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1 Bundesliga WomenSaison 2012

Potsdam W vs SC Schweriner W

7. April 2013 um 16:00
23
Auswärts

SC Schweriner W

AI

Der Schweriner SC besiegt den SC Potsdam mit 3:2 (25:23, 25:23, 18:25, 23:25, 15:8) im Rückspiel des Playoff-Viertelfinales 2012/13 und erzwingt ein entscheidendes drittes Spiel.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Schweriner SC wahrt die Titelchance mit Kraftakt in Potsdam

Der Schweriner SC hat im Playoff-Viertelfinale der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen 2012/13 mit einem dramatischen 3:2 (25:23, 25:23, 18:25, 23:25, 15:8)-Auswärtssieg beim SC Potsdam das vorzeitige Aus abgewendet und ein entscheidendes drittes Spiel erzwungen. Der Pokalsieger und Titelverteidiger zeigte dabei Moral, nachdem er bereits das erste Spiel der Best-of-Three-Serie überraschend mit 2:3 verloren hatte.

Enge erste Sätze – Schwerin mit glücklichem Satzgewinn

Vor den knapp 1.000 Zuschauern in der Potsdamer MBS Arena erwischten die Gastgeberinnen einen starken Start. Der SC Potsdam, als Hauptrunden-Achter in die Playoffs gestartet, forderte dem haushohen Favoriten aus Schwerin alles ab. Die ersten beiden Sätze gingen mit 25:23 beide äußerst knapp an den SSC – ein Spiegelbild der engen Begegnung, in der keine der beiden Mannschaften sich entscheidend absetzen konnte. Vor allem die Aufschlagserie von Anne Buijs und die stabile Annahme um Libera Lisa Thomsen gaben Schwerin in den entscheidenden Phasen die notwendige Stabilität.

Potsdam schlägt zurück – Kampfgeist der Gastgeberinnen

Im dritten Satz drehte der SC Potsdam auf. Das Team von Trainer Alberto Salomoni spielte befreit auf, forcierte die Aufschläge und setzte Schwerins Annahme unter Druck. Die Folge: ein deutlicher 25:18-Satzgewinn für Potsdam, der die Serie wieder völlig offen gestaltete. Auch der vierte Satz blieb eine hochklassige Angelegenheit. Potsdam zeigte erneut Nervenstärke und verwandelte den Satz mit 25:23, womit sie den Tiebreak erzwangen. Die Hausherrinnen hatten sich in die Partie zurückgekämpft und den Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht.

Entscheidung im Tiebreak – Schwerin zeigt Meisterqualitäten

Im entscheidenden fünften Satz bewies der Schweriner SC dann seine Klasse und Meistermentalität. Mit 15:8 dominierte der SSC den Tiebreak nahezu nach Belieben. Mittelblockerin Quinta Steenbergen und die niederländische Außenangreiferin Anne Buijs trafen in den entscheidenden Momenten, während Zuspielerin Denise Hanke das Spiel souverän lenkte. Die Schweriner Abwehr um Libero Lisa Thomsen ließ kaum noch einen Potsdamer Angriff durchkommen. Der 15:8-Endstand im Tiebreak spiegelte die Überlegenheit des Meisters in der Crunchtime wider.

Ausgangslage vor dem Entscheidungsspiel

Durch diesen Sieg glich der Schweriner SC die Serie zum 1:1 aus. Die Vorentscheidung fiel damit im dritten Spiel am 10. April 2013 in der Schweriner Arena. Vor 1.605 Zuschauern präsentierte sich der SSC dann in bestechender Form und zog mit einem ungefährdeten 3:0 (25:15, 25:16, 25:15) ins Halbfinale ein – Quinta Steenbergen wurde dabei als beste Spielerin ausgezeichnet.

Der SC Potsdam, der als Außenseiter in die Playoffs gekommen war, hatte in dieser Serie mehr als nur eine Duftmarke hinterlassen. Schon im ersten Aufeinandertreffen am 30. März 2013 hatte Potsdam mit einem 3:2-Überraschungssieg für Aufsehen gesorgt und den Double-Gewinner an den Rand einer frühen Playoff-Blamage gebracht. Am Ende fehlte jedoch die Konstanz, um den Coup zu vollenden.

Historischer Kontext der Saison 2012/13

Der Schweriner SC ging als amtierender Meister und Pokalsieger der Vorsaison in die Playoffs 2012/13. Das Team des niederländischen Trainers Teun Buijs – Vater von Anne Buijs – hatte in der Hauptrunde souverän agiert und galt als einer der Topfavoriten auf die Meisterschaft. Der Kader war gespickt mit Nationalspielerinnen: Denise Hanke (Zuspiel, deutsche Nationalmannschaft), Anja Brandt (Mittelblock), Lisa Thomsen (Libero) sowie die Brasilianerin Lousi Souza Ziegler im Mittelblock. Mit Anne Buijs und Quinta Steenbergen standen zudem internationale Topspielerinnen im Aufgebot.

Der SC Potsdam unter Trainer Alberto Salomoni hatte sich als Achter der Hauptrunde gerade so für die Playoffs qualifiziert und galt als klarer Außenseiter. Umso bemerkenswerter war der Auftritt des Teams, das den Meister bis zum Äußersten forderte.

Schwerin zog nach dem Entscheidungssieg im Halbfinale auf den VC Wiesbaden (3:0, 3:0) und traf im Finale auf den Dresdner SC. Dresden holte sich am Ende in einer engen Finalserie (3:1, 1:3, 3:2, 1:3, 3:2) die Meisterschaft 2012/13.

Fazit

Das Playoff-Viertelfinale zwischen Potsdam und Schwerin 2012/13 war eines der denkwürdigsten der Saison. Der Außenseiter aus Potsdam bewies, dass er zurecht in den Playoffs stand, und forderte den Meister über die volle Distanz. Am Ende setzte sich die Qualität und Erfahrung des Schweriner SC durch – aber der SC Potsdam hatte sich mit dieser Serie endgültig Respekt in der Liga verschafft.

Rivalität seit 2009

Potsdam W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 35

Potsdam W und SC Schweriner W trafen 35 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 5 Mal, SC Schweriner W 30 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 30 Siegen aus 35 Begegnungen an. Insgesamt fielen 136 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.89 pro Spiel (38 für die Heimmannschaft, 98 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (60%). In 35 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2021.

5
Siege
Unentschieden
0
·
SC Schweriner W
30
Siege
Tore gesamt
136 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
21/35 · 60%
Über 2,5
35/35 · 100%

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