Schweriner SC gewinnt Auftakt der Finalserie gegen Dresdner SC mit 3:1 (25:15, 16:25, 25:21, 25:17) und geht in der best-of-five-Serie um die Deutsche Meisterschaft 1:0 in Führung.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSchweriner SC erobert Auftaktsieg im Meisterschaftsfinale gegen Dresdner SC
Schwerin – Der Schweriner SC hat im ersten Spiel der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft 2012/13 ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Vor 1.771 Zuschauern in der Schweriner Arena besiegte das Team von Trainer Teun Buijs den Vizemeister Dresdner SC mit 3:1 (25:15, 16:25, 25:21, 25:17) und ging in der best-of-five-Serie mit 1:0 in Führung.
Der Weg ins Finale
Bereits zum dritten Mal in Folge standen sich die beiden Champions-League-Starter im Bundesligafinale gegenüber. 2011 und 2012 hatte Dresden jeweils das Nachsehen gehabt, und auch in diesem Jahr sollte sich dieses Muster fortsetzen.
Der Schweriner SC, amtierender Double-Gewinner aus der Vorsaison, hatte sich im Halbfinale souverän mit 2:0 gegen den VC Wiesbaden durchgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Teun Buijs ging als klarer Favorit in die Finalserie – schließlich hatte Schwerin 2011 und 2012 bereits die Meisterschaft gewonnen und strebte den zehnten Titel der Vereinsgeschichte an.
Der Dresdner SC unter Alexander Waibl hatte sich hingegen durch einen dramatischen 2:1-Halbfinalsieg gegen die Roten Raben Vilsbiburg qualifiziert. Nach einer 1:2-Niederlage im ersten Spiel drehte Dresden die Serie mit einem klaren 3:0-Auswärtssieg in Vilsbiburg (25:18, 25:21, 25:21) und sicherte sich das Endspiel-Ticket.
Erster Satz: Schwerin dominiert nach Belieben
Die Gastgeberinnen erwischten einen Traumstart. Nach einem schnellen 4:1 ließ Schwerin dem DSC keine Verschnaufpause. Mit einem druckvollen Angriffsspiel, getragen von der niederländischen Diagonalangreiferin Anne Buijs und der Brasilianerin Lousiane Souza Ziegler, setzte sich das Buijs-Team auf 14:8 und 16:11 ab. Der DSC fand gegen die machtvolle Aufschlagserie und die stabile Block-Feldabwehr der Schwerinerinnen kein Mittel. Mit 25:15 ging Satz eins nach nur 22 Minuten an den Gastgeber – eine klare Ansage.
Zweiter Satz: Dresden schlägt zurück
DSC-Coach Alexander Waibl reagierte und brachte für Stefanie Karg die belgische Mittelblockerin Laura Heyrman aufs Feld. Die Umstellung zeigte sofort Wirkung. Dresden startete konzentrierter, die Annahme stand sicher, und über die Stationen 8:3 und 16:12 zogen die Gäste davon. Mareen Apitz servierte stark, und Lisa Izquierdo – mit 17 Punkten und einer Angriffsquote von 57 Prozent später die Top-Scorerin der Partie – fand immer wieder die Lücken in der Schweriner Abwehr. Der Aufschlagdruck zwang Schwerin zunehmend in die Defensive. Am Ende stand ein ungefährdeter 25:16-Erfolg für den DSC. Der Satzausgleich war geschafft.
Dritter Satz: Die Wende
Der dritte Durchgang wurde zur Vorentscheidung. Schwerin fand zurück zu seiner Dominanz. Beim 8:7 lag Dresden zur ersten technischen Auszeit noch knapp vorn, doch dann schaltete der Gastgeber einen Gang hoch. Beim 11:16 lag der SSC bereits deutlich vorne. Das Waibl-Team kämpfte sich noch einmal auf 20:21 heran – ein kleines Morgenrot für die Dresdnerinnen. Doch in der entscheidenden Phase war es wieder Anne Buijs, die mit ihren kraftvollen Angriffen die Mauer des DSC durchbrach und die Schweriner Führung endgültig festigte. 25:21 – Schwerin führte mit 2:1 Sätzen.
Vierter Satz: Schwerin macht den Deckel drauf
Der vierte Abschnitt begann für den DSC mit einem Schock. Nach einem frühen 2:6-Rückstand fand Dresden nicht mehr ins Spiel zurück. Das Team wirkte ideenlos, die Annahme schwankte, und Schwerin zog unaufhaltsam davon. Erfreulich aus Dresdner Sicht war allenfalls das Comeback von Diagonalspielerin Judith Pietersen, die nach monatelanger Verletzungspause beim Stand von 6:16 eingewechselt wurde und drei Angriffspunkte beisteuerte. Doch der Widerstand war gebrochen. Mit 25:17 endete das Spiel – 3:1 für den Schweriner SC.
Schlüsselfiguren und Statistik
Die goldene MVP-Medaille erhielt Lousiane Souza Ziegler, die mit ihren variantenreichen Angriffen immer wieder für Wirbel sorgte. Schwerins Trainer Teun Buijs nominierte Libera Nicole Davis als beste Spielerin auf seiner Seite. Aufseiten des DSC ragte Lisa Izquierdo mit 17 Punkten und einer starken Angriffsleistung heraus.
Das Gesamtpunktverhältnis von 91:78 spiegelt die Überlegenheit des Gastgebers wider, auch wenn der zweite Satz deutlich an Dresden ging. Die 1.771 Fans in der Schweriner Arena erlebten ein intensives Finale auf höchstem Niveau.
Ausblick
Mit dem 1:0 in der best-of-five-Serie reiste der Schweriner SC als Favorit zum zweiten Finalspiel am 1. Mai nach Dresden. Die Margon Arena war für diese Partie bereits ausverkauft. Dresden hoffte auf die Unterstützung seiner Fans, um die Serie auszugleichen. Doch wie die Geschichte schrieb: Schwerin ließ sich nicht mehr stoppen und holte sich am Ende mit 3:1-Siegen den zehnten Meistertitel der Vereinsgeschichte.
Fazit
Der Auftakterfolg war ein wichtiger Schritt für Schwerin auf dem Weg zur Titelverteidigung. Die Mannschaft von Teun Buijs zeigte vor allem in den Sätzen eins, drei und vier, warum sie als Titelverteidiger und Serienmeister der vergangenen Jahre galt. Dresden hingegen bewies Moral, konnte die kleine Schwächephase Schwerins im zweiten Satz nutzen, fand aber in den entscheidenden Phasen der Folgesätze keine Antwort auf die Angriffswucht der Gastgeberinnen. Das Finale versprach auch weiterhin Spannung pur.
Rivalität seit 2009
SC Schweriner W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 40
SC Schweriner W und Dresdner SC W trafen 40 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 23 Mal, Dresdner SC W 17 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 160 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (86 für die Heimmannschaft, 74 für die Gäste). Beide Teams trafen in 26 Spielen (65%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2021.
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API-Daten: 11. Juni 2026