Allianz MTV Stuttgart besiegt SSC Palmberg Schwerin im Halbfinal-Rückspiel mit 3:1 und zieht ins Finale der Volleyball-Bundesliga 2021/22 ein.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungStuttgart macht den Sweep perfekt: 3:1 in Schwerin sichert das Finalticket
Allianz MTV Stuttgart hat sich souverän ins Finale der deutschen Volleyball-Bundesliga 2021/22 gespielt. Im zweiten Halbfinalspiel der Best-of-Three-Serie besiegte der Hauptrundenmeister den SSC Palmberg Schwerin am 19. April 2022 in der Palmberg Arena mit 3:1 (25:18, 25:20, 22:25, 25:17) und fegte die Serie glatt mit 2:0 Siegen.
Nach dem deutlichen 3:1 im ersten Duell in der Stuttgarter SCHARRena drei Tage zuvor reisten die Schwäbinnen mit breiter Brust nach Mecklenburg-Vorpommern. Dass der Tabellenvierte der Hauptrunde den Spitzenreiter vor heimischer Kulisse fordern würde, war allen Beteiligten klar – doch am Ende setzte sich die spielerische und physische Überlegenheit des Ligaprimus erneut durch.
Satz für Satz: Der Weg zum Stuttgarter Triumph
Satz 1 (18:25): Stuttgart legte los wie die Feuerwehr. Mit druckvollen Aufschlägen und einem nahezu undurchdringlichen Block brachte Trainer Tore Aleksandersen sein Team früh in Führung. Schwerin fand gegen die variable Angriffsausrichtung der Gäste kaum Mittel. Rivers und Lee, die beiden Top-Angreiferinnen Stuttgarts, trafen aus nahezu jeder Position. Der Satz war nach 22 Minuten entschieden.
Satz 2 (20:25): Schwerin startete wacher und hielt das Spiel zunächst offen. Doch nach dem 10:10 zog Stuttgart unaufhaltsam davon. Die Feldabwehr der Gastgeberinnen laborierte weiterhin an Problemen in der Annahme – ein Problem, das bereits im ersten Spiel der Serie offensichtlich geworden war. Stuttgarts Angriffsdruck war schlicht zu hoch, um dagegenzuhalten.
Satz 3 (25:22): Mit dem Rücken zur Wand zeigte der SSC Palmberg Schwerin seine beste Phase der gesamten Serie. Die Mecklenburgerinnen variierten ihr Angriffsspiel, setzten auf schnelle Mitte-Angriffe und nützten die erste nachlassende Phase der Gäste konsequent aus. Felix Koslowskis Team erkämpfte sich den Satzgewinn – ein kleiner moralischer Erfolg, aber noch lange nicht die Wende.
Satz 4 (17:25): Stuttgart ließ keine Zweifel aufkommen. Mit einer konzentrierten Rückkehr zu den eigenen Stärken – Aufschlagdruck, Blockarbeit und Effizienz im Angriff – zogen die Favoritinnen unaufhaltsam davon. Rivers, die über die gesamte Serie hinweg herausragend spielte, setzte mit ihrem Kill den Schlusspunkt. Stuttgart gewann 25:17 und buchte das Finalticket.
Die Ausgangslage: Hauptrundenprimus gegen Titelverteidiger
Die Zahlen vor dem Halbfinale sprachen eine klare Sprache: Stuttgart dominierte die Hauptrunde mit 21 Siegen aus 22 Spielen und 60 Punkten. Schwerin folgte mit 16 Siegen und 45 Punkten auf Platz vier – die Hauptrunde war von einer Stuttgarter Machtdemonstration geprägt, die nur eine Niederlage zuließ.
Allerdings: Der SSC Palmberg Schwerin war als amtierender Deutscher Meister und Titelverteidiger in die Saison gestartet und hatte im Viertelfinale gegen die Ladies in Black Aachen eindrucksvoll seine Klasse gezeigt. Die Mannschaft von Felix Koslowski wusste, wie man in den Playoffs funktioniert.
Doch Stuttgart erwies sich in dieser Saison als eine Klasse für sich. Das Team um die Topscorerinnen Krystal Rivers und Simone Lee – gemeinsam verantwortlich für fast 74 Prozent aller Stuttgarter Punkte im ersten Halbfinalspiel – spielte eine Offensive, die in der Liga ihresgleichen suchte.
Stuttgarts Weg zum Titel
Mit dem Sweep gegen Schwerin zog Allianz MTV Stuttgart ins Finale ein, wo der SC Potsdam wartete. Potsdam hatte sich parallel im zweiten Halbfinale gegen den Dresdner SC durchgesetzt. Im Finale setzte sich Stuttgart dann auch gegen Potsdam durch und krönte sich zum Deutschen Meister 2022.
Für Schwerin endete die Saison 2021/22 damit im Halbfinale – ein enttäuschender Abschluss für den Titelverteidiger, der in der Hauptrunde nie wirklich an die Dominanz der Vorsaison anknüpfen konnte.
Fazit
Der 3:1-Erfolg in der Schweriner Palmberg Arena war der verdiente Lohn für eine souveräne Stuttgarter Saisonleistung. Das Team von Tore Aleksandersen ließ in beiden Halbfinalspielen kaum Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. Schwerin zeigte kämpferische Moral, besonders im dritten Satz, musste sich aber letztlich der geballten individuellen Klasse der Stuttgarter Angriffsreihe geschlagen geben.
Rivalität seit 2010
SC Schweriner W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 50
SC Schweriner W und Stuttgart W trafen 50 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 29 Mal, Stuttgart W 21 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 29 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 193 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (109 für die Heimmannschaft, 84 für die Gäste). Beide Teams trafen in 31 Spielen (62%). In 50 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2019.
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API-Daten: 11. Juni 2026
