Dresdner SC besiegt Rote Raben Vilsbiburg auswärts mit 3:0 (25:21, 25:21, 25:20) vor 1.783 Zuschauern in der Ballsporthalle. Lena Stigrot feiert Comeback für Vilsbiburg.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungDresdner SC feiert klaren 3:0-Auswärtssieg in Vilsbiburg – Enge Sätze, aber keine Punkte für die Roten Raben
Vilsbiburg – Der Dresdner SC hat das Bundesliga-Klassiker am 18. November 2017 bei den Roten Raben Vilsbiburg souverän mit 3:0 (25:21, 25:21, 25:20) für sich entschieden. Vor 1.783 Zuschauern in der Ballsporthalle lieferten sich beide Teams drei enge Sätze, doch am Ende behielt der erfahrene Titelträger der Jahre 2014 bis 2016 die Oberhand.
Drei enge Sätze – Kleinigkeiten entscheiden
Die Partie begann denkbar ausgeglichen. Vilsbiburgs Trainer Timo Lippuner konnte erstmals nach ihrer Fußgelenkverletzung wieder auf Nationalspielerin Lena Stigrot zurückgreifen, die anstelle von Anja Zdovc in die Startformation rückte. Die Roten Raben zeigten von der ersten Minute an, dass sie dem Favoriten aus Dresden Paroli bieten wollten.
Bereits früh entwickelte sich ein temperamentvolles Match mit spektakulären Ballwechseln auf beiden Seiten. Bei 14:13 für die Hausherrinnen sah sich DSC-Trainer Alexander Waibl gezwungen, seine zweite Auszeit zu nehmen. Doch in der umkämpften Schlussphase des ersten Satzes bewies Dresden die größere Abgezocktheit und sicherte sich den Durchgang mit 25:21.
Auch der zweite Satz verlief nach einem ähnlichen Muster. Vilsbiburg hielt ausgezeichnet mit, die Annahme stand sicher, und über Lena Stigrot sowie die Diagonalangreiferinnen fanden die Gastgeberinnen immer wieder Lücken im Dresdner Block. Doch erneut waren es die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt, die in den entscheidenden Momenten die Nerven bewahrten. Mit 25:21 ging auch der zweite Durchgang an den DSC.
Dresdner Erfahrung macht den Unterschied
Im dritten Satz stemmten sich die Roten Raben noch einmal gegen die drohende Niederlage. Vor heimischer Kulisse kämpften die Vilsbiburgerinnen verbissen und hielten die Partie lange offen. Beim Stand von 20:20 schien eine Satzverlängerung möglich, doch der Dresdner SC schaltete einen Gang höher und entschied die Schlussphase mit 5:0 für sich. Am Ende hieß es 25:20 – der dritte Satz und damit der Gesamtsieg waren perfekt.
„Klasse-Volleyball im Klassiker, aber keine Punkte für die Roten Raben“, fasste ein Beobachter die Partie treffend zusammen. Vilsbiburg hatte gewiss mehr verdient als eine glatte 0:3-Niederlage; dass der Sieg des Deutschen Meisters der Jahre 2014 bis 2016 grundsätzlich in Ordnung ging, daran gab es aber keinen Zweifel. Kleinigkeiten machten an diesem Abend den Unterschied.
Lena Stigrots Comeback
Besonders erfreulich aus Vilsbiburger Sicht war die Rückkehr von Lena Stigrot. Die deutsche Nationalspielerin hatte zuvor mit einer Fußgelenkverletzung zu kämpfen gehabt und feierte gegen den Dresdner SC ihr Comeback in der Starting Six. Stigrot zeigte eine ansprechende Leistung und deutete an, dass sie in den kommenden Wochen eine wichtige Rolle im Vilsbiburger Spiel einnehmen würde.
Tabellenkontext der Saison 2017/18
Die Saison 2017/18 der 1. Bundesliga Frauen war von einem engen Titelkampf geprägt. Der Dresdner SC, der zwischen 2014 und 2016 drei deutsche Meisterschaften in Folge gewonnen hatte, befand sich in der Rückrunde auf der Suche nach der alten Dominanz. Die Roten Raben Vilsbiburg kämpften derweil um den Anschluss an die Spitzengruppe und etablierten sich im soliden Mittelfeld der Liga.
Am Ende der Saison sollte sich der SSC Palmberg Schwerin die Deutsche Meisterschaft sichern, während der Dresdner SC als Vizemeister abschloss. Vilsbiburg belegte einen Platz im gesicherten Mittelfeld.
Fazit
Der 3:0-Erfolg des Dresdner SC in Vilsbiburg war ein Ergebnis, das die Klasse der Gäste widerspiegelte, auch wenn die Satzergebnisse enger waren, als es das Endresultat vermuten ließ. Vilsbiburg zeigte eine ansprechende Leistung, konnte sich dafür aber nicht mit Punkten belohnen. Die Rückkehr von Lena Stigrot gab dem Team von Trainer Timo Lippuner jedoch Hoffnung für die kommenden Aufgaben.
Spiel auf einen Blick
| Kategorie | Vilsbiburg W | Dresdner SC W |
|---|---|---|
| Endstand | 0 | 3 |
| 1. Satz | 21 | 25 |
| 2. Satz | 21 | 25 |
| 3. Satz | 20 | 25 |
| Datum | 18. November 2017, 19:00 Uhr | |
| Austragungsort | Ballsporthalle, Vilsbiburg | |
| Zuschauer | 1.783 | |
| Wettbewerb | 1. Bundesliga Frauen, Saison 2017/18 |
Rivalität seit 2010
Vilsbiburg W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 40
Vilsbiburg W und Dresdner SC W trafen 40 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 10 Mal, Dresdner SC W 30 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 30 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 153 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.83 pro Spiel (51 für die Heimmannschaft, 102 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (57%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.
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