VfB 91 Suhl besiegt Schweriner SC im Playoff-Viertelfinal-Hinspiel mit 3:2 (20:25, 25:23, 28:26, 23:25, 24:22) in der Wolfsgrube – eine große Überraschung gegen den Titelverteidiger.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungWahnsinn in der Wolfsgrube: Suhl schlägt Meister Schwerin im Fünf-Satz-Krimi
Was für ein Auftakt in die Playoffs! Der VfB 91 Suhl hat am Sonntag in der heimischen Wolfsgrube dem Titelverteidiger Schweriner SC ein wahres Volleyball-Drama geliefert und das Viertelfinal-Hinspiel der 1. Bundesliga Frauen mit 3:2 (20:25, 25:23, 28:26, 23:25, 24:22) gewonnen. Vor einer enthusiastischen Kulisse stemmte sich Suhl gegen die klar favorisierten Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern und feierte einen hochverdienten Heimsieg.
Ausgangslage: Außenseiterrolle für Suhl
Die Tabellenkonstellation nach der Hauptrunde hätte unterschiedlicher kaum sein können. Während sich der Schweriner SC mit 22 Siegen aus 26 Partien souverän auf Rang 3 positioniert hatte, belegte der VfB 91 Suhl mit 16 Siegen den sechsten Platz. Nur fünf Tage zuvor, am 20. März 2012, hatte Schwerin die Suhlerinnen in eigener Halle noch glatt mit 3:0 (26:24, 25:13, 25:16) abgefertigt. Die Rollen vor dem Playoff-Hinspiel schienen also klar verteilt – doch der Volleyball lebt von Überraschungen.
Satz 1: Schwerin startet dominant
Der Schweriner SC erwischte den besseren Start und zeigte sofort, warum er als einer der Topfavoriten auf den Meistertitel galt. Mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilen Annahme setzten sich die Gäste früh ab. Suhl tat sich schwer, ins Spiel zu finden, leistete sich einige Annahmefehler und musste den ersten Satz mit 20:25 abgeben. Es sah ganz nach einer Fortsetzung des Vorwochenspiels aus.
Satz 2: Suhl kämpft sich zurück
Doch die Mannschaft hatte sich für die Playoffs einiges vorgenommen. Mit verbesserter Aufschlagannahme und einer aggressiveren Blockarbeit kämpfte sich Suhl Punkt für Punkt heran. Der zweite Satz war deutlich umkämpfter als der erste. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, die Führung wechselte mehrfach. Am Ende behielten die Gastgeberinnen mit 25:23 die Oberhand und glichen zum 1:1 aus. Die Wolfsgrube bebte.
Satz 3: Die Vorentscheidung im Tiebreak-Duell
Der dritte Satz entwickelte sich zum absoluten Herzschlagfinale. Beide Teams schenkten sich nichts, die Aufschläge wurden härter, die Angriffe platzierter. Schwerin wehrte mehrere Satzbälle ab, Suhl zeigte ebenfalls Nervenstärke. Der Satz ging weit über die reguläre Punktzahl hinaus – am Ende hieß es 28:26 für Suhl. Ein psychologisch enorm wichtiger Erfolg, der die Hausherrinnen mit 2:1 in Führung brachte und die Gäste sichtlich verunsicherte.
Satz 4: Schwerin schlägt zurück
Der Titelverteidiger zeigte jedoch seine Klasse und ließ sich nicht hängen. Im vierten Satz erhöhte Schwerin noch einmal den Druck, forcierte die Fehler bei Suhl und erzwang mit 25:23 den Tiebreak. Die Entscheidung musste im fünften Satz fallen.
Satz 5: Nervenkrimi bis zum Matchball
Der Tiebreak war nichts für schwache Nerven. Punkt um Punkt kämpften beide Teams, keine Mannschaft konnte sich einen Vorsprung von mehr als zwei Zählern erarbeiten. Matchbälle wechselten hin und her, jeder Ballwechsel wurde von den Zuschauern mit angehaltenem Atem verfolgt. Am Ende hatte Suhl das glücklichere Ende für sich: 24:22 im Entscheidungssatz und damit ein 3:2-Gesamtsieg, der in der Jahreschronik des Vereins einen besonderen Platz verdient.
Bedeutung für die Playoffs
Mit diesem Sieg verschaffte sich Suhl eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel am 28. März 2012 in Schwerin. Für den Meister von 2011 war es ein erster Warnschuss – die Mannschaft von Trainer Teun Buijs wusste, dass der Weg zur Titelverteidigung steiniger werden würde als gedacht. Schwerin sollte sich letztlich durchsetzen und am Ende der Saison 2011/12 seinen neunten Meistertitel feiern, doch dieser Abend in der Suhler Wolfsgrube blieb als einer der Höhepunkte der Saison in Erinnerung.
Fazit
Der VfB 91 Suhl bewies an diesem Sonntag, dass im Volleyball die Form am Spieltag zählt – und nicht die Tabellenposition. Mit Leidenschaft, Kampfgeist und einer geschlossenen Mannschaftsleistung wurde der haushohe Favorit an den Rand einer Niederlage gebracht. Die 3:2-Entscheidung fiel am Ende denkbar knapp aus, war aber hochverdient.
Rivalität seit 2010
Suhl W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 32
Suhl W und SC Schweriner W trafen 32 Mal aufeinander — Suhl W gewann 5 Mal, SC Schweriner W 26 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 26 Siegen aus 32 Begegnungen an. Insgesamt fielen 115 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.59 pro Spiel (32 für die Heimmannschaft, 83 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (47%). In 31 Begegnungen (97%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
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API-Daten: 11. Juni 2026