Dresdner SC gewinnt 3:0 beim USC Münster zum Jahresauftakt 2021 und feiert den sechsten Bundesliga-Sieg in Folge. Storck (14 Punkte) und Stigrot (MVP) überzeugen.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungDSC startet mit sechstem Sieg in Folge ins neue Jahr
Die Volleyballerinnen des Dresdner SC haben ihre Favoritenrolle beim USC Münster eindrucksvoll bestätigt und am 15. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen einen klaren 3:0 (25:22, 25:22, 25:17)-Auswärtssieg gefeiert. Nach einer dreiwöchigen Spielpause aufgrund der Weihnachtspause kehrten die Schützlinge von Cheftrainer Alexander Waibl am 16. Januar 2021 in der Sporthalle Berg Fidel aufs Parkett zurück und feierten den sechsten Bundesliga-Sieg in Folge.
„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit der volleyballerischen Leistung nicht. Man hat gemerkt, dass wir nach der langen Pause das Spiel gebraucht haben, um wieder reinzukommen und unseren Rhythmus zu finden“, bilanzierte Waibl nach der Partie. „Wir haben druckvoll aufgeschlagen, uns aber dann auch einige Fehler geleistet. Am Ende waren wir im Angriff deutlich durchschlagskräftiger als der Gegner.“
Start nach Maß – Münster kämpft sich heran
Waibl vertraute seiner bewährten Startformation: Jenna Gray im Zuspiel, Maja Storck auf der Diagonalen, Jennifer Janiska und Lena Stigrot im Außenangriff, Camilla Weitzel und Madeleine Gates auf der Mittelposition sowie Lenka Dürr als Libero.
Die Gäste aus Dresden starteten druckvoll in die Partie. Mit Aufschlag-Assen von Janiska, Weitzel und Storck setzten sie sich schnell auf 8:4 ab. Doch Schritt für Schritt fanden die Gastgeberinnen besser ins Spiel. Der USC um Trainerin Lisa Thomsen kämpfte sich heran und glich beim 17:17 erstmals aus – die beste Phase der Münsteranerinnen in diesem Durchgang. Waibl nahm eine taktische Auszeit und brachte mit dem Doppelwechsel Sarah Straube und Naya Crittenden für Gray und Storck neue Impulse. In der Crunchtime behielten die Elbestädterinnen die Nerven: Bei 21:20 wechselte Waibl zurück zur Stammformation, und Maja Storck verwandelte den zweiten Satzball zum 25:22.
Satz zwei: Rückstand gedreht
Der zweite Durchgang begann holprig für den DSC. Einige Missverständnisse in den eigenen Reihen bescherten Münster eine frühe 5:2-Führung, die Waibl zu einer frühen Auszeit zwang. Seine Worte zeigten Wirkung: Punkt für Punkt arbeitete sich Dresden heran. Ein schöner Einbeiner von Madeleine Gates und eine gekonnte Finte von Jenna Gray brachten den DSC beim 16:13 erstmals mit drei Punkten in Führung. Münster gab sich nicht geschlagen und hielt das Spiel offen, doch der erneute Doppelwechsel und die eingewechselte Emma Cyris brachten frischen Wind. Beim dritten Satzball war es Jennifer Janiska, die den Satz mit einem kraftvollen Angriff zum 25:22 abschloss.
Klare Sache im dritten Satz
Im dritten Abschnitt blieb das Geschehen bis zum 11:10 aus Sicht des USC noch offen. Dann aber schaltete Dresden einen Gang höher. Eine Aufschlagserie von Maja Storck mit einem 5:0-Lauf zum 15:11 brach endgültig den Widerstand der Gastgeberinnen. „Am Ende waren wir im Angriff deutlich durchschlagskräftiger“, so Waibl, der mit einem starken Block und einer stabilen Feldabwehr die Basis für den ungefährdeten Durchgang legte. Nach 81 Minuten verwandelte Lena Stigrot den zweiten Matchball zum 25:17-Endstand.
Die goldene MVP-Medaille erhielt DSC-Kapitänin Lena Stigrot, die mit elf Punkten hinter Maja Storck (14 Punkte) und Jennifer Janiska (12 Punkte) die drittbeste Punktesammlerin ihrer Mannschaft war. Auf Seiten des USC wurde Heloiza Lacerda Pereira als wertvollste Spielerin ausgezeichnet.
Tabellensituation und Ausblick
Mit dem sechsten Sieg in Serie festigte der Dresdner SC den zweiten Tabellenplatz hinter Allianz MTV Stuttgart. Die Mannschaft von Alexander Waibl zeigte sich bereit für die bevorstehende englische Woche, die es in sich hatte: Bereits am Mittwoch folgte das Spitzenspiel gegen den deutschen Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin, ehe zum Abschluss NawaRo Straubing in der Margon Arena gastierte. Im Anschluss reisten die Dresdnerinnen zum CEV-Cup-Turnier nach Istanbul.
Der USC Münster hingegen blieb im Tabellenkeller gefangen. Trainerin Lisa Thomsens Team hatte gegen die spielstarken Dresdnerinnen vor allem in den entscheidenden Phasen der ersten beiden Sätze gut mitgehalten, musste sich aber letztlich der individuellen Klasse des Titelanwärters geschlagen geben.
DSC beendet Saison als Deutscher Meister
Der Blick zurück zeigt: Der Dresdner SC sollte die Saison 2020/21 als Deutscher Meister abschließen – der sechste Titel der Vereinsgeschichte. Der Sieg in Münster war ein wichtiger Mosaikstein auf diesem Weg.
Rivalität seit 2010
Munster W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 33
Munster W und Dresdner SC W trafen 33 Mal aufeinander — Munster W gewann 2 Mal, Dresdner SC W 31 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 31 Siegen aus 33 Begegnungen an. Insgesamt fielen 122 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.70 pro Spiel (27 für die Heimmannschaft, 95 für die Gäste). Beide Teams trafen in 17 Spielen (52%). In 33 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.
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