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9. November 2022 um 18:30
30
Auswärts

Munster W

AI

Ladies in Black Aachen besiegen USC Münster im NRW-Derby mit 3:0 und feiern den ersten Saisonsieg in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen.

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Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Ladies in Black Aachen feiern ersten Saisonsieg: 3:0-Derbyerfolg gegen USC Münster

Ladies in Black Aachen — USC Münster 3:0 (25:20, 26:24, 25:23)

Die Ladies in Black Aachen haben am dritten Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Vor rund 750 Zuschauern im Hexenkessel an der Neuköllner Straße besiegten sie den USC Münster in einem packenden NRW-Derby mit 3:0 (25:20, 26:24, 25:23) und beendeten damit ihren Fehlstart mit zwei Auftaktniederlagen.

Der Weg zum ersten Dreier

Nach zwei glatten 0:3-Pleiten zum Saisonstart – bedingt auch durch krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle – war der Druck auf die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Falter spürbar. Gegen den starken USC Münster, der zuvor souverän in die Saison gestartet war, gelang jedoch die Wende.

Satz 1: Aachen setzt früh ein Ausrufezeichen

Der erste Durchgang war geprägt von hoher Intensität und wechselnder Führung. Kein Team konnte sich zunächst entscheidend absetzen. Dann zogen die Gastgeberinnen mit einem Zwischenspurt auf 14:11 davon. Münsters Auszeit brachte keine Unterbrechung des Aachener Laufes. Beim 18:11 lag Aachen komfortabel in Front und brachte den Satz souverän mit 25:20 nach Hause. Die deutliche Führung verlieh den Ladies in Black sichtlich Sicherheit.

Satz 2: Enge Kiste mit dramatischem Finish

Der zweite Satz geriet zur emotionalen Achterbahnfahrt. Münster kam deutlich stärker aus der Pause und stellte die Gastgeberinnen vor große Probleme. Rückstände von 7:11 und 15:18 zwangen Stefan Falter zu Auszeiten und taktischen Korrekturen. Punkt für Punkt kämpften sich die Ladies zurück, bis es beim 23:23 zum Showdown kam. Münster hatte Satzball – doch dann schlug die Stunde von Mittelblockerin Wiebke Silge. Mit einem ihrer gefürchteten Einbeiner über Kopf egalisierte sie den Satzball und servierte im Anschluss zwei Aufschlagasse zum 26:24. Eine Bilderbuch-Wende, die den Hexenkessel zum Beben brachte.

Satz 3: Matchball verwandelt

Der dritte Durchgang blieb ebenfalls eng und umkämpft. Die Gäste aus Münster wehrten sich mit aller Macht gegen die Niederlage, doch die Ladies in Black behielten die Nerven. Beim 25:23 nutzte Aachen den dritten von vier Matchbällen und sicherte sich den verdienten Derbysieg.

Herausragende Spielerinnen

Münsters Trainerin Lisa Thomson zeichnete nach der Partie Ashley Evans mit der MVP-Medaille aus. Die Zuspielerin der Ladies in Black dirigierte das Aachener Angriffsspiel mit großer Übersicht und stellte ihre Angreiferinnen immer wieder wirkungsvoll in Szene. „Absolut verdient“, lobte auch Stefan Falter. „Sie hat zu unserem Vorteil sehr situativ gespielt, die Schwachstellen im Block Münsters genutzt – technisch und taktisch ein starker Zug von ihr.“

Auf Seiten der Gäste wurde Daniela Maria Öhman von Aachens Coaches zur MVP gewählt. Die im Mittelblock aushalfende Öhman lieferte eine starke Vorstellung ab.

Die erfahrene Wiebke Silge war mit ihren entscheidenden Aktionen im zweiten Satz – dem Einbeiner zum Ausgleich und den beiden darauffolgenden Assen – die Spielerin des Spiels im entscheidenden Moment.

Comeback nach schwierigem Start

Für Aachen war dieser Sieg enorm wichtig. In den ersten beiden Partien hatte das Team mit erheblichen personellen Problemen zu kämpfen. Neben Cheftrainer Stefan Falter, der krankheitsbedingt das erste Heimspiel verpasst hatte, fehlte beim Start auch Kapitänin Jana Franziska Poll. In Schwerin fiel zudem Diagonalangreiferin Lara Davidovic kurzfristig aus. Gegen Münster war der Kader erstmals wieder annähernd komplett – und die Mannschaft belohnte sich.

Münster mit starker Derbyleistung

Der USC Münster hatte zuvor einen soliden Start hingelegt, darunter ein klares 3:0 bei den Deichstadtvolleys Neuwied. Gegen Aachen präsentierten sich die Gäste kämpferisch stark, vor allem im zweiten Satz, und zeigten, warum sie in der Tabelle vor den Gastgeberinnen rangieren. Eine wichtige Stütze bei den Gästen war Juliane Schröder – die ehemalige Lady in Black, die ursprünglich ihr Karriereende verkündet hatte, in Personalnot jedoch zurückgekehrt war und bereits zwei MVP-Auszeichnungen in der noch jungen Saison vorweisen konnte.

Ausblick

Für die Ladies in Black stand nach diesem Erfolg das DVV-Pokal-Achtelfinale auf dem Programm, das nur wenige Tage später bei den Skurios Volleys in Borken stattfand. Mit dem Rückenwind des Derbysieges reiste das Team voller Selbstvertrauen an. Das nächste Heimspiel in der Liga war für den 23. November gegen den VC Neuwied angesetzt.

Rivalität seit 2009

Aachen W vs Munster W Direkter Vergleich· 30

Aachen W und Munster W trafen 30 Mal aufeinander — Aachen W gewann 12 Mal, Munster W 18 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 18 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 111 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.70 pro Spiel (49 für die Heimmannschaft, 62 für die Gäste). Beide Teams trafen in 17 Spielen (57%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2017.

12
Siege
Unentschieden
0
·
Munster W
18
Siege
Tore gesamt
111 · 3.7/Spiel
Beide getroffen
17/30 · 57%
Über 2,5
30/30 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026