SC Schweriner W unterliegt Potsdam W 2:3 im ersten Playoff-Viertelfinale der 1. Bundesliga Frauen 2012/13. Potsdam gewinnt den Tiebreak 17:15 und sorgt für eine Überraschung.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSC Schweriner W vs. Potsdam W 2:3 (Sätze: 25:21, 21:25, 25:13, 18:25, 15:17)
Am 30. März 2013 empfing der SC Schweriner W in der Palmberg Arena den SC Potsdam W zum ersten Spiel des Playoff-Viertelfinals der 1. Bundesliga Frauen. Was die rund 1.600 Zuschauer erwartete, war ein Fünf-Satz-Krimi, der alle Emotionen der Meisterschafts-Playoffs bot.
Saisonkontext: Schwerin auf Titelkurs
Der SC Schweriner W (damals unter Trainer Teun Buijs) ging als amtierender Double-Gewinner der Saison 2011/12 in die Playoffs. In der regulären Saison hatte man beide Duelle gegen Potsdam mit 3:1 für sich entschieden – am 3. November 2012 auswärts und am 2. Februar 2013 zuhause. Der SC Potsdam unter Trainer Alberto Salomoni ging als Außenseiter in die Best-of-Three-Serie, hatte aber in der Hauptrunde gezeigt, dass man auch Topteams fordern konnte.
Der Spielverlauf
Satz 1: Schwerin startet dominant Schwerin begann druckvoll und zeigte von Beginn an, warum man als Titelverteidiger in die Partie ging. Die Annahme um Libera Lisa Thomsen stand sicher, und Zuspielerin Denise Hanke verteilte die Bälle variantenreich auf ihre Angreiferinnen. Quinta Steenbergen und Anne Buijs trafen aus der Mitte und von außen mit hoher Effizienz. Mit 25:21 sicherte sich der SSC den ersten Durchgang.
Satz 2: Potsdam schlägt zurück Im zweiten Satz steigerten sich die Gäste aus Brandenburg erheblich. Die Aufschläge von Anika Zülow und Britt Stuut brachten die Schweriner Annahme aus dem Rhythmus. Potsdam kämpfte sich Punkt für Punkt heran und übernahm Mitte des Satzes die Kontrolle. Mit 25:21 für Potsdam war der Ausgleich geschafft.
Satz 3: Schwerin dominiert nach Belieben Nach dem Satzausgleich zeigte der SSC seine Klasse. Die Schwerinerinnen legten eine Energieleistung hin und ließen Potsdam kaum Luft zum Atmen. Mit 25:13 deklassierte Schwerin die Gäste in diesem Durchgang und stellte die Weichen auf Sieg.
Satz 4: Potsdam kämpft sich zurück Doch der SC Potsdam zeigte Moral. Anders als in den regulären Saison-Duellen ließen sich die Brandenburgerinnen nicht abschütteln. Sie stabilisierten ihre Annahme und erhöhten den Aufschlagdruck. Der Block um Sabrina Starks und Anika Zülow stand nun deutlich besser. Potsdam gewann Satz 4 mit 25:18 und erzwang den Tiebreak.
Satz 5: Tiebreak-Entscheidung Der fünfte Satz war Nervenkitzel pur. Schwerin startete besser und führte früh, doch Potsdam kämpfte sich zurück. Der SC Potsdam nutzte seine Blockarbeit konsequent und setzte Schwerin mit platzierten Aufschlägen unter Druck. Am Ende behielten die Gäste die Nerven und entschieden den Tiebreak mit 17:15 für sich. Der SC Potsdam gewann das erste Viertelfinalspiel mit 3:2 und sorgte für eine erste große Überraschung der Playoffs.
Schlüsselfaktoren
- Potsdams Blockarbeit: Nach einer schwachen ersten Hälfte steigerte sich der Potsdamer Block erheblich und wurde zum entscheidenden Faktor in den Sätzen 4 und 5.
- Schwerins Konstanzprobleme: Der SSC zeigte große Leistungsschwankungen – von Weltklasse (Satz 3) bis zu unerklärlichen Schwächen (Satz 4).
- Aufschlagdruck: Potsdam variierte die Aufschläge gezielt und brachte die Schweriner Annahme immer wieder in Bedrängnis.
Auswirkungen auf die Serie
Durch diesen Auftaktsieg ging Potsdam in der Best-of-Three-Serie mit 1:0 in Führung. Das zweite Spiel fand am 7. April in Potsdam statt, wo Schwerin mit einem 3:2-Sieg den Ausgleich schaffte. Das entscheidende dritte Spiel gewann Schwerin am 10. April vor 1.605 Zuschauern in der eigenen Halle souverän mit 3:0 – und zog ins Halbfinale ein.
Der SSC setzte sich letztlich auch im Halbfinale gegen Wiesbaden durch und gewann das Meisterschaftsfinale gegen den Dresdner SC mit 3:1 in der Serie, um zum dritten Mal in Folge und zum zehnten Mal insgesamt die Deutsche Meisterschaft zu feiern.
Head-to-Head-Statistik
In der Gesamtbilanz dominierte Schwerin diese Paarung klar: Von 35 Aufeinandertreffen gewann Schwerin 31, Potsdam nur 4. Allerdings waren die Spiele häufig eng: In 21 der 35 Partien trafen beide Teams, und in allen 35 Begegnungen fielen mehr als 2,5 Sätze. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück.
Fazit
Das Viertelfinal-Hinspiel zwischen Schwerin und Potsdam war ein echter Playoff-Krimi. Der SC Potsdam zeigte, dass man den hohen Favoriten aus Schwerin fordern konnte – auch wenn es am Ende nicht für das Halbfinale reichte. Für die neutralen Zuschauer bot die Partie Emotionen, Klasse und Spannung bis zum letzten Ballwechsel.
Rivalität seit 2009
SC Schweriner W vs Potsdam W Direkter Vergleich· 35
SC Schweriner W und Potsdam W trafen 35 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 31 Mal, Potsdam W 4 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 31 Siegen aus 35 Begegnungen an. Insgesamt fielen 136 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.89 pro Spiel (99 für die Heimmannschaft, 37 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (60%). In 35 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2021.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
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