SC Schweriner W
Munster W
SSC Palmberg Schwerin dreht 0:2-Satzrückstand gegen USC Münster in der Palmberg Arena und gewinnt 3:2 (22:25, 23:25, 25:22, 25:22, 15:12) am 8. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2017/18.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSSC Palmberg Schwerin bezwingt USC Münster 3:2 nach Tiebreak-Drama
Schwerin – In einem packenden Bundesliga-Match der Frauen behielt der SSC Palmberg Schwerin (ehemals Schweriner SC) am Samstagabend in der Palmberg Arena die Oberhand und besiegte den USC Münster mit 3:2 (22:25, 23:25, 25:22, 25:22, 15:12). Vor heimischer Kulisse zeigten die Mecklenburgerinnen eine beeindruckende Moral, nachdem sie bereits mit 0:2-Sätzen zurückgelegen hatten.
Die Ausgangslage
Der SSC Palmberg Schwerin ging als amtierender Deutscher Meister in die Saison 2017/18 und hatte sich zum Ziel gesetzt, den Titel zu verteidigen. Das Team von Trainer Felix Koslowski startete stark in die Spielzeit und belegte zur Jahresendzeit einen der vorderen Tabellenplätze. Der USC Münster hingegen war als Außenseiter nach Schwerin gereist, hatte jedoch nichts zu verlieren und präsentierte sich von Beginn an mutig.
Das Hinspiel der Saison hatte Schwerin noch klar mit 3:0 gewonnen. Doch die Mannschaft von Trainer Teun Buijs aus Münster hatte dazugelernt und sich für die Partie in der Palmberg Arena einiges vorgenommen.
Satz 1 und 2: Münster startet furios
Die Gäste aus Westfalen erwischten einen Traumstart. Mit einer aggressiven Aufschlagserie und einer stabilen Annahme brachten sie die Schwerinerinnen immer wieder in Bedrängnis. Der USC zeigte sich im ersten Satz hellwach und sicherte sich diesen verdient mit 25:22. Vor allem die Diagonalangreiferin Ines Bathen und Zuspielerin Katja Kylmäaho harmonierten hervorragend und stellten die Schweriner Block-Abwehr immer wieder vor Probleme.
Auch der zweite Satz ging an die Unabhängigen aus Münster. In einer hart umkämpften Phase behielt der USC die Nerven und gewann mit 25:23. Nach zwei Sätzen führte Münster überraschend mit 2:0 und träumte von der Sensation in der Landeshauptstadt. Der SSC wirkte sichtlich geschockt und fand nur schwer in die Partie.
Satz 3 und 4: Die Wende
Doch der Meister zeigte seine Klasse. Mit einer energischen Ansprache in der Satzpause schien Trainer Felix Koslowski den richtigen Ton getroffen zu haben. Der SSC kam mit neuem Elan aus der Kabine und dominierte den dritten Satz von Beginn an. Vor allem DVV-Nationalspielerin Louisa Lippmann übernahm nun Verantwortung und schmetterte die Bälle unhaltbar in die Münsteraner Feldhälfte. Der SSC gewann Satz drei mit 25:22 und war zurück im Spiel.
Im vierten Satz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. Doch erneut waren es die Schwerinerinnen, die in den entscheidenden Phasen die Nerven bewahrten. Mit 25:22 erzwangen sie den Tiebreak und bewiesen, warum sie als Meister in die Saison gestartet waren.
Tiebreak: Nervenstärke entscheidet
Der fünfte Satz war ein einziger Krimi. Punkt um Punkt kämpften beide Teams, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Die Palmberg Arena kochte, die Fans peitschten ihr Team nach vorne. Am Ende waren es die erfahrenen Spielerinnen des SSC, die die entscheidenden Punkte erzielten. Maren Brinker und Lauren Barfield zeigten im entscheidenden Moment ihre Klasse. Schwerin gewann den Tiebreak mit 15:12 und sicherte sich einen hochverdienten 3:2-Heimsieg.
Schlüsselspielerinnen
Louisa Lippmann (SSC Palmberg Schwerin) war einmal mehr die überragende Angreiferin auf dem Feld. Die gebürtige Münsteranerin, die ihre Karriere einst beim USC Münster begann, erzielte zweistellige Punktzahlen und war in den entscheidenden Phasen nicht zu stoppen. Auch Maren Brinker zeigte eine starke Leistung und traf vor allem im Tiebreak die richtigen Entscheidungen. Mittelblockerin Lauren Barfield dominierte am Netz und setzte entscheidende Blocks.
Auf Seiten des USC Münster überzeugte Ines Bathen als zuverlässige Punktesammlerin, während Katja Kylmäaho ein kluges Zuspiel zeigte und das Spiel ihrer Mannschaft hervorragend lenkte.
Historischer Kontext
Der SSC Palmberg Schwerin baute mit diesem Sieg seine beeindruckende Bilanz gegen den USC Münster weiter aus. In der gemeinsamen Bundesliga-Geschichte standen sich beide Teams bis dahin 29 Mal gegenüber – Schwerin gewann 24 dieser Duelle, Münster lediglich fünf.
Die Saison 2017/18 sollte für Schwerin ein voller Erfolg werden. Der SSC Palmberg Schwerin krönte sich am Ende der Spielzeit zum zwölften Mal zum Deutschen Meister und untermauerte seine Stellung als einer der erfolgreichsten deutschen Volleyballvereine.
Ausblick
Für den USC Münster war es eine bittere, aber lehrreiche Niederlage. Das Team von Teun Buijs hatte dem Meister über weite Strecken Paroli geboten und gezeigt, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen war. Die Moral und die kämpferische Leistung stimmten, auch wenn am Ende erneut die Punkte in Schwerin blieben.
Der SSC Palmberg Schwerin hingegen bewies einmal mehr seine Comeback-Qualitäten. Die Fähigkeit, nach einem 0:2-Satzrückstand noch zurückzukommen, zeugte von großem Selbstvertrauen und der nötigen Abgeklärtheit, die ein Meister auszeichnet.
Die Palmberg Arena war mit rund 1.800 Zuschauern gut gefüllt, die ein hochklassiges und dramatisches Volballspiel zu sehen bekamen.
Rivalität seit 2009
SC Schweriner W vs Munster W Direkter Vergleich· 29
SC Schweriner W und Munster W trafen 29 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 24 Mal, Munster W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 24 Siegen aus 29 Begegnungen an. Insgesamt fielen 107 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.69 pro Spiel (78 für die Heimmannschaft, 29 für die Gäste). Beide Teams trafen in 14 Spielen (48%). In 29 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2019.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026