VC Wiesbaden besiegt Rote Raben Vilsbiburg nach einer Achterbahnfahrt mit 3:2 (25:22, 13:25, 25:16, 19:25, 15:11) in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAchterbahnfahrt mit Happy End
Die Partie war geprägt von extremen Leistungsschwankungen auf beiden Seiten. Nach einem knapp gewonnenen ersten Satz ließ Wiesbaden im zweiten Durchgang völlig nach, um sich dann im dritten Satz eindrucksvoll zurückzumelden. Vilsbiburg kämpfte sich erneut heran und erzwang den Tiebreak, den der VCW letztlich souverän für sich entschied.
Satz 1: Knapper Auftakt
Im ersten Satzdrittel konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Beim 16:12 erarbeitete sich der VCW einen Vier-Punkte-Vorsprung, der jedoch bis zum 18:18 wieder aufgeholt wurde. Die Hessinnen behielten die Ruhe: Tanja Großer markierte das 22:20 und 23:21, Nina Herelová beendete eine lange Rallye zum 24:22. Jaidyn Blanchfield machte postwendend den Satz klar – 25:22 (1:0).
Satz 2: Totaler Einbruch
Den Schwung aus Satz 1 konnte Wiesbaden nicht mitnehmen. Die Konzentration war weg, Vilsbiburg setzte die Gäste mit starken Aufschlägen und cleveren Lösungen massiv unter Druck (4:3, 9:5, 12:5). Co-Trainer Christian Sossenheimer, der das Team gemeinsam mit Scout Daniel Ramirez betreute, reagierte und brachte Pauline Bietau für Zuspielerin Milana Božić sowie Melissa Langegger für Jaidyn Blanchfield. Nichts half – die Raben dominierten nach Belieben und holten sich mit 25:13 den Satzausgleich (1:1). In der zehnminütigen Satzpause hatte Sossenheimer seinen Spielerinnen einiges mitzugeben.
Satz 3: Die Antwort
Der VCW kam deutlich gefestigter aus der Pause. Die Aktionen waren klarer, der Block stand wesentlich besser als im zweiten Durchgang. Mit 5:3 und 8:5 zog Wiesbaden davon. Tanja Großer und Milana Božić stellten auf 16:12 und 19:15. Izabella Rapacz verschaffte ihrem Team acht Satzbälle (24:16), und wie schon im ersten Durchgang war es Jaidyn Blanchfield, die den Sack zumachte – 25:16 (2:1).
Satz 4: Raben schlagen zurück
Vilsbiburg erwischte den besseren Start (4:1). Der VCW drehte das Momentum kurzzeitig und führte 9:7, 12:11 und 16:15. Doch dann schalteten die Gastgeberinnen wieder in den Angriffsmodus. Der Block der Raben wurde undurchdringlich, die Aufschläge kamen druckvoll. Nacheinander brachte Sossenheimer Jonna Wasserfaller für Nina Herelová und Celine Jebens für Milana Božić. Vergebens – Vilsbiburg holte sich den Satz mit 25:19 und erzwang den Tiebreak (2:2).
Satz 5: Nervenstärke im Tiebreak
Beim 4:3 ging der VCW erstmals in Führung und zeigte die reiferen Lösungen (10:7). Ein schöner Heber von Jaidyn Blanchfield unterstrich die wachsende Sicherheit der Wiesbadenerinnen. Beim 11:10 wurde es noch einmal eng, doch der VCW ließ sich nicht mehr beirren. Izabella Rapacz machte mit einem kraftvollen Angriff das 15:11 und den 3:2-Endstand perfekt.
Die Scorerinnen
Im Blickpunkt standen vorab die beiden Diagonalangreiferinnen und Topscorerinnen der Liga: Izabella Rapacz (VC Wiesbaden, Polen) und Pauline Martin (Vilsbiburg, Belgien). Beide wurden als MVP geehrt – Rapacz sogar in Gold. Rapacz steuerte 26 Zähler bei, Martin kam auf 24 Punkte. Die weiteren Wiesbadener Punkte kamen von Rachel Anderson (13), Jaidyn Blanchfield (12), Tanja Großer (11), Nina Herelová (8), Milana Božić (8) und Melissa Langegger (1).
Statement Christian Sossenheimer
„Das war das erwartet schwere und enge Spiel wie schon in den Begegnungen zuvor. Vilsbiburg hat zeitweise großartig aufgeschlagen. Heute war es ein Match des Wollens, das wir mit guter Einstellung für uns entschieden haben. Man hat aber schon gemerkt, dass uns zwischenzeitlich auch mal die nötige Energie gefehlt hat. In der Zehnminutenpause haben wir uns vor Augen gehalten, was wir im ersten Satz clever gemacht haben. Das hat dann ja auch im dritten Satz funktioniert. Dass wir den Tiebreak gewonnen haben, zeugt von der guten Moral der Mannschaft.“
Milana Božić ergänzte: „Es ist offensichtlich, dass wir wieder einmal nicht mit maximaler Konzentration durchs Spiel gekommen sind. Vilsbiburg gehört zu den stark fightenden Mannschaften. In diesem Spiel war der Service der entscheidende Faktor. Wir haben aber alle eine Teamleistung geboten, die zumindest für zwei Punkte gereicht hat.“
Ausblick
Der VCW bleibt mit diesem Erfolg ungeschlagener Tabellenführer der Zwischenrunden-Gruppe B. Bereits am kommenden Samstag geht es in eigener Halle gegen die Ladies in Black Aachen weiter – Anpfiff ist um 19:00 Uhr.
Rivalität seit 2009
VC Wiesbaden W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 36
VC Wiesbaden W und Vilsbiburg W trafen 36 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 18 Mal, Vilsbiburg W 18 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Insgesamt fielen 140 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.89 pro Spiel (69 für die Heimmannschaft, 71 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (61%). In 36 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. VC Wiesbaden W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
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API-Daten: 11. Juni 2026
