Vilsbiburg W
SC Schweriner W
Rote Raben Vilsbiburg vs. SSC Palmberg Schwerin 0:3 (24:26, 27:29, 12:25) am 20. Spieltag – Vier Satzbälle vergeben, Hayley Spelman mit 24 Punkten MVP.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVilsbiburg unterliegt Schwerin trotz starker Leistung 0:3
Die Rote Raben Vilsbiburg haben dem deutschen Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin am 20. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen einen großen Kampf geliefert, mussten sich am Ende jedoch mit 0:3 (24:26, 27:29, 12:25) geschlagen geben. Besonders bitter: Die Niederbayern vergaben insgesamt vier Satzbälle.
Vor heimischer Kulisse in der Ballsporthalle Vilsbiburg trafen die Roten Raben auf den Titelanwärter aus Schwerin, der als Pokalfinalist und Champions-League-Teilnehmer angereist war. Die Gäste standen in der Tabelle mit 41 Punkten aus 20 Spielen auf Rang drei, während Vilsbiburg als Fünfter mit 33 Zählern ins Spiel ging.
Starker Start der Raben
Trainer Florian Völker vertraute der zuletzt erfolgreichen Startformation: Lena Hartl als Zuspielerin, Luisa Keller auf der Diagonalposition, die Außenangreiferinnen Danielle Brisebois und Jodie Guilliams, Josepha Bock und Kayla Haneline im Mittelblock sowie Libera Myrthe Schoot. Diese Elf war vom ersten Ballwechsel an präsent und drängte den Favoriten früh in die Defensive.
Mit einer Mischung aus druckvollen Aufschlägen und stabiler Blockarbeit erkämpften sich die Gastgeberinnen einen 8:5-Vorsprung, den sie bis zur 16:15-Führung souverän verwalteten. Beim Stand von 24:21 hatten die Roten Raben drei Satzbälle – die große Chance, den Favoriten in die Knie zu zwingen. Doch Schwerins überragende Diagonalangreiferin Hayley Spelman (2,02 Meter groß) drehte auf. Die US-Amerikanerin, die später als MVP und Top-Scorerin mit 24 Punkten ausgezeichnet wurde, hielt Schwerin mit kraftvollen Angriffen im Spiel. Vilsbiburg konnte keinen der drei Satzbälle nutzen und kassierte stattdessen das 24:26.
Krimi im zweiten Durchgang
Den Rückschlag steckten die Roten Raben bemerkenswert weg. Nach Startproblemen (5:9) steigerten sie sich im zweiten Satz zu ihrer stärksten Phase der Partie. Eine herausragende Sequenz führte zu einer 10:14-Aufholjagd, die in einer 16:14-Führung gipfelte. In der Crunch-Time lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, das an Dramatik kaum zu überbieten war.
Ab 23:23 erlebte die Ballsporthalle ihre intensivste Phase. Vilsbiburg wehrte drei Satzbälle Schwerins ab und vergab selbst einen weiteren Satzball. Die mitgereisten Schweriner Fans und die niederbayerischen Anhänger wurden Zeugen eines hochklassigen Volleyballs, ehe sich der Favorit nach einem packenden Schlagabtausch mit 27:29 durchsetzte.
Eingebrochen im dritten Satz
Die verpasste Chance aus zwei eng umkämpften Sätzen forderte ihren Tribut. Im dritten Abschnitt ließen bei den Roten Raben die Kräfte nach, während Schwerin weiter auf dem hohen Niveau spielte. Nach 82 Minuten stand ein klares 12:25 auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das den wahren Spielverlauf nur bedingt widerspiegelte.
„Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, und in einem Spiel mit Playoff-Charakter Schwerin zu einer starken Leistung gezwungen. Ich habe viel Gutes bei meiner Mannschaft gesehen. Trotzdem tut die Niederlage weh“, resümierte Trainer Florian Völker.
Schlüsselfiguren
Bei Vilsbiburg ragten Außenangreiferin Danielle Brisebois und Mittelblockerin Kayla Haneline heraus. Die Kanadierin Brisebois erwies sich als verlässliche Angreiferin in der Annahme, während Haneline mit schnellen Angriffen nach Zuspiel von Lena Hartl für Gefahr sorgte. Die erfahrene niederländische Libera Myrthe Schoot sicherte zudem viele Bälle in der Abwehr.
Auf Schweriner Seite war Hayley Spelman die unumstrittene Spielerin des Spiels. Die 2,02 Meter große US-Diagonalangreiferin traf aus nahezu jeder Position und war mit 24 Punkten die mit Abstand effektivste Angreiferin. Zuspielerin Femke Stoltenborg aus den Niederlanden orchestrierte das Schweriner Spiel souverän, während die deutsche Nationalspielerin Anna Pogany als Libera für Stabilität in der Annahme sorgte.
Tabellensituation
Mit diesem Sieg untermauerte Schwerin seine Ambitionen auf die Playoffs und festigte Rang drei hinter dem Dresdner SC (51 Punkte) und Allianz MTV Stuttgart (48 Punkte). Vilsbiburg blieb mit 33 Punkten auf Platz fünf, behielt aber den Anschluss an das obere Tabellendrittel.
Die Rote Raben reisten am 6. März 2021 zu Schwarz-Weiß Erfurt, wo sie mit einem 3:0-Erfolg (25:17, 25:14, 28:26) zurück in die Erfolgsspur fanden.
Rivalität seit 2010
Vilsbiburg W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 30
Vilsbiburg W und SC Schweriner W trafen 30 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 8 Mal, SC Schweriner W 22 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 22 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 118 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.93 pro Spiel (43 für die Heimmannschaft, 75 für die Gäste). Beide Teams trafen in 19 Spielen (63%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026