Aachen unterliegt Schwerin im Viertelfinal-Krimi mit 2:3. Die Ladies in Black verpassen nach 2:1-Satzführung den Halbfinal-Einzug.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAachener Hexenkessel brodelt – doch Schwerin zieht ins Halbfinale ein
Die Ladies in Black Aachen haben sich mit einer leidenschaftlichen Vorstellung aus der Saison 2014/15 verabschiedet. Im zweiten Viertelfinalspiel der best-of-three-Serie unterlag der Underdog dem Rekordmeister Schweriner SC trotz zwischenzeitlicher 2:1-Satzführung mit 2:3 (22:25, 26:24, 25:15, 18:25, 9:15). Vor 925 frenetisch feiernden Fans in der Sporthalle Neuköllner Straße fehlten am Ende die berühmten Wimpernschläge, um ein entscheidendes drittes Spiel zu erzwingen.
Der Spielverlauf
Satz 1: Schwerin erobert die Führung
Die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern erwischten den besseren Start. Mit Aufschlagdruck und einer stabilen Block-Feldabwehr setzte sich der Favorit früh ab. Aachen hielt dagegen, kämpfte sich immer wieder heran – doch im Schlussspurt behielt Schwerin die Nerven und holte sich Satz 1 mit 25:22.
Satz 2: Aachen schlägt zurück
Die Antwort der Gastgeberinnen ließ nicht lange auf sich warten. In einem engen zweiten Durchgang, der bis zum Ende völlig offen blieb, bewiesen die Ladies in Black Moral. Dank konsequenter Blockarbeit und einer starken Tatiana Crkonova im Angriff erkämpften sie sich den Satz mit 26:24 und glichen zum 1:1 aus.
Satz 3: Die Aachener Dominanz
Jetzt war der Hexenkessel endgültig entfacht. Aachen spielte wie entfesselt auf: starke Aufschläge, entschlossene Angriffe über die Außen und eine herausragende Abwehrleistung ließen den Schwerinerinnen keine Chance. Der dritte Satz war eine Demonstration der Aachener Stärke – 25:15 aus Sicht der Gastgeberinnen, die damit in Führung gingen. Die Sensation lag in der Luft.
Satz 4: Schwerin besinnt sich auf seine Klasse
Mit dem Rücken zur Wand zeigte der 13-malige Meister seine ganze Erfahrung. Besonders die junge Außenangreiferin Jennifer Geertjes erwies sich als entscheidende Waffe für die Wende. Während die Gäste aus Aachen beim Stand von 10:5 noch von einem Entscheidungsspiel in Schwerin träumen durften, drehte der SSC auf. Ein ums andere Mal scheiterte Aachen am Schweriner Block. Mit 25:18 erzwangen die Gäste den Tiebreak.
Satz 5: Tiebreak-Entscheidung
Der fünfte Satz begann verheißungsvoll, doch beim Seitenwechsel lag Schwerin bereits mit 8:4 vorn. Noch einmal heizten die Aachener Fans die Stimmung an, doch der Rekordmeister ließ sich den Viertelfinal-Einzug nicht mehr nehmen. Mit einem Aufschlag-Ass von Yvon Belien – einer von drei Ex-Aachenerinnen im Schweriner Kader – machte der SSC den Deckel drauf. 15:9 lautete das Endergebnis im Tiebreak.
Schlüsselfiguren der Partie
Auf Aachener Seite ragte Tatiana Crkonova heraus. Die Angreiferin wurde folgerichtig zur MVP ihrer Mannschaft gewählt und war über weite Strecken der verlässlichste Punktelieferant der Gastgeberinnen. Ebenfalls stark: Karolina Bednarova, die das Aachener Spiel immer wieder mit klugen Angriffen belebte.
Auf Schweriner Seite zeigte vor allem die 19-jährige Jennifer Geertjes eine herausragende Leistung und war maßgeblich an der Wende im vierten Satz beteiligt. Diana Nenova wurde als MVP des Spiels ausgezeichnet. Der Schweriner Kader bot mit Jana-Franziska Poll, Yvon Belien und Laura Weihenmaier gleich drei frühere Aachener Spielerinnen auf – eine besondere Note in diesem Duell.
Historischer Kontext
Die Saison 2014/15 war für die Ladies in Black eine denkwürdige Spielzeit. Erst im Februar hatten sie mit dem Einzug ins DVV-Pokalfinale für Furore gesorgt – das bis dahin größte Ereignis der jungen Vereinsgeschichte. In der Liga hatte Aachen als Außenseiter die Playoffs erreicht und dem Favoriten aus Schwerin nun alles abverlangt.
Das erste Viertelfinalspiel in Schwerin hatte der SSC mit 3:0 oder 3:1 für sich entschieden. Mit dem 3:2-Erfolg in Aachen machte der Rekordmeister den Einzug ins Halbfinale perfekt, wo Dresden und Berlin bereits warteten.
Der Schweriner SC baute mit diesem Sieg seine beeindruckende Bilanz gegen Aachen weiter aus. Von 31 Duellen (Stand 2015) hatten die Norddeutschen 26 gewonnen, Aachen lediglich fünf.
Fazit
Am Ende stand eine Saison zum Stolzieren für die Ladies in Black Aachen – auch wenn der Traum vom Halbfinale platzte. Mit einer couragierten Leistung im Rücken verabschiedeten sich Karolina Bednarova und ihre Teamkolleginnen unter minutenlangem Applaus ihrer Fans in die Sommerpause. Der Schweriner SC zog derweil als verdienter, aber hart geprüfter Sieger ins Halbfinale ein.
Endstand: Aachen W 2–3 SC Schweriner W (22:25, 26:24, 25:15, 18:25, 9:15)
Rivalität seit 2009
Aachen W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 31
Aachen W und SC Schweriner W trafen 31 Mal aufeinander — Aachen W gewann 5 Mal, SC Schweriner W 26 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 26 Siegen aus 31 Begegnungen an. Insgesamt fielen 113 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.65 pro Spiel (30 für die Heimmannschaft, 83 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (48%). In 31 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 4 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2021.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026