Die VolleyStars Thüringen besiegten VT Aurubis Hamburg zum Auftakt der Saison 2014/15 mit 3:1 in der Wolfsgrube zu Suhl.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungGelungener Start in der Wolfsgrube
Die VolleyStars Thüringen haben ihr erstes Saisonspiel der Volleyball-Bundesliga 2014/15 erfolgreich gestaltet. Vor heimischer Kulisse in der Suhler Wolfsgrube besiegte das Team von Trainer Dirk Sauermann (der später in der Saison zu VT Aurubis wechselte – Anm. d. Red.) den VT Aurubis Hamburg am 22. Oktober 2014 mit 3:1 (25:20, 22:25, 25:20, 25:23) und feierte damit einen verdienten Auftaktsieg.
Die Partie war der Auftakt für beide Teams in die Spielzeit 2014/15 – eine Saison, die für den VT Aurubis Hamburg von großer Bedeutung sein sollte, da der Hauptsponsor Aurubis bereits angekündigt hatte, sein Engagement im Profisport nach der Saison 2015/16 zu beenden.
Ausgangslage: Zwei Teams im Umbruch
Beide Mannschaften gingen mit nahezu neu formierten Kadern in die Saison. Bei den VolleyStars Thüringen sorgte die überraschende Schwangerschaft von Corina Ssuschke-Voigt, die erst im Sommer nach Suhl gewechselt war, für kurzfristigen Handlungsbedarf. Als Ersatz wurde die 1,92 m große Kolumbianerin Lorena Alexandra Zuleta Garcia verpflichtet, die bereits für den Köpenicker SC in der Bundesliga aktiv gewesen war.
Der VT Aurubis Hamburg unter der Regie des neuen Cheftrainers Dirk Sauermann hatte sein Team nahezu komplett ausgetauscht. Lediglich Nina Braack war aus der Vorsaison im Kader geblieben. Mit Natalia Cukseeva kehrte eine ehemalige Suhler Spielerin nach Hamburg zurück. Die Mannschaft bestand aus sechs deutschen und sechs ausländischen Spielerinnen, darunter das US-Trio Alexis Olgard, Kylin Munoz und Sara Shaw sowie die beiden kanadischen Nationalspielerinnen Lucy Charuk und Jennifer Lundquist, die erst kurz zuvor von der WM in Italien zurückgekehrt waren. Alexis Olgard führte das Team als neue Kapitänin an.
Der Spielverlauf
Erster Satz: Suhl legt los
Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start und zeigten von Beginn an, dass sie den Heimvorteil in der Wolfsgrube nutzen wollten. Mit konsequentem Angriffsspiel und einer stabilen Annahme setzten sich die VolleyStars früh ab. Die Hamburgerinnen taten sich schwer, gegen die gut organisierte Suhler Abwehr ihren Rhythmus zu finden. Am Ende hieß es 25:20 für die Thüringerinnen – eine verdiente Satzführung.
Zweiter Satz: Hamburg schlägt zurück
Im zweiten Durchgang steigerten sich die Gäste aus der Hansestadt merklich. Natalia Cukseeva, die bis zur Vorsaison noch für Suhl aufgelaufen war, zeigte gegen ihre ehemaligen Teamkolleginnen eine starke Leistung. Auch die US-Amerikanerin Kylin Munoz fand zunehmend besser ins Spiel. VT Aurubis kämpfte sich Punkt für Punkt heran und sicherte sich den Satz mit 25:22. Die Partie war wieder völlig offen.
Dritter Satz: Die Wende zugunsten Suhls
Nach dem verlorenen zweiten Satz ließen sich die VolleyStars nicht aus dem Konzept bringen. Vor allem der Mittelblock um die neuverpflichtete Kolumbianerin Lorena Zuleta Garcia erwies sich als schwer zu überwindendes Hindernis für die Hamburger Angreiferinnen. Suhl zog wieder davon und holte sich den dritten Satz mit 25:20. Damit führten die Gastgeberinnen mit 2:1 nach Sätzen.
Vierter Satz: Nervenkrimi bis zum Schluss
Der vierte Satz entwickelte sich zum spannendsten Durchgang der Partie. Beide Teams schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. VT Aurubis kämpfte verbissen um den Satzausgleich und die Verlängerung des Spiels in den fünften Satz. Doch die VolleyStars behielten die Nerven und verwandelten beim Stand von 25:23 ihren zweiten Matchball. Der Jubel in der Wolfsgrube war groß – die Saison war mit einem Sieg eröffnet.
Tabellensituation nach dem 1. Spieltag
Durch den 3:1-Erfolg starteten die VolleyStars Thüringen mit drei Punkten in die Saison und belegten nach dem ersten Spieltag gemeinsam mit dem Dresdner SC (3:1 gegen Allianz MTV Stuttgart) den dritten Tabellenplatz hinter dem 1. VC Wiesbaden und dem SSC Palmberg Schwerin (beide 3:0). Für den VT Aurubis Hamburg begann die Saison dagegen mit einer Niederlage – das Team von Dirk Sauermann landete mit 0:3-Punkten zunächst im unteren Tabellendrittel.
Ausblick
Für die VolleyStars Thüringen war dieser Heimsieg ein wichtiges Signal nach einer turbulenten Vorbereitung. Das Team zeigte Moral, auch nach dem verlorenen zweiten Satz nicht auseinanderzufallen und sich den Sieg letztlich verdient zu erkämpfen. Der VT Aurubis Hamburg hingegen wusste phasenweise durchaus zu überzeugen und deutete an, dass das neuformierte Team durchaus das Potenzial hatte, in dieser Saison eine Rolle zu spielen. Bereits drei Tage später, am 25. Oktober, hatten die Hamburgerinnen die Chance auf Wiedergutmachung, als sie zu ihrem ersten Heimspiel der Saison gegen den VCO Berlin in die CU-Arena einluden.
Die VolleyStars Thüringen sollten die Saison 2014/15 auf dem zehnten Platz abschließen, während VT Aurubis Hamburg den neunten Rang belegte. Beide Teams verpassten damit die Pre-Playoffs – ein Beleg für die große Ausgeglichenheit der Liga in jener Spielzeit.
Rivalität seit 2009
Suhl W vs Hamburg W Direkter Vergleich· 15
Suhl W und Hamburg W trafen 15 Mal aufeinander — Suhl W gewann 8 Mal, Hamburg W 7 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 56 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.73 pro Spiel (27 für die Heimmannschaft, 29 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (53%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2014.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026