VC Wiesbaden schlägt USC Münster 3:1 in der 1. Bundesliga Frauen 2017/18. Nach verlorenem Startsatz drehten die Hessinnen auf und gewannen die nächsten drei Durchgänge deutlich.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden bezwingt USC Münster 3:1 – Hessinnen drehen Partie nach verschlafenem Startsatz
VC Wiesbaden (W) – USC Münster (W) 3:1 (23:25, 25:15, 25:19, 25:19) – Der VC Wiesbaden hat am 27. Januar 2018 vor heimischer Kulisse eine souveräne Leistung gezeigt und den USC Münster mit 3:1 besiegt. Nach einem verschlafenen ersten Satz steigerten sich die Hessinnen deutlich und machten aus dem erwarteten Duell auf Augenhöhe eine einseitige Angelegenheit.
Ausgangslage: Punkte gegen den Negativtrend
Die Partie war für beide Teams von großer Bedeutung. Der VC Wiesbaden stand nach einer durchwachsenen Rückrunde unter Druck und wollte mit einem Heimsieg den Anschluss an das obere Tabellendrittel wahren. Der USC Münster reiste mit der Hoffnung an, nach drei Niederlagen in Serie endlich wieder zu punkten – blieb im neuen Jahr aber weiter ohne Zähler.
Die Vorgeschichte bot Brisanz: Im Hinspiel am 4. November 2017 hatte Münster zuhause mit 3:1 die Oberhand behalten (27:29, 25:23, 25:23, 25:23). Wiesbaden war also auf Wiedergutmachung aus.
Personalnot bei Münster – Scholten fehlt
Die Gäste mussten vor der Partie gleich mehrere Rückschläge verkraften. Topscorerin Iris Scholten fiel kurzfristig verletzt aus. Für die Niederländerin startete die gerade erst zurückgekehrte Nikolina Maros auf der Diagonalposition. Zudem komplettierten Ines Bathen – die 2018 eigentlich ihre Bundesligakarriere beendet hatte – und Mittelblock-Talent Maya Sendner (VCO Münster) den angeschlagenen Kader.
„Natürlich spielt es eine Rolle, wenn die beste Angreiferin verletzt ausfällt. Aber dennoch war das heute im Angriff insgesamt viel zu harmlos“, ärgerte sich Münsters Trainerin Lisa Thomsen nach der Partie. „Ohne Angriff kann man einfach kein Volleyballspiel gewinnen. Dann nützt es auch nichts, wenn die anderen Elemente durchaus ordentlich waren. Unser Kampfgeist und die Blockabwehr waren heute super, aber man muss für einen Sieg eben auch eigene Punkte machen.“
Der Spielverlauf: Ein Satz zum Vergessen, dann die Welle
Satz 1 (23:25): Die Gäste starteten bissiger und setzten Wiesbaden früh unter Druck. Eine starke Abwehr und ein effizienter Angriff bescherten Münster einen knappen Satzgewinn. Kapitänin Maria Schlegel glich für Wiesbaden zwischenzeitlich auf 13:13 aus, doch Münster behielt in einer packenden Schlussphase die Nerven. Letztlich brachte eine Netzberührung der Wiesbadener Mittelblockerin Wruck die Entscheidung.
Satz 2 (25:15): Die Antwort der Wiesbadenerinnen ließ nicht lange auf sich warten. Mit einer konzentrierten Blockarbeit und einer deutlich verbesserten Aufschlagserie zog der VCW früh auf 8:2 davon. Münsters Angriff verlor gegen den jetzt stehenden Block der Hessen seine Durchschlagskraft – Satz zwei wurde zur klaren Angelegenheit.
Satz 3 (25:19): Auch nach dem Seitenwechsel blieb Wiesbaden dominant. Münster versuchte durch Umstellungen (Bathen kam für Kömmling, Kirchhoff für Maros) neue Impulse zu setzen und startete vielversprechend (5:3). Doch dann legte Wiesbaden eine beeindruckende Serie hin und zog auf 19:9 davon – der Satz war früh entschieden.
Satz 4 (25:19): Geschlagen gaben sich die Unabhängigen nicht und stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Münster eröffnete erfolgreich (10:7) und hielt das Spiel lange offen. Am Ende reichten die Kräfte jedoch nicht – Wiesbaden blieb souverän und sicherte sich den 3:1-Erfolg.
Schlüsselfaktoren: Blockarbeit und Aufschlagdruck
Der entscheidende Faktor war die Adjustierung der Wiesbadenerinnen nach dem verlorenen ersten Satz. Während Münster im Auftaktdurchgang noch von einem effizienten Angriff profitierte, stellte sich der VCW in der Blockabwehr zunehmend besser auf die Münsteraner Angreiferinnen ein. Dazu gesellte sich ein druckvoller Aufschlag, der den USC immer wieder aus dem Rhythmus brachte.
Die Statistik spricht eine klare Sprache: Nach dem 23:25 im ersten Satz gewann Wiesbaden die folgenden drei Durchgänge mit deutlichen Abständen – 25:15, 25:19 und 25:19. Insbesondere die Satzgewinne zwei und drei waren eine Machtdemonstration des heimischen Teams.
Ausblick
Für den USC Münster war es die dritte Niederlage in Serie und der dritte sieglose Auftritt im neuen Jahr. Die nächste Gelegenheit auf einen Erfolg bot sich eine Woche später im NRW-Derby gegen die Ladies in Black Aachen.
Der VC Wiesbaden hingegen festigte mit dem deutlichen Heimsieg seine Position im Mittelfeld der Tabelle und zeigte sich für die kommenden Aufgaben gerüstet. In der 1. Bundesliga Frauen 2017/18 bleibt die Liga eng – und Wiesbaden hat mit diesem Sieg ein wichtiges Ausrufezeichen gesetzt.
Head-to-Head: Historische Bilanz
Die Rivalität zwischen beiden Teams hat eine lange Tradition. Der VC Wiesbaden führt den direkten Vergleich mit 21 Siegen aus 37 Begegnungen an (16 Siege für Münster, 0 Unentschieden).
Rivalität seit 2010
VC Wiesbaden W vs Munster W Direkter Vergleich· 37
VC Wiesbaden W und Munster W trafen 37 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 21 Mal, Munster W 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 21 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 156 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.22 pro Spiel (83 für die Heimmannschaft, 73 für die Gäste). Beide Teams trafen in 28 Spielen (76%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
