Allianz MTV Stuttgart besiegt SSC Palmberg Schwerin im fünften Finalspiel 3:2 und feiert die erste Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Krystal Rivers verwandelt den Matchball.
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KI-ZusammenfassungHistorischer Triumph: Allianz MTV Stuttgart ringt Schwerin im Finalkrimi nieder und feiert erste Meisterschaft
Stuttgart – Im fünften Anlauf, im fünften Finalspiel der Serie, im fünften Satz: Allianz MTV Stuttgart hat sich mit einem 3:2 (25:12, 25:20, 14:25, 24:26, 15:11)-Heimsieg gegen den SSC Palmberg Schwerin den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte gesichert. In einer dramatischen Partie vor ausverkaufter SCHARRena (2.251 Zuschauer) beendeten die Stuttgarterinnen ihren Final-Fluch und krönten eine herausragende Saison.
Der Weg ins alles entscheidende Spiel
Fünf Mal in Folge stand Allianz MTV Stuttgart im Finale der Volleyball Bundesliga der Frauen. Vier Mal in Serie hatten sich die Schwäbinnen geschlagen geben müssen – zunächst gegen den Dresdner SC, dann zweimal gegen den heutigen Gegner aus Schwerin. In der Hauptrunde 2018/19 belegte Stuttgart souverän den ersten Platz, ehe man auf dem Weg ins Playoff-Finale gegen den VC Wiesbaden und die Ladies in Black aus Aachen ohne Satzverlust blieb.
In der Best-of-Five-Finalserie entbrannte ein Duell auf höchstem Niveau. Die Ausgangslage vor Spiel 5: Stuttgart gewann Spiel 1 in der SCHARRena mit 3:1, Schwerin konterte in Spiel 2 mit einem 3:1-Erfolg in der PALMBERG ARENA. Spiel 3 in Schwerin entschied Stuttgart mit 3:2 für sich, ehe die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski in Spiel 4 vor heimischem Publikum mit einem klaren 3:0 den Ausgleich erzwang und die Entscheidung in den fünften und letzten Akt verschob.
Satz 1 und 2: Stuttgarter Machtdemonstration
Die Stuttgarterinnen zeigten sich von der klaren 0:3-Niederlage am Donnerstag wenig beeindruckt. Vor heimischen Publikum legten sie los wie die Feuerwehr. Der SSC Palmberg Schwerin fand in den ersten beiden Sätzen überhaupt nicht in die Partie. Mit einer beeindruckenden Aufschlag- und Blockarbeit dominierte das Team von Trainer Giannis Athanasopoulos die Anfangsphase. Nach nur 20 Minuten stand der erste Satz mit 25:12 – eine Ansage an den Titelverteidiger.
Auch im zweiten Durchgang blieb Stuttgart am Drücker. Schwerin kämpfte zwar verbissen, fand aber weiterhin kein Mittel gegen die aufgerückte Stuttgarter Defensive und den variablen Angriff um Krystal Rivers. Mit 25:20 ging auch der zweite Satz an die Hausherrinnen – die 2:0-Führung war perfekt, die SCHARRena tobte.
Satz 3 und 4: Schwerin schlägt zurück
Doch der Rekordmeister aus Mecklenburg-Vorpommern gab sich nicht geschlagen. Der SSC Palmberg Schwerin steigerte sich nach dem Seitenwechsel enorm und zeigte die Klasse, die ihn in den vergangenen Jahren zur bestimmenden Mannschaft in der Liga gemacht hatte. Mit druckvollen Aufschlägen und einer deutlich verbesserten Block-Feldabwehr brachte Schwerin die Stuttgarter Angriffsreihe immer wieder in Bedrängnis. Der dritte Satz ging deutlich mit 25:14 an die Gäste – der Turnaround schien eingeleitet.
Auch der vierte Durchgang entwickelte sich zu einer hochklassigen Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Stuttgart lag lange Zeit auf Titelkurs und erspielte sich mehrfach die Chance zur Vorentscheidung. Doch der SSC Palmberg Schwerin bewahrte die Nerven, wehrte Satzbälle ab und erzwang mit 26:24 den Tiebreak. Die Norddeutschen hatten die psychologische Morgendite auf ihrer Seite – Stuttgart musste sich von der verpassten Chance erholen.
Tiebreak: Krystal Rivers schreibt Geschichte
Im entscheidenden fünften Satz zeigte sich dann, warum Stuttgart die Hauptrunde dominiert hatte und warum Krystal Rivers in dieser Saison zur wertvollsten Spielerin der Liga gekürt werden sollte. Die Diagonalangreiferin aus den USA übernahm Verantwortung, als es am meisten darauf ankam.
Das Team von Ioannis Athanasopoulos zog schnell auf 9:5 davon und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. Die Führung gab Sicherheit, der Block stand kompakt, und die Annahme hielt dem steigenden Druck stand. Um 20:31 Uhr war es schließlich Rivers selbst, die mit einem Hinterfeldangriff den historischen Matchball verwandelte und den ersten Meistertitel in der Stuttgarter Vereinsgeschichte besiegelte. Die SCHARRena explodierte, Spielerinnen und Fans brachen in Jubel aus.
Die Heldinnen des Abends
Neben der überragenden Krystal Rivers, die nicht nur die MVP-Medaille für das Finalspiel erhielt, sondern aufgrund ihrer konstant herausragenden Leistungen über die gesamte Saison hinweg als beste Spielerin der Liga ausgezeichnet wurde, trugen viele Akteurinnen zu diesem Triumph bei. Pia Kästner dirigierte das Spiel als Zuspielerin mit Übersicht und Präzision. Molly McCage erwies sich als die beste Mittelblockerin der Playoffs, während Kapitänin Deborah van Daelen ihr Team durch die nervenaufreibenden Momente führte.
Besondere Bedeutung kam den beiden Stuttgarter Urgesteinen Micheli Tomazela Pissinato und Renáta Sándor zu, die nach diesem Finale ihre aktiven Karrieren beendeten. Beide waren 2014 nach Stuttgart gekommen und hatten den Verein über Jahre geprägt. „Es ist einfach der beste Moment, aufzuhören – nach fünf Finalspielen, im fünften Satz zu gewinnen und dann im fünften Anlauf zum ersten Mal Meister zu werden“, sagte die Brasilianerin Micheli sichtlich bewegt.
Ein Triumph für die ganze Stadt
Geschäftsführer Aurel Irion richtete vor der Siegerehrung bewegende Worte an die Fans: „Wir haben die geilsten Fans in ganz Deutschland.“ Sportdirektorin Kim Renkema brachte es auf den Punkt: „Wenn Träume wahr werden.“ Die Feierlichkeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden – mit Sirtaki-Tänzen auf dem Feld, wilden Jubelarien im VIP-Raum und Partys in der Stuttgarter Innenstadt.
Für Stuttgart endete die Saison am letztmöglichen Tag nach 48 Pflichtspielen – 22 Bundesligapartien in der Hauptrunde, vier Pokalspielen, zwölf Champions-League-Auftritten (bis ins Viertelfinale) und zehn packenden Playoff-Partien. Der Lohn: der erste Meisterstern für die schwäbische Volleyball-Hochburg.
Fazit
Allianz MTV Stuttgart beendete mit diesem 3:2-Erfolg gegen den SSC Palmberg Schwerin die jahrelange Durststrecke und holte die erste Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Die Serie ging über die volle Distanz von fünf Spielen, das Finale selbst über fünf Sätze – spannender und dramatischer hätte der Titelgewinn nicht sein können. Krystal Rivers avancierte zur alles überragenden Spielerin, und die Stuttgarter Fans feierten ihren ersten Meistertitel, als gäbe es kein Morgen.
Rivalität seit 2010
Stuttgart W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 50
Stuttgart W und SC Schweriner W trafen 50 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 21 Mal, SC Schweriner W 29 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 29 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 192 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.84 pro Spiel (84 für die Heimmannschaft, 108 für die Gäste). Beide Teams trafen in 31 Spielen (62%). In 50 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2019.
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API-Daten: 11. Juni 2026
