Menu
1 Bundesliga WomenSaison 2017

Dresdner SC W vs SC Schweriner W

3. April 2018 um 18:10
03
Auswärts

SC Schweriner W

AI

Dresdner SC unterliegt SSC Palmberg Schwerin im ersten Playoff-Halbfinale 0:3 (24:26, 11:25, 16:25) — Satzkrimi im ersten Durchgang, dann klare Überlegenheit der Gäste.

Match-Videos

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

DSC unterliegt SSC in erstem Halbfinale klar mit 0:3

Die Margon Arena in Dresden war mit 2.800 Zuschauern bis auf den letzten Platz gefüllt, doch die heimischen Volleyballerinnen des Dresdner SC erlebten einen schwarzen Abend. Im ersten Spiel der Playoff-Halbfinalserie (best-of-three) der 1. Volleyball Bundesliga Frauen unterlag das Team von Trainer Alexander Waibl dem Titelverteidiger SSC Palmberg Schwerin am 3. April 2018 deutlich mit 0:3 (24:26, 11:25, 16:25). Nach lediglich 78 Minuten nutzte Schwerins Zuspielerin Denise Hanke den ersten Matchball zum Sieg.

Satz eins: Drama bis zum letzten Punkt

Der erste Durchgang entwickelte sich zu einer regelrechten Achterbahnfahrt. Schwerin kam besser ins Spiel, agierte mit viel Ruhe und Präzision und nutzte die Punktchancen konsequent. Der DSC hatte in der Annahme zu kämpfen, brachte Zuspielerin Lena Apitz nicht immer in eine gute Position. Beim 16:22 sah es bereits nach einem sicheren Satzgewinn für den SSC aus — doch dann schlug die Stunde von Marrit Jasper. Mit starken Aufschlägen brachte die Niederländerin den Gastgeber bis auf 21:22 heran. Die Moral der Dresdnerinnen schien zurückzukehren.

Schwerin erkämpfte sich beim 24:21 drei Satzbälle, doch der DSC wehrte alle drei ab — auch dank der eingewechselten Barbara Wezorke. Am Ende war es die fünfte Satzgelegenheit, die Schwerin nutzte: Maja Dumancic packte im Block gegen Piia Korhonen zu und entschied den Krimi mit 26:24 für den SSC.

Satz zwei: Der Einbruch

Der verlorene erste Satz setzte dem Heimteam sichtlich zu. Der zweite Durchgang war eine einzige Machtdemonstration der Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern. In der Annahme wollte beim DSC nichts mehr gelingen. Waibl versuchte frühzeitig, mit einem Wechsel im Zuspiel neue Reize zu setzen — doch auch die Rückkehr von Apitz beim Stand von 5:14 brachte keine Wende.

Schwerin war in allen Belangen überlegen. Dresden machte viel zu wenig Druck mit dem Aufschlag, sodass Hanke auf der Gegenseite die Bälle nach Belieben verteilen konnte. Der Block der Gastgeberinnen kam gar nicht mehr hinterher. Louisa Lippmann, die deutsche Nationalspielerin, wirbelte die DSC-Abwehr durcheinander. Mit einem Angriffsfehler von Aneta Hodanová endete der zweite Satz nach nur 20 Minuten mit 11:25 — der Tiefpunkt der Saison für den Pokalsieger.

Satz drei: Keine Rückkehr

Auch im dritten Spielabschnitt fand der DSC nicht zu seiner Normalform. In keinem Element konnte der Pokalsieger präzise und sauber genug agieren. Vor allem im Aufschlag erzeugte der Gastgeber weiterhin zu wenig Druck, um Schwerins geordneten Spielaufbau zu stören. Lediglich beim 13:15 keimte kurz Hoffnung auf, doch das Spiel der Waibl-Mannschaft war an diesem Abend zu fehlerhaft, um dem SSC gefährlich werden zu können.

Denise Hanke, die erfahrene Zuspielerin und spätere Meisterin, beendete die Partie mit einem Ass gleich mit dem ersten Matchball — 16:25, 0:3 aus Dresdner Sicht.

Topscorer und MVP-Ehrung

Bei der "Sports & Travel" MVP-Ehrung des Abends erhielt Greta Szakmary die Goldmedaille, Silber ging an Ivana Mrdak. Beste Scorerin beim DSC war Piia Korhonen mit elf Punkten. Auf Schweriner Seite überzeugte vor allem Nationalspielerin Louisa Lippmann mit einer starken Leistung im Angriff.

Stimmen zum Spiel

"Wir haben in der Annahme heute nicht unseren Rhythmus gefunden und den Plan in Block und Abwehr nicht so umgesetzt, wie besprochen. Wir werden an uns arbeiten und versuchen, in Schwerin mit viel Energie und Emotionen aufzutreten. Denn davon lebt unser Team", sagte DSC-Mittelblockerin Barbara Wezorke nach der Partie.

Ausgangslage und Playoff-Kontext

Die Saison 2017/18 der Volleyball-Bundesliga der Frauen ging in ihre heiße Phase. Der Dresdner SC war als Pokalsieger und Hauptrundenzweiter (vor Schwerin) in die Playoffs gestartet. Der SSC Palmberg Schwerin hingegen kam als Titelverteidiger und Hauptrundendritter ins Halbfinale. Das Nordduell zwischen diesen beiden deutschen Volleyball-Schwergewichten — der DSC mit sechs Meistertiteln, Schwerin mit zwölf — versprach eine packende Serie.

Doch mit diesem deutlichen 3:0-Auswärtssieg in der Margon Arena setzte Schwerin ein dickes Ausrufezeichen. Für den DSC war es ein herber Rückschlag in der best-of-three-Serie — ein 0:1-Rückstand vor dem zweiten Spiel in Schwerin. Am Ende sollte Schwerin die Serie mit einem weiteren Sieg (3:1) für sich entscheiden und später auch die Deutsche Meisterschaft gewinnen.

Statistiken auf einen Blick

Kategorie Dresdner SC SSC Schwerin
Sätze 0 3
1. Satz 24 26
2. Satz 11 25
3. Satz 16 25
Spieldauer 78 Minuten
Zuschauer 2.800

Ausblick

Der DSC musste nach dieser klaren Niederlage im Rückspiel in Schwerin (7. April 2018) eine Reaktion zeigen. Die Mannschaft um Trainer Alexander Waibl reiste mit dem Ziel nach Mecklenburg-Vorpommern, die Serie zu verlängern und ein entscheidendes drittes Spiel zu erzwingen.

Rivalität seit 2009

Dresdner SC W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 40

Dresdner SC W und SC Schweriner W trafen 40 Mal aufeinander — Dresdner SC W gewann 17 Mal, SC Schweriner W 23 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 161 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.03 pro Spiel (75 für die Heimmannschaft, 86 für die Gäste). Beide Teams trafen in 27 Spielen (68%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2021.

Unentschieden
0
·
SC Schweriner W
23
Siege
Tore gesamt
161 · 4.0/Spiel
Beide getroffen
27/40 · 68%
Über 2,5
40/40 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026