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1 Bundesliga WomenSaison 2018

Stuttgart W vs SC Schweriner W

11. Mai 2019 um 18:30
32
Auswärts

SC Schweriner W

AI

Allianz MTV Stuttgart besiegt SSC Palmberg Schwerin im entscheidenden 5. Finalspiel mit 3:2 und feiert den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Satzstaende: 25:12, 25:20, 14:25, 24:26, 15:11.

Match-Videos

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Stuttgart krönt sich im fünften Anlauf zum Deutschen Meister

Es war ein Finalkrimi, wie ihn die Volleyball-Bundesliga selten gesehen hat. Im fünften und entscheidenden Spiel der Best-of-Five-Finalserie setzte sich Allianz MTV Stuttgart vor ausverkaufter Kulisse in der SCHARRena mit 3:2 (25:12, 25:20, 14:25, 24:26, 15:11) gegen den SSC Palmberg Schwerin durch und feierte den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Der lange Weg zum Titel

Fünf Mal in Folge stand Stuttgart im Finale der Volleyball Bundesliga der Frauen. Vier Mal musste sich das Team aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt geschlagen geben – zunächst gegen den Dresdner SC, dann zweimal in Folge gegen Schwerin. Nach 2017 und 2018 war es die dritte Finalpaarung zwischen diesen beiden Teams innerhalb von drei Jahren – endlich mit dem glücklicheren Ende für die Schwäbinnen.

Bereits die Hauptrunde hatten die Stuttgarterinnen als Tabellenerster abgeschlossen. Auf dem Weg ins Playoff-Finale ließen sie gegen den VC Wiesbaden und die Ladies in Black aus Aachen nichts anbrennen – ohne einen einzigen Satzverlust. In der Finalserie selbst ging es hin und her: Stuttgart gewann Spiel 1 zu Hause mit 3:1, Schwerin konterte in Spiel 2 mit einem 3:1. Spiel 3 in Schwerin entschied Stuttgart mit 3:2 für sich, ehe der SSC Palmberg Schwerin in Spiel 4 mit einem klaren 3:0 ausglich und den alles entscheidenden fünften Durchgang erzwang.

Satz für Satz: Der dramatische Finalabend

Satz 1 (25:12) – Stuttgarts Start nach Maß

Die Stuttgarterinnen zeigten sich von der Niederlage in Spiel 4 völlig unbeeindruckt. Vor 2.251 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften SCHARRena legten sie einen Traumstart hin. Nach gerade einmal 20 Minuten stand der erste Satz mit 25:12 – eine Machtdemonstration, die Schwerin völlig von der Rolle brachte. Die Annahme der Gäste wackelte, während Stuttgarts Angriff um die überragende Krystal Rivers kaum zu stoppen war.

Satz 2 (25:20) – Der Titel war zum Greifen nah

Schwerin fand sich langsam, doch Stuttgart blieb dominant. Mit 25:20 zog der Gastgeber auf 2:0 davon. Der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte lag in der Luft. Die Fans in der SCHARRena konnten es kaum fassen – nach vier vergeblichen Anläufen sollte es endlich klappen.

Satz 3 (14:25) – Schwerin schlägt zurück

Der Rekordmeister aus Schwerin bewies jedoch Moral. Der SSC Palmberg Schwerin, trainiert von Felix Koslowski, steigerte sich deutlich. Die Annahme stabilisierte sich, der Block stand besser, und Stuttgart verlor kurz den Faden. Mit 25:14 verkürzte Schwerin auf 1:2 – die Partie war wieder offen.

Satz 4 (24:26) – Nervenkrimi bis zum Schluss

Der vierte Durchgang wurde zur Zitterpartie. Stuttgart lag lange Zeit auf Titelkurs und hatte mehrfach Matchball. Doch der Vorjahresmeister um die niederländische Diagonalangreiferin Lonneke Slöetjes behielt die Nerven und wehrte alle Matchbälle ab. Mit 26:24 erzwang Schwerin den Tiebreak. Die Stuttgarter Anspannung war mit Händen zu greifen – wieder einmal drohte der Titel in letzter Minute zu entgleiten.

Satz 5 (15:11) – Rivers schreibt Geschichte

Im Tiebreak zeigte Stuttgart zu Beginn wacklige Nerven, doch dann schaltete der Gastgeber einen Gang hoch. Das Team von Ioannis Athanasopoulos zog schnell auf 9:5 davon und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. Um 20:31 Uhr war es schließlich Krystal Rivers, die mit einem Hinterfeldangriff den entscheidenden Punkt erzielte und den ersten Meistertitel der Stuttgarter Vereinsgeschichte besiegelte. Die SCHARRena explodierte.

Emotionale Momente und Jubelstürme

Besonders bewegend war der Anblick von Julia Schaefer, die sich drei Tage zuvor im vierten Finalspiel einen Wadenbeinbruch zugezogen hatte und einen Tag nach der Operation aus dem Krankenhaus gekommen war, um ihr Team von der Seitenlinie zu unterstützen. Auf Krücken gestützt, weinte sie nach dem verwandelten Matchball bittere Tränen der Freude – vielleicht die erste liegende Meisterin im deutschen Volleyball.

Trainer Ioannis Athanasopoulos (auch bekannt als Giannis Athanasopoulos) hatte die Mannschaft nach der klaren Niederlage in Spiel 4 mental wieder aufgerichtet und die richtige Taktik für das entscheidende Spiel gefunden. Sein Gegenüber Felix Koslowski musste sich trotz einer starken Schweriner Saison geschlagen geben.

Die Helden des Abends

Krystal Rivers war die überragende Spielerin auf dem Feld. Die US-Amerikanerin prägte das Stuttgarter Angriffsspiel nach Belieben und besorgte den entscheidenden Matchball. Auch Paige Tapp am Netz und Madison Bugg als Zuspielerin lieferten eine starke Vorstellung ab. Auf Schweriner Seite kämpfte Anna Pogany in der Annahme aufopferungsvoll, während Lonneke Slöetjes die Hauptlast im Angriff trug.

Eine Saison der Superlative

Die Meistersaison 2018/19 war für Stuttgart eine Mammutaufgabe: 22 Bundesligaspiele in der Hauptrunde, vier Pokalspiele, zwölf Champions-League-Partien bis ins Viertelfinale und zehn packende Playoff-Spiele – insgesamt 48 Pflichtspiele seit Ende Oktober. Dass die Mannschaft diese Belastung so souverän meisterte, spricht für die herausragende Arbeit des Trainerteams um Athanasopoulos.

Abschiede und Ausblick

Die erste Meisterschaft war auch eine Zeit der Abschiede. Mit Micheli Tomazela Pissinato und Renata Sandor beendeten zwei Spielerinnen ihre aktive Karriere, die das Gesicht des Teams jahrelang geprägt hatten. Auch Molly McCage, die beste Mittelblockerin der Play-offs, verließ Stuttgart in Richtung Heimat USA. Kapitänin Deborah van Daelen beendete ebenfalls nach dem Titelgewinn ihre Karriere, während Sarah Wilhite nach Südamerika zog und Madison Bugg den Verein verließ.

Der erste Neuzugang für die folgende Saison stand bereits fest: Die erfahrene Zuspielerin Kathleen Weiß sollte helfen, den Kader nach dem großen Umbruch zu stabilisieren. Die Mission Titelverteidigung begann im Sommer 2019 mit vielen neuen Gesichtern – doch der historische Moment des 11. Mai 2019 in der SCHARRena bleibt für immer in den Geschichtsbüchern des deutschen Volleyballs.

Fazit

Allianz MTV Stuttgart beendete mit diesem 3:2-Sieg seinen Final-Fluch und krönte eine herausragende Saison mit dem ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Der 3:2-Erfolg im fünften und entscheidenden Finalspiel gegen den SSC Palmberg Schwerin war die logische Konsequenz einer Saison, die von Konstanz, Kampfgeist und einer geschlossenen Mannschaftsleistung geprägt war. Für den deutschen Volleyball war diese Finalserie ein Werbespot – fünf Spiele, die bis zur letzten Minute Spannung boten und am Ende einen würdigen neuen Meister hervorbrachten.

Rivalität seit 2010

Stuttgart W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 50

Stuttgart W und SC Schweriner W trafen 50 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 21 Mal, SC Schweriner W 29 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 29 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 192 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.84 pro Spiel (84 für die Heimmannschaft, 108 für die Gäste). Beide Teams trafen in 31 Spielen (62%). In 50 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2019.

Unentschieden
0
·
SC Schweriner W
29
Siege
Tore gesamt
192 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
31/50 · 62%
Über 2,5
50/50 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026