Vilsbiburg W
Hamburg W
Rote Raben Vilsbiburg gewinnen Play-off-Viertelfinale-Auftakt gegen VT Aurubis Hamburg mit 3:0 (25:18, 25:17, 25:18) vor 1.711 Zuschauern in der Ballsporthalle.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRote Raben Vilsbiburg starten mit 3:0-Sieg gegen VT Aurubis Hamburg ins Play-off-Viertelfinale
Vilsbiburg – Die Rote Raben Vilsbiburg haben das erste Spiel des Play-off-Viertelfinals der 1. Bundesliga Frauen 2012/13 souverän gewonnen. Vor 1.711 Zuschauern in der Ballsporthalle Vilsbiburg besiegte der Hauptrundenzweite den Vorrundensiebten VT Aurubis Hamburg am Samstagabend, den 30. März 2013, mit 3:0 (25:18, 25:17, 25:18).
Damit gelang dem Team von Cheftrainer Guillermo Gallardo ein nahezu perfekter Start in die K.o.-Phase. Durch den deutlichen Erfolg in lediglich 68 Minuten Spielzeit haben sich die Roten Raben eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel am 6. April in Hamburg erspielt. Ein weiterer Sieg würde den direkten Einzug ins Halbfinale bedeuten.
Überlegene Vorstellung in eigener Halle
Vilsbiburg erwischte einen starken Start und ließ von Beginn an keinen Zweifel an der eigenen Stärke aufkommen. Im ersten Satz zog das Team von Gallardo schnell auf 8:5 davon und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Nach ausgeglichener Anfangsphase (15:16) setzten sich die Gastgeberinnen auf 21:18 und schließlich 25:18 ab.
Auch der zweite Durchgang folgte einem ähnlichen Muster. Vilsbiburg nutzte eine kompakte Annahme (52 % positive Annahme) und eine effektive Blockarbeit, um Hamburg stets unter Druck zu setzen. Beim Stand von 21:15 war die Vorentscheidung gefallen, ehe der Satz mit 25:17 beendet wurde.
Im dritten Satz präsentierte sich Hamburg zunächst widerstandsfähiger und hielt bis zum 8:8 mit. Vier Punkte in Folge durch die Gastgeberinnen sorgten jedoch früh für klare Verhältnisse (16:10). Mit 25:18 machten die Roten Raben den Sack endgültig zu.
Starke Einzelleistungen auf Vilsbiburger Seite
Diagonalspielerin Jana Franziska Poll avancierte mit 11 Punkten (65 % Angriffseffizienz) zur wertvollsten Spielerin aufseiten der Siegerinnen. Angeführt von ihrer herausragenden Quote im Angriff (11 von 17 Angriffen erfolgreich) sowie zwei Assen war sie die unumstrittene Anführerin des Vilsbiburger Angriffsspiels.
Sonja Newcombe steuerte 10 Punkte (10 von 23 Angriffen erfolgreich) bei und erwies sich als verlässliche Option auf der Außenposition. Die kubanische Angreiferin Liana Mesa Luaces fügte 9 Punkte hinzu (47 % Angriffsquote), während Renata Benedito ebenfalls 9 Zähler verbuchte.
Am Zuspiel dirigierte Lena Möllers das Spiel gewohnt souverän und brachte ihre Angreiferinnen immer wieder in vielversprechende Positionen. Libera Lenka Dürr überzeugte mit 57 % positiver Annahme und legte das Fundament für die erfolgreichen Angriffsaktionen ihrer Mitspielerinnen.
Hamburger Offensive findet keine Mittel
Aufseiten der Gäste aus Hamburg tat sich vor allem Sarah Ammerman mit insgesamt 10 Punkten hervor, scheiterte jedoch allzu oft am gut organisierten Vilsbiburger Block. Ciara Michel kam auf 8 Punkte, Els Vandesteene ebenfalls auf 8 Zähler. Insgesamt brachte es VT Aurubis Hamburg auf eine schwache Angriffsquote von nur 38 % – ein Wert, der gegen eine Mannschaft von der Klasse der Roten Raben nicht ausreichen kann.
Besonders problematisch gestaltete sich die Hamburger Annahme: Lediglich 28 % positive Annahme bei 69 gegnerischen Aufschlägen verhinderten oft ein strukturiertes Zuspiel und damit effektive Angriffsoptionen. Zudem leisteten sich die Gäste 13 Eigenfehler im Block, was die ohnehin schwierige Aufgabe zusätzlich erschwerte.
Statistische Dominanz der Raben
Die Zahlen untermauern die klare Überlegenheit der Vilsbiburgerinnen:
| Kategorie | Rote Raben Vilsbiburg | VT Aurubis Hamburg |
|---|---|---|
| Angriffspunkte | 40 (45 %) | 33 (38 %) |
| Blockpunkte | 7 | 5 |
| Aufschlagpunkte | 5 | 3 |
| Gegnerfehler | 23 | 14 |
| Positive Annahme | 52 % | 28 % |
Mit 52 Punkten gegenüber 43 für Hamburg und einer Trefferquote von 45 % im Angriff demonstrierten die Roten Raben eindrucksvoll, warum sie die Hauptrunde auf dem zweiten Tabellenplatz abgeschlossen hatten.
Ausblick: Entscheidung in Hamburg
Das zweite Spiel der Serie (Best of Three) findet am 6. April 2013 in der CU Arena in Hamburg statt. Vilsbiburgs Cheftrainer Guillermo Gallardo zeigte sich nach dem Spiel zuversichtlich: „Wir haben Respekt, aber keine Angst vor Hamburg. Dieses Spiel ist nur ein Teil des Erfolgs. Wir haben hart mit dem Team gearbeitet und alle Spielerinnen kennen die Bedeutung des zweiten Aufeinandertreffens.“
Sollte Hamburg den Ausgleich schaffen, käme es am 10. April zu einem entscheidenden dritten Spiel, erneut in der Ballsporthalle Vilsbiburg.
Die weiteren Play-off-Viertelfinalspiele am 30. März 2013:
- Dresdner SC – USC Münster 3:0 (25:21, 25:20, 25:16)
- Schweriner SC – SC Potsdam 2:3 (25:23, 25:22, 20:25, 19:25, 13:15)
- VC Wiesbaden – Allianz MTV Stuttgart 3:0 (25:19, 25:16, 25:23)
Rivalität seit 2009
Vilsbiburg W vs Hamburg W Direkter Vergleich· 18
Vilsbiburg W und Hamburg W trafen 18 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 16 Mal, Hamburg W 2 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 16 Siegen aus 18 Begegnungen an. Insgesamt fielen 65 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.61 pro Spiel (48 für die Heimmannschaft, 17 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (44%). In 18 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Vilsbiburg W ist in den letzten 9 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2014.
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