SC Schweriner W
Vilsbiburg W
SSC Palmberg Schwerin unterliegt den Roten Raben Vilsbiburg in einem packenden Fünf-Satz-Krimi mit 2:3 (25:14, 21:25, 25:23, 16:25, 14:16) in der Palmberg Arena.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSatz für Satz: Eine Achterbahnfahrt
Satz 1: Schwerin dominiert nach Belieben
Die Hausherrinnen erwischten einen Traumstart. Vor allem im ersten Durchgang ließen die Schützlinge von Trainer Felix Koslowski den Gästen aus Niederbayern keine Chance. Mit einem beeindruckenden 25:14 fegte der SSC Palmberg Schwerin durch den Auftaktsatz und zeigte warum sie als amtierender Meister in die Saison gegangen waren. Nationalspielerin Louisa Lippmann und Jennifer Geerties trafen aus allen Lagen, die Annahme um Libera Elisa Lohmann stand sicher und die Aufschläge von Marie Schölzel sorgten früh für Breaks.
Satz 2: Vilsbiburg schlägt zurück
Doch die Roten Raben, die unter ihrem neuen Schweizer Cheftrainer Timothy Lippuner eine wechselhafte Saison spielten, bewiesen Moral. Gestützt auf eine starke Aufschlagserie von Lena Stigrot und die erfahrene belgische Zuspielerin Ilka Van de Vyver kämpften sie sich in den Satz zurück. Schwerin hatte plötzlich große Probleme in der Annahme, die Gäste zogen auf 21:25 davon und glichen zum 1:1 aus.
Satz 3: Enge Kiste geht an Schwerin
Der dritte Durchgang war von großem Kampf geprägt. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, ehe sich Schwerin in der Crunchtime dank einer starken Vorstellung der finnischen Zuspielerin Kaisa Alanko und einer Aufschlagserie von Gréta Szakmáry mit 25:23 durchsetzte. Die 1:2-Führung für den SSC schien die Vorentscheidung zu sein – zumal Schwerin zu Hause in der Palmberg Arena in dieser Saison bis dahin eine Macht war.
Satz 4: Raben überrennen Schwerin
Doch was dann kam, überraschte die rund 1.300 Zuschauer in der Palmberg Arena. Der vierte Satz wurde zur einseitigen Angelegenheit – nur diesmal aus Sicht der Gäste. Vilsbiburgs Außenangreiferinnen Leonie Schwertmann und Jennifer Pettke, die deutsche Nationalspielerin, trafen nahezu fehlerfrei. Schwerin fand kein Mittel gegen den blockstarken Gegner und kassierte ein deutliches 16:25. Plötzlich hieß es 2:2 und es kam zum Tiebreak.
Satz 5: Tiebreak-Krimi mit dem besseren Ende für Vilsbiburg
Der Entscheidungssatz war ein echter Krimi. Punkt um Punkt kämpften beide Teams – eine kleine Aufholjagd von Schwerin von 8:10 auf 13:13 brachte die Halle zum Beben. Doch am Ende hatten die Roten Raben die besseren Nerven: Mit 16:14 sicherte sich Vilsbiburg den Tiebreak und damit den 3:2-Auswärtssieg.
Die Schlüsselfiguren
Auf Schweriner Seite überzeugte Louisa Lippmann als stärkste Angreiferin, doch die Diagonalangreiferin bekam im Laufe des Spiels immer mehr Probleme mit dem Vilsbiburger Block. Denise Hanke, die erfahrene Zuspielerin und deutsche Nationalspielerin, zeigte sich nach dem Spiel im Interview mit dem SSC-Kanal enttäuscht: „Wir haben es heute verpasst, unsere Chancen konsequent zu nutzen. Vilsbiburg hat verdient gewonnen, sie haben bis zum Schluss gekämpft.“
Auf Seiten der Roten Raben ragte Lena Stigrot heraus. Die deutsche Nationalangreiferin war mit ihren kraftvollen Angriffen über Außen der entscheidende Faktor im Tiebreak. Jennifer Pettke, eine der beiden Neuzugänge der Saison, bestätigte ihre starke Form und zeigte, warum die Raben auf deutsches Nationalpersonal setzen. Auch die erfahrene Zuspielerin Ilka Van de Vyver aus Belgien dirigierte ihr Team mit großer Ruhe und Übersicht.
Tabellenkonstellation
Mit diesem Sieg kletterten die Roten Raben Vilsbiburg in der Tabelle der 1. Bundesliga Frauen auf Platz 7 und hielten Anschluss an die Playoff-Ränge. Der SSC Palmberg Schwerin blieb mit der Niederlage auf Platz 3 (39 Punkte aus 16 Spielen), konnte aber nach zuvor starken Leistungen – u. a. ein eindrucksvoller 3:0-Sieg gegen den Spitzenreiter MTV Stuttgart am 2. Weihnachtstag 2017 (35:33 im ersten Satz) – nicht nachlegen. Der Dresdner SC an der Tabellenspitze (41 Punkte) und der Verfolger aus Stuttgart (40 Punkte bei einem Spiel weniger) zogen davon.
Bereits im Hinspiel am 18. Oktober 2017 hatte Schwerin in Vilsbiburg mit 3:1 gewonnen – die Roten Raben gelobten damals Revanche. Die gelang ihnen an diesem intensiven Januarabend in Schwerin eindrucksvoll.
Ausblick
Für den SSC Schwerin ging es bereits wenige Tage später weiter: Am 14. Januar stand das Auswärtsspiel beim Schlusslicht VCO Berlin an, das souverän mit 3:0 gewonnen wurde. Vilsbiburg reiste am 21. Januar zu den Ladies in Black Aachen. Am Ende der Saison 2017/18 sollte Schwerin den dritten Platz in der Hauptrunde belegen und im Playoff-Halbfinale gegen den späteren Meister Stuttgart ausscheiden, während die Roten Raben das Viertelfinale erreichten.
Rivalität seit 2010
SC Schweriner W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 30
SC Schweriner W und Vilsbiburg W trafen 30 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 23 Mal, Vilsbiburg W 7 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 116 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.87 pro Spiel (76 für die Heimmannschaft, 40 für die Gäste). Beide Teams trafen in 18 Spielen (60%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 9 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
