SSC Palmberg Schwerin besiegt VfB Suhl LOTTO Thüringen 3:1 im Playoff-Viertelfinale der Volleyball Bundesliga Frauen und erzwingt das entscheidende dritte Spiel.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSSC Palmberg Schwerin vs. VfB Suhl LOTTO Thüringen 3:1 (23:25, 25:15, 25:16, 25:20)
Der SSC Palmberg Schwerin hat im zweiten Spiel des Playoff-Viertelfinales der 1. Bundesliga Frauen seine Meisterqualitäten unter Beweis gestellt und den VfB Suhl LOTTO Thüringen mit 3:1 (23:25, 25:15, 25:16, 25:20) besiegt. Nach der 2:3-Auftaktniederlage am Mittwoch in der Suhler Wolfsgrube war die Mannschaft von Cheftrainer Felix Koslowski zum Siegen verdammt – und zeigte eine charakterstarke Reaktion vor heimischer Kulisse in der PALMBERG ARENA.
Erster Satz: Suhl stiehlt die frühe Führung
Die Partie begann denkbar knapp. Schwerin startete mit druckvollen Aufschlägen, musste jedoch früh erkennen, dass Suhl keineswegs gewillt war, sich kampflos zu ergeben. Danielle Harbin erwischte einen starken Tag und hielt die Gäste mit konstanten Angriffspunkten im Spiel. Schwerin lag zur Satzmitte mit 18:14 in Front, doch Suhl kämpfte sich Punkt für Punkt heran. Ein Einerblock von Blake Mohler brachte die Gäste auf 21:23 in Führung, und nach einem Angriffsfehler der Gastgeberinnen sicherte sich Suhl den ersten Durchgang mit 25:23.
„Wir waren zu Beginn der Partie zu zögerlich“, gab Koslowski nach dem Spiel zu. Die Drucksituation des möglichen Saisonausss schien den Schwerinerinnen zunächst in den Gliedern zu stecken.
Zweiter Satz: Schwerin schlägt zurück
Doch die Antwort des SSC ließ nicht lange auf sich warten. Mit einer furiosen Vorstellung im zweiten Durchgang machten die Gastgeberinnen klar, dass sie sich nicht so einfach geschlagen geben würden. Hayley Spelman, die sich im Abschlusstraining einen Cut unter dem Knie zugezogen hatte und dennoch von Beginn an spielte, eröffnete den Satz mit druckvollen Aufschlägen. Kapitänin Greta Szakmary, die im Hinspiel schmerzhaft am Auge getroffen worden war, führte ihr Team mit einer starken Leistung an.
Lina Alsmeier erwischte eine Glanzparade und punktete aus allen Lagen. Der Block von Schwerin stand nun deutlich stabiler – nach dem zweiten Satz notierte man 6:3 Blockpunkte für die Hausherrinnen. Suhl kam kaum in einen geordneten Spielaufbau, und Schwerin zog auf 25:15 davon. Der Satz war eine Machtdemonstration.
Dritter Satz: Aufschlagserien entscheiden
Suhl startete besser in den dritten Durchgang. Kapitänin Claudia Steger punktete clever im Angriff, und platziert Aufschläge brachten die Schweriner Annahme ins Wanken. Die Gäste setzten sich auf 3:7 ab. Doch Schwerin bewies Moral: Eine starke Aufschlagserie von Hayley Spelman und schnelles Zuspiel von Denise Imoudu auf die überragende Lina Alsmeier drehten die Partie. Beim 13:9 führten erstmals wieder die Gastgeberinnen.
Der Satz blieb lange umkämpft. Beide Mannschaften lieferten sich sehenswerte Ballwechsel mit gutem Block-und-Abwehr-Spiel. Den entscheidenden Impuls setzte Zuspielerin Denise Imoudu mit einer cleveren Aufschlagserie, die sie gezielt zwischen Suhls Libera und Claudia Steger platzierte. Mit 25:16 ging Satz drei an Schwerin – die Führung war perfekt.
Vierter Satz: Blitzstart und souveräner Abschluss
Mit breiter Brust startete Schwerin in den vierten Satz. Eine Aufschlagserie von Greta Szakmary und eine hellwache Lauren Barfield am Netz bescherten dem SSC einen Blitzstart zum 7:2. Marie Schölzel punktete im ersten Tempo, und auch Lina Alsmeier sowie Hayley Spelman stockten ihr Punktekonto weiter auf. Bei einer Angriffsquote von zwischenzeitlich 50 Prozent hatte die Suhler Abwehr kaum etwas entgegenzusetzen.
Zur Satzmitte kämpfte sich Suhl durch starke Blocks und gute Aufschläge noch einmal auf 14:12 heran. Eine stabile Annahme von Libera Anna Pogany und ein starker Block von Denise Imoudu ließen den Vorsprung der Gastgeberinnen jedoch wieder wachsen. Schwerin brachte den vierten Satz souverän mit 25:20 nach Hause.
Spielerinnen des Spiels
Die goldene MVP-Medaille der Partie ging an Hayley Spelman, die mit 16 Zählern und starken Aufschlägen eine beeindruckende Leistung zeigte. Die meisten Punkte insgesamt verbuchte jedoch Lina Alsmeier: 21 Zähler, besonders im zweiten Satz mit einem großen Anteil am Schweriner Sieg. Auf Suhler Seite ragte einmal mehr Danielle Harbin heraus, die sich trotz wachsenden Schweriner Blocks fast im Alleingang für die Gäste durchsetzte.
Tabellensituation und Ausblick
Mit diesem Sieg glich Schwerin die Best-of-Three-Serie zum 1:1 aus. Das entscheidende dritte Spiel stand bereits am Sonntag, den 21. März 2021, ebenfalls in der PALMBERG ARENA an. Der Sieger würde ins Halbfinale einziehen. Die anderen Viertelfinal-Duelle waren zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden: Der Dresdner SC setzte sich gegen die Ladies in Black Aachen durch, der SC Potsdam warf die Roten Raben Vilsbiburg aus dem Rennen, und Allianz MTV Stuttgart qualifizierte sich gegen NawaRo Straubing.
Felix Koslowski zeigte sich nach dem Spiel kämpferisch: „Wir haben unsere Chance aufs Halbfinale gewahrt und werden morgen versuchen, nochmal genauso aufzutreten.“
Der Direktvergleich
Schwerin und Suhl standen sich in dieser Saison bereits mehrfach gegenüber. In der Hauptrunde gewann Schwerin beide Duelle (3:1 im November 2020, 3:1 im Oktober 2020). Insgesamt führt der SSC den Direktvergleich mit 25 Siegen aus 32 Begegnungen an – doch die Wölfinnen aus Suhl hatten im ersten Playoff-Spiel eindrucksvoll bewiesen, dass sie den Favoriten jederzeit ärgern können.
Rivalität seit 2010
SC Schweriner W vs Suhl W Direkter Vergleich· 32
SC Schweriner W und Suhl W trafen 32 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 25 Mal, Suhl W 6 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 25 Siegen aus 32 Begegnungen an. Insgesamt fielen 116 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.63 pro Spiel (82 für die Heimmannschaft, 34 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (47%). In 31 Begegnungen (97%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026