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26. Februar 2021 um 18:00
23
Auswärts

Aachen W

AI

Aachen gewinnt dramatisches Nachholspiel in Erfurt mit 3:2 nach fünf Sätzen. Erfurt kämpft nach Satzrückstand zurück, verliert aber den Tiebreak 13:15.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

2:3-Krimi in der Riethsporthalle: Aachen ringt Erfurt in fünf Sätzen nieder

Nachholspiel mit dramatischem Tiebreak

Schwarz-Weiß Erfurt und die Ladies in Black Aachen lieferten sich am 26. Februar 2021 in der Riethsporthalle ein wahres Volleyball-Drama. In einem Nachholspiel des 18. Spieltags der 1. Bundesliga Frauen setzten sich die Gäste aus Aachen am Ende mit 3:2 (25:23, 14:25, 25:18, 15:25, 15:13) durch – ein Spiel, das beide Emotionen forderte und bis zum letzten Ballwechsel offen blieb.

Ein Duell der Tabellennachbarn

Das ursprünglich für Januar angesetzte Spiel war aufgrund eines geplanten EM-Qualifikationsturniers – das durch die Corona-Pandemie später abgesagt wurde – frühzeitig auf den 26. Februar verlegt worden. Zudem durften am darauffolgenden Wochenende keine Bundesligaspiele stattfinden, um den DVV-Pokalfinals in Mannheim die volle Aufmerksamkeit zu schenken. So rückte der Freitagabend in den Fokus der Volleyballfans – übertragen im Livestream bei Sporttotal.tv.

Die Tabellensituation vor dem Spiel sprach für sich: Erfurt lag mit nur zwei Saisonsiegen abgeschlagen auf dem letzten Platz, während Aachen als Tabellenzehnter mit acht Siegen und 21 Punkten noch um den Anschluss an die Playoff-Plätze kämpfte. Geschäftsführer Christian Beutler gab die Devise vor dem Spiel unmissverständlich aus: „Wir wollen gewinnen. Auch wir alle drumherum wollen den Sieg.“

Erster Satz: Enge Kiste geht an die Gäste

Der erste Durchgang entwickelte sich sofort zu einer engen Angelegenheit. Beide Teams starteten konzentriert, die Abwehrreihen standen gut. Aachen erwischte jedoch das glücklichere Ende und sicherte sich den Satz mit 25:23. Die Ladies in Black um Kapitänin Mareike Hindriksen und Nationalspielerin Jana Franziska Poll zeigten von Beginn an, dass sie nicht ohne Punkte die Heimreise antreten wollten.

Zweiter Satz: Erfurts Antwort ist deutlich

Im zweiten Satz kam das Team von Trainer Mateusz Żarczyński wie verwandelt aus der Kabine. Mit einer deutlich stabileren Annahme und druckvolleren Aufschlägen setzte Erfurt Aachen früh unter Druck. Der Block stand deutlich besser, und die Gäste fanden kaum Mittel gegen die auf einmal aggressiv agierenden Gastgeberinnen. Mit 25:14 holte sich Erfurt den Satz – eine Demonstration der Stärke, die die 892 Zuschauer vor den Bildschirmen elektrisierte.

Dritter Satz: Erfurt dreht auf

Mit dem Schwung des zweiten Satzes im Rücken legte Erfurt auch im dritten Durchgang los. Michelle „Michi“ Petter und ihre Mitspielerinnen dominierten das Geschehen, setzten Aachen früh unter Druck und ließen die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Mit 25:18 ging der Satz erneut an die Hausherrinnen – die Führung war perfekt, das Match schien zu kippen.

Vierter Satz: Aachen schlägt zurück

Doch die Ladies in Black bewiesen Moral. Nach zwei verlorenen Sätzen kämpfte sich die Mannschaft von der Kaiserstadt zurück ins Spiel. Die Variabilität im Angriff wurde erhöht, die Annahme stabilisierte sich, und plötzlich war Erfurt wieder in der Defensive. Mit 25:15 zog Aachen davon und erzwang den Tiebreak – eine klare Kampfansage an die Gastgeberinnen.

Tiebreak: Nervenschlacht mit Happy End für Aachen

Der fünfte Satz war eine einzige Nervenschlacht. Beide Teams schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. Am Ende behielten die Ladies in Black die kühleren Köpfe und entschieden den Tiebreak mit 15:13 für sich. Endstand: 3:2 für Aachen – ein hart erkämpfter Auswärtssieg.

Schlüsselspielerinnen

Aufseiten der Ladies in Black ragten Kapitänin Mareike Hindriksen im Zuspiel und Nationalspielerin Jana Franziska Poll im Angriff heraus. Bei Erfurt überzeugten Michelle Petter und die Außenangreiferinnen mit starken Leistungen, die jedoch am Ende nicht belohnt wurden.

Auswirkungen auf die Tabelle

Mit diesem Sieg verbesserte sich Aachen auf 21 Punkte und blieb im Rennen um den achten Platz, der zur Playoff-Teilnahme berechtigt. Der Rückstand auf den USC Münster auf Rang acht betrug nur noch zwei Punkte bei einem Spiel mehr absolviert. Für Erfurt war es die 18. Saisonniederlage – das Team blieb mit nur zwei Siegen abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und konnte den Abstieg nicht mehr vermeiden.

Fazit

Das Nachholspiel zwischen Erfurt und Aachen war ein Musterbeispiel für die engen Duelle der 1. Bundesliga Frauen. Während die Gäste ihre Playoff-Hoffnungen am Leben hielten, zeigte Erfurt trotz der Niederlage Moral und kämpferische Qualität – ein kleiner Trost in einer ansonsten schwierigen Saison.

Rivalität seit 2018

Erfurt W vs Aachen W Direkter Vergleich· 14

Erfurt W und Aachen W trafen 14 Mal aufeinander — Erfurt W gewann 2 Mal, Aachen W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Aachen W führt den Direktvergleich mit 12 Siegen aus 14 Begegnungen an. Insgesamt fielen 54 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (15 für die Heimmannschaft, 39 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (57%). In 14 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Aachen W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2025.

2
Siege
Unentschieden
0
·
12
Siege
Tore gesamt
54 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
8/14 · 57%
Über 2,5
14/14 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026