VCO Berlin W
SC Schweriner W
SSC Palmberg Schwerin fegt VCO Berlin mit 3:0 (25:19, 25:11, 25:8) aus der Halle – souveräner Auswärtssieg des Titelverteidigers am 12. Spieltag der Volleyball-Bundesliga Frauen 2017/18.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSSC Schwerin deklassiert VCO Berlin: 0:3 (19:25, 11:25, 8:25)
Der SSC Palmberg Schwerin hat seine Titelambitionen in der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen eindrucksvoll untermauert. Am 12. Spieltag der Saison 2017/18 fegte der amtierende Deutsche Meister den Tabellenletzten VCO Berlin mit 3:0 (25:19, 25:11, 25:8) aus der heimischen Halle — ein Ergebnis, das in seiner Deutlichkeit keine Zweifel an den Kräfteverhältnissen ließ.
Ungleiche Vorzeichen
Die Ausgangslage vor dem Aufeinandertreffen hätte unterschiedlicher kaum sein können. Der SSC Schwerin ging als Titelverteidiger und designierter Meisterschaftsanwärter in die Partie. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2017 hatten die Schwerinerinnen um Trainer Felix Koslowski den Kader gezielt verstärkt und visierten die erneute Titelverteidigung an. Mit Ausnahmespielerinnen wie Louisa Lippmann, die in dieser Saison die Einzelrankings der Liga anführte, Jennifer Geerties und Denise Hanke verfügte das Team über eine beeindruckende Personaldecke.
Auf der anderen Seite des Netzes stand der VCO Berlin — das Nachwuchsleistungszentrum des Deutschen Volleyball-Verbandes. Das Team fungiert als Talenteschmiede und gibt jungen Spielerinnen die Möglichkeit, erste Bundesliga-Luft zu schnuppern. In der Saison 2017/18 zahlten die Berlinerinnen jedoch den Preis für diese Entwicklungsphilosophie: Mit null Siegen aus den ersten elf Partien und einem Satzverhältnis von 5:36 war das Team abgeschlagenes Schlusslicht der Liga. Auch die Bilanz gegen Schwerin sprach Bände — in 15 vorangegangenen Duellen hatte der SSC ausnahmslos gewonnen.
Satz 1: Respektabler Beginn, aber keine Überraschung
Der erste Satz begann vielversprechend für die Gastgeberinnen. VCO Berlin zeigte sich unbeeindruckt von der Favoritenrolle des Gegners und hielt in der Anfangsphase gut mit. Die jungen Berlinerinnen spielten befreit auf, sicherten sich durch konsequente Annahme und druckvolle Aufschläge früh Respekt. Doch ab der Satzmitte zog Schwerin das Tempo an. Die Erfahrung und technische Überlegenheit der Gäste setzte sich durch: präzise Zuspiele von Zuspielerin Denise Hanke, kombiniert mit der Durchschlagskraft von Louisa Lippmann im Angriff, ließen die Berliner Abwehr immer wieder verzweifeln. Am Ende hieß es 25:19 für den SSC — ein Satzgewinn, der die Kräfteverhältnisse widerspiegelte, aber dem Kampfgeist der Gastgeberinnen Tribut zollte.
Satz 2: Schwerin legt den Turbo ein
Im zweiten Durchgang steigerten sich die Schwerinerinnen. Was im ersten Satz noch ein offener Schlagabtausch gewesen war, entwickelte sich nun zur einseitigen Demonstration. Schwerins Angriffsreihen um Lippmann, die tschechische Nationalspielerin Michaela Mlejnková und die deutsche Nationalangreiferin Jennifer Geerties fanden immer wieder Lücken in der Berliner Blockformation. Die Annahme der Gastgeberinnen geriet mehr und mehr ins Wanken, Aufschlagserien von Schwerin brachten die junge VCO-Mannschaft in erhebliche Annahmeschwierigkeiten.
VCO Berlin kämpfte zwar verbissen, doch die fehlende Erfahrung im Spiel gegen einen Spitzengegner machte sich bemerkbar. Mit 25:11 ging der zweite Satz deutlich an den SSC — ein klares Statement des Meisters.
Satz 3: Das Meisterstück
Der dritte und letzte Satz geriet zur Machtdemonstration. Schwerin ließ nichts mehr anbrennen und spielte seine technische und taktische Überlegenheit schonungslos aus. Die Aufschläge der Gäste — variabel platziert mit hohem Tempo — nahmen VCO Berlin früh jede Möglichkeit, eigene Angriffsaktionen geordnet aufzubauen. Die Berliner Abwehr stand oft einen Schritt zu spät, während im eigenen Angriff die Durchschlagskraft fehlte, um Schwerins starken Block ernsthaft zu gefährden.
Mit 25:8 endete der dritte Satz — das deutlichste Satzergebnis der gesamten Partie. Es war der dritte 3:0-Sieg Schwerins gegen VCO Berlin in dieser Saison (nach dem 3:0 im Hinspiel am 14. Oktober 2017).
Tabellenauswirkungen
Durch den Sieg festigte der SSC Schwerin seinen zweiten Tabellenplatz hinter dem Dresdner SC (11 Siege aus 12 Spielen) und vor dem MTV Stuttgart, der ebenfalls 28 Punkte aufwies, aber eine Partie mehr absolviert hatte. Für VCO Berlin bedeutete die zwölfte Niederlage im zwölften Saisonspiel den vorläufigen Tiefpunkt einer schwierigen Saison — das Team blieb weiterhin ohne Punktgewinn am Tabellenende.
Rückblick und Ausblick
Für den SSC Schwerin war es der neunte Saisonsieg und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung — die am Ende der Saison 2017/18 mit dem erneuten Gewinn der Deutschen Meisterschaft gekrönt werden sollte. Schwerin setzte sich in den Playoffs durch und holte sich den Meistertitel zum zweiten Mal in Folge.
Für VCO Berlin begann die zweite Saisonhälfte mit der Gewissheit, dass der eingeschlagene Weg der Talentförderung zwar sportlich schmerzhafte Niederlagen mit sich bringt, aber langfristig Früchte tragen soll. Viele Spielerinnen, die beim VCO ausgebildet wurden, fanden später den Weg in die Nationalmannschaft oder zu Spitzenclubs der Bundesliga.
Fazit
Der 3:0-Sieg des SSC Palmberg Schwerin gegen VCO Berlin war ein Spiel zweier unterschiedlicher Welten: hier der erfahrene, mit Nationalspielerinnen gespickte Titelverteidiger mit klaren Meisterschaftsambitionen — dort das unerfahrene, aber ambitionierte Nachwuchsteam, das unter erschwerten Bedingungen um Anschluss kämpfte. Das Endergebnis von 19:25, 11:25 und 8:25 sprach eine deutliche Sprache.
Rivalität seit 2010
VCO Berlin W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 15
VCO Berlin W und SC Schweriner W trafen 15 Mal aufeinander — VCO Berlin W gewann 0 Mal, SC Schweriner W 15 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 15 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 48 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.20 pro Spiel (3 für die Heimmannschaft, 45 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (20%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 15 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–1 im Jahr 2016.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026