im zweiten Satz (17:25) kämpfte Neuwied zwar in der Abwehr verbissen und bescherte den Zuschauern spektakuläre Ballwechsel, musste sich aber der geballten Qualität des Tabellendritten beugen. „Daran sieht man, wie ernst uns unsere Gegner inzwischen nehmen“, kommentierte Yağlıoğlu den Respekt, den sein Team sich erarbeitet hatte.

Der dritte Satz (15:25) geriet zur einseitigsten Angelegenheit des Abends. Potsdam spielte seine schnellen Angriffskombinationen souverän aus und ließ Neuwied kaum Luft zum Atmen. „Wir haben auf hohem Niveau gespielt, und wenn wir dann mal einbrechen, dann ist das eben so“, analysierte Yağlıoğlu.

Neuwied kämpft, Potsdam bleibt cool

Im vierten Satz zeigte Neuwied noch einmal Moral. Yasmine Madsen, die mit 17 Scorerpunkten zur besten Neuwieder Spielerin avancierte, und Laura Broekstra, die drei direkte Aufschlagpunkte und einige wichtige Blocks beisteuerte, brachten ihr Team zwischenzeitlich in Führung. „Meine Aufschläge haben heute echt gut geklappt. Der Angriff ist noch ausbaufähig, aber ein paar Blocks konnte ich auch sammeln“, sagte Broekstra nach dem Spiel.

Doch Potsdam glich zum 10:10 aus und zog dann unaufhaltsam davon. Am Ende hieß es 25:17 für die Gäste, die damit den 16. Saisonsieg einfuhren und den dritten Tabellenplatz mit 47 Punkten vor dem SSC Palmberg Schwerin (50) und Allianz MTV Stuttgart (56) festigten.

Tabellarische Ausgangslage

Für Neuwied war es die 19. Niederlage im 20. Saisonspiel – mit nur drei Punkten und einem Sieg blieb das Team aus Rheinland-Pfalz abgeschlagenes Schlusslicht. Der Rückstand auf das rettende Ufer betrug bereits zwölf Punkte. Der Verein hatte Mitte Dezember 2022 zudem einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt – die sportliche und wirtschaftliche Situation war mehr als angespannt. Potsdam hingegen spielte um die Playoff-Plätze und hatte durch den Einzug ins DVV-Pokalfinale sowie den Champions-League-Erfolg gegen Grot Budowlani Lódz eine starke Saison hingelegt.

Fazit

„Wir haben die Punkte gemacht, die wir machen müssen und dann den Satz gewonnen. Und danach stand bei Potsdam die Mannschaft auf dem Feld, die am Donnerstag in Istanbul gewonnen hat. Das ist das, worauf wir stolz sein können“, zog Yağlıoğlu ein versöhnliches Fazit. „Das liegt auch an unserer fehlenden Erfahrung. Wir spielen mit, machen vieles gut, und dann folgen Fehler. Aber nur wenn wir solche Phasen spielen, können wir daraus lernen!“

Für Neuwied ging es in den „Genusswochen“ – einer Serie von Spielen gegen die Spitzenteams der Liga – mit einem Heimspiel gegen den Dresdner SC weiter.

Rivalität seit 2022

Neuwied W vs Potsdam W Direkter Vergleich· 6

Neuwied W und Potsdam W trafen 6 Mal aufeinander — Neuwied W gewann 0 Mal, Potsdam W 6 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 6 Siegen aus 6 Begegnungen an. Insgesamt fielen 18 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.00 pro Spiel (0 für die Heimmannschaft, 18 für die Gäste). Beide Teams trafen in 0 Spielen (0%). In 6 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Potsdam W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 0–3 im Jahr 2024.

Neuwied W
0
Siege
Unentschieden
0
·
6
Siege
Tore gesamt
18 · 3.0/Spiel
Beide getroffen
0/6 · 0%
Über 2,5
6/6 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026