SSC Palmberg Schwerin schlägt VC Wiesbaden 3:1 in der PALMBERG ARENA. Taylor Agost wird MVP und führt Schwerin mit 16 Blockpunkten und 6 Assen zum Erfolg.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungKlarer Sieg zum Abschluss der Hammerwoche
Der SSC Palmberg Schwerin hat sein viertes Spiel innerhalb von fünf Tagen erfolgreich bestritten. Am Samstagnachmittag, dem 6. Februar 2021, besiegte der Rekordmeister in der PALMBERG ARENA den VC Wiesbaden mit 3:1 (25:22, 25:18, 23:25, 25:14) und feierte einen ungefährdeten Heimerfolg vor den Covid-bedingt leeren Rängen.
Für Schwerin war es das vierte Spiel in fünf Tagen – eine Phase, die von den Strapazen der Champions-League-Reise nach Frankreich geprägt war. Trainer Felix Koslowski gönnte daher seinen Dauerbrennern aus der Königsklasse eine Verschnaufpause und wechselte die Aufstellung kräftig durch.
Ausgangslage: Schwerin mit angezogener Handbremse
Nach dem Marathon in der Champions League starteten die Schwerinerinnen mit einer veränderten ersten Sechs: Femke Stoltenborg auf der Zuspielposition, Taylor Agost auf der Diagonalen und Nicole Oude Luttikhuis im Außenangriff. Lauren Barfield und Marie Schölzel bildeten den Mittelblock, Anny Pogany agierte als Libera.
Auf Seiten des VC Wiesbaden stand mit Justine Wong-Orantes eine ehemalige Schwerinerin auf dem Feld. Die US-Amerikanerin, die in der Vorsaison noch für den SSC auflief, sollte in der Abwehr für Stabilität sorgen.
Satz 1: Rückstand gedreht – 25:22
Die Gastgeber taten sich zu Beginn schwer. Wiesbaden ging durch einen starken Block von Frauke Neuhaus mit 13:9 in Führung und baute den Vorsprung zur zweiten technischen Auszeit sogar auf sechs Punkte aus (9:15). Der SSC fand jedoch zunehmend besser ins Spiel. Lauren Barfield entschärfte zwei Angriffe am Netz und hielt den Anschluss.
Während sich die Trainer an der Seitenlinie hitzige Wortgefechte lieferten, blieben die Spielerinnen auf dem Feld unbeeindruckt. Eine sehenswerte Rallye mit mehreren Blockaktionen der Schwerinerinnen beendete Taylor Agost aus dem Hinterfeld – ihr bereits neunter Punkt in diesem Satz. Den ersten Satzball verwandelte die Amerikanerin mit einem identischen Angriff: 25:22.
„Wir sind super erleichtert, nach dieser harten Woche in der Champions League heute 3 Punkte eingefahren zu haben. Wir haben die Mannschaft etwas umgestellt und alle haben ihre Rolle einwandfrei angenommen.“ — Felix Koslowski, Cheftrainer SSC Palmberg Schwerin
Satz 2: Dominanz nach Maß – 25:18
Den Schwung aus dem ersten Durchgang nahmen die Schwerinerinnen mit in den zweiten Satz. Mit druckvollen Aufschlägen und konsequenten Blocks fanden sie gegen die Angreiferinnen aus Wiesbaden immer wieder das richtige Mittel. Taylor Agost punktete weiterhin verlässlich, während Lauren Barfield im ersten Tempo immer wieder gefährlich wurde.
Nicole Oude Luttikhuis setzte einen cleveren Tip-Ball zur zweiten technischen Auszeit zum 16:11 und blockte gemeinsam mit Marie Schölzel den nächsten Punkt. Die Wiesbadener Annahme fand kein Mittel gegen die starken Aufschläge von Taylor Agost, und im Angriff stand den Gästen nun immer öfter eine gut gestellte Block-Abwehr des SSC im Weg.
Femke Stoltenborg spielte ein durchgängig hohes Tempo und bediente abwechselnd alle vier Angreiferinnen. Ohne größere Mühe ging der zweite Durchgang mit 25:18 an das Heimteam.
Satz 3: Wiesbaden kämpft sich zurück – 23:25
Die Gäste aus der hessischen Landeshauptstadt starteten frischer in den dritten Durchgang und gingen durch gute Angriffe von Marijeta Runjic mit 9:6 in Führung. Eine Aufschlagserie von Taylor Agost – die später als beste Spielerin der Partie ausgezeichnet werden sollte – brachte den SSC jedoch schnell zurück in die Spur. Ein gewonnenes Duell am Netz von Marie Schölzel sorgte für den 11:11-Ausgleich.
Trotz der 2:0-Satzführung im Rücken nahm Schwerin den Gegner ernst. Wiesbaden bäumte sich noch einmal auf und übernahm beim 18:19 wieder die Führung. Kleine Missverständnisse in der Schweriner Annahme brachten die Gastgeberinnen in Bedrängnis. Der VCW kämpfte in der Abwehr unermüdlich und erarbeitete sich einen Satzball, den ein starker Block gegen Marie Schölzel zum 23:25 verwandelte.
Satz 4: Eklatante Überlegenheit – 25:14
Dass Schwerin sich ein glattes 3:0 gewünscht hätte, wurde im vierten Satz schnell klar. Die Damen starteten im Blitztempo und zogen uneinholbar auf 15:5 davon. Taylor Agost servierte an diesem Nachmittag fehlerlos – sechs Aufschlagasse ohne einen einzigen Fehler ließen die Wiesbadener Annahme alt aussehen. Dazu kamen insgesamt 16 Blockpunkte des gesamten Teams, die den Druck auf die Gäste konstant hochhielten.
Zum Satzende erhielten auch Romy Jatzko und Patricia Nestler weitere Spielzeit, fügten sich gut ins Team ein und feierten den Satzgewinn mit 25:14.
Fazit: Wichtige drei Punkte im Titelrennen
Mit diesem Sieg fuhr der SSC Palmberg Schwerin drei sichere Punkte in der 1. Bundesliga der Frauen ein und hielt den Anschluss an die Tabellenspitze. Die geschlossene Mannschaftsleistung des leicht veränderten Sechsers – gepaart mit viel Einsatz in der Abwehr um Libera Anny Pogany – erwies sich als der Schlüssel zum Erfolg.
Taylor Agost wurde verdient als MVP ausgezeichnet. Die Diagonalangreiferin war mit ihren Aufschlagserien, ihrer starken Blockarbeit und ihren Punkten aus dem Hinterfeld der entscheidende Faktor.
„Wir brauchten heute viel mentale Stärke und Teamzusammenhalt, da wir natürlich sehr müde waren nach den anstrengenden Tagen in der Champions League. Nach dem verlorenen dritten Satz haben wir noch einmal einen Schalter nach oben legen können und sind glücklich über den Sieg.“ — Taylor Agost, MVP der Partie
Im Hinspiel der Saison hatte der VC Wiesbaden dem SSC noch zwei Punkte abtrotzen können (3:2 am 21. November 2020). Diesmal aber ließen die Schwerinerinnen nichts anbrennen – auch wenn der dritte Satz zeigte, dass der VCW durchaus mithalten kann, wenn die Annahme steht und der Block greift.
Spielstatistik
| Kategorie | SSC Schwerin | VC Wiesbaden |
|---|---|---|
| Sätze | 3 | 1 |
| Satz 1 | 25 | 22 |
| Satz 2 | 25 | 18 |
| Satz 3 | 23 | 25 |
| Satz 4 | 25 | 14 |
| Blockpunkte | 16 | — |
| Aufschlagasse | 6 | — |
MVP: Taylor Agost (SSC Palmberg Schwerin)
Aufstellung SSC Palmberg Schwerin: Femke Stoltenborg (Z), Taylor Agost (D), Nicole Oude Luttikhuis (AA), Lauren Barfield (MB), Marie Schölzel (MB), Anny Pogany (L), sowie Romy Jatzko und Patricia Nestler
Rivalität seit 2010
SC Schweriner W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 31
SC Schweriner W und VC Wiesbaden W trafen 31 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 20 Mal, VC Wiesbaden W 11 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 20 Siegen aus 31 Begegnungen an. Insgesamt fielen 124 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (77 für die Heimmannschaft, 47 für die Gäste). Beide Teams trafen in 20 Spielen (65%). In 31 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026