Schweriner SC gewinnt erstes Playoff-Finale gegen Dresdner SC mit 3:2. Vor 2.061 Zuschauern in Schwerin entscheidet der Titelverteidiger den Fünf-Satz-Krimi für sich.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSchweriner SC eröffnet Finalserie mit dramatischem 3:2-Sieg gegen Dresdner SC
Schwerin – Der Schweriner SC hat das erste Spiel des Playoff-Finales der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen gegen den Dresdner SC mit 3:2 (25:16, 27:25, 19:25, 17:25, 15:10) für sich entschieden. Vor ausverkauftem Haus in der Arena am Lambrechtsgrund feierten 2.061 Zuschauer einen hochklassigen Fünf-Satz-Krimi, der 119 Minuten dauerte.
Auftakt nach Maß für die Gastgeberinnen
Schwerin erwischte einen Traumstart. Vor heimischer Kulisse dominierten die Spielerinnen von Trainer Teun Buijs den ersten Satz nach Belieben und ließen dem Rivalen aus Sachsen beim 25:16 keine Chance. Die Gastgeberinnen präsentierten sich von Beginn an hellwach, variabel im Angriff und stabil in der Annahme – eine deutliche Ansage an den Hauptrundenersten.
Der zweite Satz entwickelte sich zur Schlüsselphase der Partie. Dresden kämpfte sich zurück, führte zwischenzeitlich und wehrte mehrere Satzbälle ab. Doch Schwerin behielt in der Crunchtime die Nerven und entschied den Durchgang mit 27:25 für sich. Damit führten die Mecklenburgerinnen mit 2:0 Sätzen und waren nur noch einen Satz vom Sieg entfernt.
Dresden kämpft sich zurück
Doch der Dresdner SC, der die Hauptrunde als Tabellenerster abgeschlossen hatte und von Alexander Waibl trainiert wurde, zeigte Moral. Im dritten Satz fanden die Gäste besser ins Spiel. Die Annahme stand sicherer, die Angriffe wurden druckvoller. Schwerin verlor zeitweise den Faden und musste den Satz mit 19:25 abgeben.
Auch der vierte Durchgang ging an die Sachsen. Mit 17:25 zog Schwerin den Kürzeren – der DSC hatte den Satzausgleich geschafft, die Partie war wieder völlig offen. Was nach einem klaren Schweriner Erfolg ausgesehen hatte, entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden Finale.
Tiebreak-Entscheidung
Im entscheidenden fünften Satz bewies der Titelverteidiger jedoch seine ganze Erfahrung. Schwerin legte los wie entfesselt, erspielte sich früh eine Führung und ließ sich diese nicht mehr nehmen. Mit 15:10 sicherten sich die Gastgeberinnen den Tiebreak und damit den verdienten, aber hart erkämpften 3:2-Sieg.
Es war der erste Sieg des SSC gegen den DSC in der laufenden Saison – zuvor hatte Schwerin beide Hauptrundenpartien gegen die Mannschaft aus der sächsischen Landeshauptstadt verloren.
Ausgangslage vor dem Rückspiel
Durch den Heimsieg ging Schwerin in der auf maximal fünf Spiele angesetzten Finalserie mit 1:0 in Führung. Das zweite Duell stand bereits vier Tage später, am Samstag, den 14. April 2012, in Dresden an. Ein weiterer Schweriner Sieg hätte den vorzeitigen Titelgewinn bedeutet.
Schwerin hatte bereits im März den DVV-Pokal gewonnen und strebte nun das zweite Double der Vereinsgeschichte nach 2006 an. Für den Dresdner SC wiederum ging es darum, nach der Vizemeisterschaft 2011 endlich den ersten Meistertitel seit 15 Jahren zu erringen.
Spielerinnen und Personal
Auf Seiten des Schweriner SC standen erfahrene Kräfte wie die deutsche Nationalspielerin Anja Brandt sowie die niederländische Zuspielerin im Aufgebot. Trainer Teun Buijs, der in seiner ersten Bundesliga-Saison als Cheftrainer gleich das Double holen sollte, stellte seine taktische Flexibilität unter Beweis.
Beim Dresdner SC waren die deutschen Nationalspielerinnen Stefanie Karg und Anne Matthes wichtige Stützen des Teams. Trainer Alexander Waibl, der den DSC seit Jahren prägt, hatte seine Mannschaft taktisch gut eingestellt – am Ende fehlte in den entscheidenden Phasen jedoch das Quäntchen Glück.
Bedeutung der Partie
Das Finale 2011/12 schrieb Volleyball-Geschichte: Schwerin sicherte sich am Ende durch einen weiteren 3:2-Erfolg im Rückspiel in Dresden seine insgesamt neunte deutsche Meisterschaft nach der Wiedervereinigung und den 16. Titel der Vereinsgeschichte. Es war zudem das zweite Double für den Klub aus Mecklenburg-Vorpommern.
Der Dresdner SC musste sich 2012 zum zweiten Mal in Folge mit dem Vizemeistertitel zufriedengeben – ein Vorgeschmack auf den Erfolg, der 2013 (Halbfinale) und vor allem 2014 und 2015 mit zwei sensationellen Meisterschaften in Folge für die Sachsen folgen sollte.
Rivalität seit 2009
SC Schweriner W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 40
SC Schweriner W und Dresdner SC W trafen 40 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 23 Mal, Dresdner SC W 17 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 159 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.98 pro Spiel (86 für die Heimmannschaft, 73 für die Gäste). Beide Teams trafen in 26 Spielen (65%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2021.
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API-Daten: 11. Juni 2026