SSC Palmberg Schwerin dreht nach 0:2-Rückstand die Partie gegen SC Potsdam und gewinnt mit 3:2 (21:25, 21:25, 25:9, 26:24, 15:13). Fünfter Sieg in Serie für die Mannschaft von Felix Koslowski.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSSC Palmberg Schwerin dreht 0:2-Rückstand: 3:2-Sieg gegen SC Potsdam nach Monster-Comeback
Der SSC Palmberg Schwerin hat im Spitzenspiel der 1. Volleyball Bundesliga Frauen eine spektakuläre Aufholjagd hingelegt. Nach 0:2-Satzrückstand und einem abgewehrten Matchball im vierten Durchgang besiegten die Schwerinerinnen den SC Potsdam mit 3:2 (21:25, 21:25, 25:9, 26:24, 15:13) und feierten damit den fünften Sieg in Serie. Die Partie am Samstagnachmittag war zugleich die Generalprobe für das anstehende DVV-Pokalfinale, in dem beide Teams in zwei Wochen erneut aufeinandertreffen werden.
Vor dem 8. Spieltag der Saison 2020/21 empfing der SSC Palmberg Schwerin den SC Potsdam in der Palmberg Arena. Was sich zunächst wie eine klare Angelegenheit für die Gäste aus Brandenburg anließ, entwickelte sich zu einer der dramatischsten Partien der Saison. Schwerin zeigte dabei eine bemerkenswerte Moral und bewies, warum die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski zu den Topteams der Liga zählt.
Satz 1 und 2: Potsdam dominiert, Schwerin findet kein Mittel
Die ersten beiden Durchgänge gehörten klar dem SC Potsdam. Die Mannschaft von Trainer Guillermo Naranjo Hernandez präsentierte sich von Beginn an hellwach und setzte die Schwerinerinnen mit einem druckvollen Aufschlagspiel unter Druck. Die Gäste agierten im Angriff variabel, während die Schweriner Abwehr nicht wie gewohnt griff.
Im ersten Satz lag der SSC teils deutlich zurück und kämpfte sich zwar zwischenzeitlich heran, konnte das Blatt jedoch nicht mehr wenden. Mit 21:25 ging der erste Durchgang an Potsdam. Der zweite Satz verlief nach ähnlichem Muster: Wieder geriet Schwerin früh in Rückstand, und wieder reichte die Aufholjagd nicht aus, um den Satz noch zu drehen. 21:25 lautete erneut das Ergebnis aus Schweriner Sicht. Nach rund einer Stunde Spielzeit führte Potsdam mit 2:0 – der Außenseiter war auf Kurs Überraschung.
Satz 3: Machtdemonstration des SSC – 25:9
Was dann geschah, war eine der beeindruckendsten Leistungen der Saison. Der SSC Palmberg Schwerin kam wie verwandelt aus der Kabine. Die Mannschaft von Felix Koslowski zeigte eine völlig andere Körpersprache und dominierte den dritten Satz nach Belieben.
Mit aggressiven Aufschlägen, einer stabilen Block-Raute und einer präzisen Feldabwehr machte Schwerin kurzen Prozess. Potsdam hingegen fand gegen das wiedererstarkte Heimteam kein Mittel mehr. Die Gäste leisteten sich zunehmend Eigenfehler, die Schwerin konsequent ausnutzte. Am Ende hieß es 25:9 – der deutlichste Satzgewinn des gesamten Spiels und ein klares Signal an den Gegner.
Besonders im Block zeigte Schwerin nun eine beeindruckende Präsenz. Nach zwei Sätzen standen bereits acht Blockpunkte für die Hausherrinnen zu Buche, eine Zahl, die den Druck auf die Potsdamer Angreiferinnen erheblich erhöhte.
Satz 4: Nervenkrimi mit Matchball-Abwehr
Der vierte Satz entwickelte sich zur Schlüsselphase der Partie. Potsdam hatte sich nach der deutlichen Niederlage im dritten Satz gefangen und spielte wieder konzentrierter. Die Gäste kämpften verbissen um den Sieg und erspielten sich mehrfach Vorsprünge.
Schwerin lag auch im vierten Durchgang wieder zurück, kämpfte sich aber erneut heran. Die Palmberg Arena bebte, als das Heimteam Punkt um Punkt aufholte. Potsdam hatte sogar einen Matchball, doch Schwerin wehrte ihn ab – ein Moment, der die Wende endgültig einläuten sollte. Mit 26:24 entschied der SSC den vierten Satz für sich und erzwang den Tiebreak.
Satz 5: Tiebreak-Drama mit Roter Karte
Der Tiebreak begann mit einer für die Volleyball-Bundesliga außergewöhnlichen Szene: Potsdams Trainer Guillermo Naranjo Hernandez, der zuvor bereits verwarnt worden war, sah die Rote Karte. Der Grund war vermutlich eine zu vehemente Reaktion auf eine Schiedsrichterentscheidung. Die Rote Karte bedeutete nicht nur einen Punkt für Schwerin, sondern auch, dass Hernandez die Coaching-Box verlassen musste.
In einer extrem engen und umkämpften Schlussphase behielten die Schwerinerinnen schließlich die Nerven. Beim Stand von 14:13 hatte der SSC seinen zweiten Matchball – und diesmal nutzte das Team die Gelegenheit. Der Ball ging ins Aus, und die Palmberg Arena explodierte. Mit 15:13 entschied Schwerin den Tiebreak und damit das gesamte Spiel für sich.
Generalprobe für das Pokalfinale
Die Partie hatte eine besondere Brisanz, denn beide Teams wussten, dass sie in genau zwei Wochen im DVV-Pokalfinale erneut aufeinandertreffen würden. Das Halbfinale des DVV-Pokals hatte Schwerin gegen Allianz MTV Stuttgart gewonnen, während Potsdam sich gegen den Dresdner SC durchgesetzt hatte.
Für Schwerin war der 3:2-Sieg nicht nur der fünfte Sieg in Serie, sondern auch ein wichtiges psychologisches Signal vor dem anstehenden Pokalfinale. Die Fähigkeit, einen 0:2-Rückstand zu drehen, spricht für die mentale Stärke des Teams von Felix Koslowski. Der SSC bewies, dass die Mannschaft auch in schwierigen Situationen nicht auseinanderbricht und sich auf ihre Stärken besinnen kann.
Potsdam wiederum zeigte über weite Strecken, warum das Team in dieser Saison zu den Überraschungsmannschaften der Liga zählt. Die Gäste dominierten die ersten beiden Sätze und waren nah dran, den Sack im vierten Satz zuzumachen. Dass am Ende eine Niederlage stand, lag auch an der Roten Karte für Trainer Hernandez und dem daraus resultierenden Bruch im Spielrhythmus.
Tabellensituation
Mit dem Sieg festigte der SSC Palmberg Schwerin seine Position in der Spitzengruppe der 1. Bundesliga Frauen. Der fünfte Sieg in Serie katapultierte die Schwerinerinnen in der Tabelle weiter nach vorne. In einer Saison, die von der COVID-19-Pandemie geprägt war und teils ohne Zuschauer ausgetragen werden musste, zeigte die Mannschaft eine bemerkenswerte Konstanz.
Potsdam hingegen verpasste durch die knappe Niederlage die Chance, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern. Dennoch präsentierte sich das Team als ernstzunehmender Gegner, der auch vor den schweren Aufgaben in der Liga und im Pokal keine Angst haben muss.
Fazit
Das Bundesliga-Duell zwischen dem SSC Palmberg Schwerin und dem SC Potsdam am 13. Februar 2021 war eines der packendsten Spiele der Saison 2020/21. Mit einer beeindruckenden Aufholjagd nach 0:2-Rückstand, einem abgewehrten Matchball und einer Roten Karte im Tiebreak hatte die Partie alles, was Volleyball-Herzen höherschlagen lässt.
Schwerin bestätigte mit dem fünften Sieg in Serie seine gute Form und tankte Selbstvertrauen für das anstehende Pokalfinale. Potsdam hingegen wird das Gefühl haben, ein Spiel aus der Hand gegeben zu haben, das bereits gewonnen schien.
In zwei Wochen kommt es zum Wiedersehen im DVV-Pokalfinale – und nach diesem dramatischen Bundesliga-Kracher dürfen sich die Volleyball-Fans auf ein weiteres hochklassiges Duell zwischen diesen beiden Mannschaften freuen.
Rivalität seit 2009
SC Schweriner W vs Potsdam W Direkter Vergleich· 35
SC Schweriner W und Potsdam W trafen 35 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 30 Mal, Potsdam W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 30 Siegen aus 35 Begegnungen an. Insgesamt fielen 136 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.89 pro Spiel (98 für die Heimmannschaft, 38 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (60%). In 35 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2021.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
