Die Roten Raben Vilsbiburg feierten einen 3:1-Auswärtssieg beim SC Potsdam – der fünfte Bundesliga-Erfolg in Serie. Jodie Guilliams glänzte mit 21 Punkten.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRote Raben Vilsbiburg schlagen SC Potsdam auswärts mit 3:1
Die Roten Raben Vilsbiburg haben am Samstagabend, den 12. Dezember 2020, in der MBS-Arena Potsdam einen beeindruckenden 3:1-Auswärtssieg (25:14, 25:20, 20:25, 25:23) gegen den hoch gehandelten Tabellenvierten und Pokalfinalisten SC Potsdam gefeiert. Es war der fünfte Bundesliga-Sieg in Serie für das Team von Cheftrainer Florian Völker – zugleich die verdiente Revanche für die klare 0:3-Niederlage im DVV-Pokal-Viertelfinale Mitte November.
Satz für Satz: Die Analyse
Erster Satz: 14:25 – Ein Traumstart für Vilsbiburg
Die Gäste aus Niederbayern erwischten einen Auftakt nach Maß. Mit der eingespielten Anfangsformation der vergangenen Wochen – Zuspielerin Lena Möllers, Luisa Keller auf der Diagonalposition, Danielle Brisebois und Jodie Guilliams im Außenangriff, Kayla Haneline und Josepha Bock im Mittelblock sowie Myrthe Schoot als Libera – waren die Raben von Beginn an auf Augenhöhe. Beim Stand von 12:12 legten die Gäste einen furiosen Zwischenspurt hin: Mit Luisa Keller am Aufschlag zog Vilsbiburg auf 19:12 davon. Die Potsdamerinnen wirkten zunehmend verunsichert und mussten sich am Ende mit 14:25 geschlagen geben – ein Satzgewinn, der in dieser Deutlichkeit kaum zu erwarten gewesen war.
Zweiter Satz: 20:25 – Vilsbiburg bleibt konzentriert
Der SC Potsdam zeigte sich im zweiten Durchgang präsenter, doch die Roten Raben ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Das Team von Florian Völker agierte weiterhin annähernd fehlerfrei: kompakt in der Abwehr, zielstrebig im Angriff und effizient in der Punkteausbeute. Über 8:6 und 16:11 zogen die Gäste davon und sicherten sich auch diesen Satz souverän mit 25:20.
Dritter Satz: 25:20 – Potsdam kämpft sich zurück
Mit mehreren Wechseln versuchte der SC Potsdam, die Wende zu erzwingen. Es entwickelte sich ein heiß umkämpfter dritter Satz. Vilsbiburg lag zunächst vorn (7:8, 14:16), musste sich am Ende aber mit 20:25 geschlagen geben. Die Wende für die Gastgeberinnen wurde damit jedoch nicht eingeleitet.
Vierter Satz: 23:25 – Nervenstarke Raben bringen den Sieg ins Ziel
Im vierten Durchgang brachte Trainer Florian Völker Corina Glaab im Zuspiel. Die Raben blieben stabil, nervenstark und fokussiert auf den Sieg. Aus einem 2:5 machten sie schnell ein 10:6. Ab 15:14 wurde es immer spannender – beide Teams lieferten sich heiße Ballwechsel. Bei 20:17 kehrte Lena Möllers zurück aufs Feld. Bei 24:22 und dem ersten Matchball wurde Vilsbiburg eine Netzberührung gepfiffen. Die Raben ließen insgesamt vier Matchbälle ungenutzt, allein drei davon durch Jodie Guilliams. Doch die Belgierin bekam eine weitere Chance – und diesmal verwandelte sie mit ihrer sprichwörtlichen Entschlossenheit: 25:23 und 3:1-Sieg für Vilsbiburg.
Spielerinnen des Spiels
Matchwinnerin Jodie Guilliams war mit 21 Punkten die Top-Scorerin des Abends. Luisa Keller steuerte 15 Punkte bei und wurde als MVP (Most Valuable Player) ausgezeichnet.
Pressestimmen
Cheftrainer Florian Völker zeigte sich nach dem Spiel hochzufrieden: „Was wir uns vorgenommen haben, hat geklappt. Wir waren in puncto Emotion und Leidenschaft voll da, das zeichnet die Mannschaft ohnehin aus. Und dazu haben wir richtig gut Volleyball gespielt.“
Tabellensituation
Mit dem fünften Sieg in Serie festigten die Roten Raben ihre Position im oberen Tabellendrittel der 1. Volleyball Bundesliga Frauen. Der SC Potsdam, vor der Saison als einer der Favoriten gehandelt, musste nach zuvor wechselhaften Ergebnissen – darunter eine 0:3-Heimniederlage gegen NawaRo Straubing eine Woche zuvor – einen weiteren Rückschlag hinnehmen.
Ausblick
Bereits am Dienstag (17 Uhr, live auf Sport1) stand für Vilsbiburg das Nachholspiel in der heimischen Ballsporthalle gegen die Ladies in Black Aachen auf dem Programm – viel Zeit zum Feiern blieb dem Team von Florian Völker also nicht.
Rivalität seit 2009
Potsdam W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 37
Potsdam W und Vilsbiburg W trafen 37 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 23 Mal, Vilsbiburg W 14 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 142 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.84 pro Spiel (74 für die Heimmannschaft, 68 für die Gäste). Beide Teams trafen in 20 Spielen (54%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Potsdam W ist in den letzten 15 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
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API-Daten: 11. Juni 2026