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1 Bundesliga WomenSaison 2014

Kopenicker Berlin W vs Stuttgart W

25. Oktober 2014 um 18:00
Heim

Kopenicker Berlin W

32
Auswärts

Stuttgart W

AI

Köpenicker SC Berlin schlägt Allianz MTV Stuttgart in einem von extremen Schwankungen geprägten Bundesliga-Krimi mit 3:2 – Entscheidung im Tiebreak vor heimischer Kulisse.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Krimi in der Hämmerlingstraße: KSC holt ersten Saisonsieg gegen Stuttgart

Der Köpenicker SC Berlin hat am 2. Spieltag der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen 2014/15 einen packenden 3:2-Heimsieg gegen den Allianz MTV Stuttgart gefeiert. Vor heimischer Kulisse in der Sporthalle Hämmerlingstraße setzten sich die Berlinerinnen am Samstagabend, den 25. Oktober 2014, mit 25:18, 18:25, 27:25, 11:25 und 15:13 durch. Es war eine Partie der extremen Schwankungen – die Emotionen auf der Tribüne und beim Trainerteam hätten kaum größer sein können.

Start mit Hindernissen, dann starke Reaktion

Der erste Satz begann für die Gastgeberinnen alles andere als wunschgemäß. Die Annahme der Berlinerinnen wackelte, Stuttgart nutzte die Unsicherheiten eiskalt aus und zog schnell auf 12:7 davon. Doch der KSC fand allmählich in die Partie. Mit konzentrierten Aufschlägen – allen voran die Aufschlagserie von Pia Riedel – setzten die Berlinerinnen die bis dahin gut organisierte Gästedeckung massiv unter Druck. Köpenick agierte nun variabel im Angriff: Die Diagonalangreiferin Kindra Carlson und Mittelblockerin Lauren Barfield mit ihren Schnellangriffen punkteten nahezu nach Belieben. Der Satz ging verdient mit 25:18 an die Gastgeber – optimaler Auftakt.

Heather Meyers demontiert die Berliner Annahme

Was im zweiten Durchgang folgte, glich einem kleinen Desaster für die Hauptstädterinnen. Heather Meyers von Stuttgart servierte sich in einen wahren Rausch und zerstörte mit ihren sich wegdrehenden Sprungaufschlägen die Berliner Annahme förmlich. Von 4:5 zog Stuttgart auf 4:13 davon – ein brutaler Lauf. Als der KSC endlich die richtige Einstellung auf Meyers' Aufschläge gefunden hatte, war der Satz bereits verloren. Mit 18:25 ging Satz zwei an die Gäste aus Schwaben.

Hochklassiger dritter Satz mit Happy End

Der dritte Satz bot von Beginn an Volleyball auf höchstem Niveau. Beide Teams schenkten sich nichts, lagen ständig auf Augenhöhe. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, lange Ballwechsel mit exzellenten Angriffsleistungen auf beiden Seiten brachten das Publikum zu Beifallsstürmen. Die Partie entwickelte sich zu einem intensiven Schlagabtausch. Am Ende hatte der KSC das glücklichere Ende für sich – in der Verlängerung setzten sich die Berlinerinnen mit 27:25 durch. Trainer Benedikt Frank und sein Team gingen mit einer 2:1-Satzführung in die Pause.

Einbruch im vierten Satz

Hatten die Zuschauer gehofft, der dritte Satz wäre der Wendepunkt, wurden sie im vierten Durchgang eines Besseren belehrt. Stuttgart schlug erneut mit voller Wucht auf. Diesmal waren es Papafotiou und Renkema, die mit ihren Aufschlagserien die Berliner Abwehr vor schier unlösbare Aufgaben stellten. Beim Stand von 1:12 (!) gelang dem KSC erst der zweite Punkt. Der Satz war längst entschieden, Stuttgart ließ sich die Chance auf den Ausgleich nicht nehmen, während die Gastgeberinnen in diesem Durchgang nicht mehr zu ihrer Angriffsstärke fanden. 11:25 lautete das ernüchternde Ergebnis – es ging in den Tiebreak.

Nervenkitzel im Entscheidungssatz

Der fünfte Satz musste die Entscheidung bringen, und er hielt, was der Spielverlauf versprach. Stuttgart erwischte den besseren Start und ging mit 9:5 in Führung. Der KSC stand mit dem Rücken zur Wand. Doch was dann folgte, war eine beeindruckende Energieleistung. Mit konsequenter kämpferischer Einstellung und großartiger Abwehrarbeit kämpften sich die Berlinerinnen Punkt für Punkt heran. Beim 12:12 war der Ausgleich geschafft. Im Herzschlagfinale behielten die Gastgeberinnen die Nerven und verwandelten den Matchball zum umjubelten 15:13-Sieg.

Die Satzergebnisse im Überblick

Satz Köpenicker SC Allianz MTV Stuttgart
1 25 18
2 18 25
3 27 25
4 11 25
5 15 13

Endstand: 3:2

Tabellensituation nach dem 2. Spieltag

Durch diesen Heimsieg sammelte der Köpenicker SC die ersten beiden Punkte der Saison und kletterte auf den geteilten 8. Tabellenplatz mit 1 Sieg aus 2 Spielen. Stuttgart hingegen blieb nach zwei Spieltagen punktlos und rutschte auf den 10. Rang ab – für einen Titelanwärter ein alles andere als optimaler Start.

Schlüsselspielerinnen

Kindra Carlson und Lauren Barfield ragten im Angriff des KSC besonders heraus. Während Carlson über die Diagonale für Druck sorgte, punktete Barfield zuverlässig aus dem Mittelblock. Auf Stuttgarter Seite war Heather Meyers mit ihren Aufschlägen die auffälligste Spielerin – sie legte den Grundstein für die beiden Satzgewinne der Gäste.

Ausblick

Für Köpenicker SC Berlin geht es in der jungen Saison darum, an die kämpferische Leistung aus dem Tiebreak anzuknüpfen und die großen Leistungsschwankungen abzustellen. Stuttgart hingegen musste nach dieser bitteren Niederlage schnellstmöglich in die Erfolgsspur zurückfinden, um den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren. Die Rückserie sollte wenige Monate später eine Antwort darauf geben, wer aus diesem Duell die größeren Lehren gezogen hatte.

Rivalität seit 2009

Kopenicker Berlin W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 15

Kopenicker Berlin W und Stuttgart W trafen 15 Mal aufeinander — Kopenicker Berlin W gewann 3 Mal, Stuttgart W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 12 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 61 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.07 pro Spiel (19 für die Heimmannschaft, 42 für die Gäste). Beide Teams trafen in 10 Spielen (67%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2016.

Kopenicker Berlin W
3
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
61 · 4.1/Spiel
Beide getroffen
10/15 · 67%
Über 2,5
15/15 · 100%

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