Kopenicker Berlin W
Vilsbiburg W
Köpenicker SC Berlin unterliegt Tabellenführer Rote Raben Vilsbiburg mit 0:3 (22:25, 23:25, 14:25) am vorletzten Hauptrunden-Spieltag der Volleyball-Bundesliga 2011/12.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungEnge Sätze zum Auftakt
Der Köpenicker SC begann mutig und forderte den Spitzenreiter von Beginn an. Vor allem beim Aufschlag gingen die Gastgeberinnen volles Risiko – eine Taktik, die zunächst aufging. Vilsbiburgs Spielführerin Lina Meyer zeigte sich nach der Partie beeindruckt: „Sie haben wirklich sehr stark aufgeschlagen – damit natürlich auch einige Fehler riskiert, aber ebenso uns unter Druck gesetzt.“ Auch in der Feldabwehr zeigte Köpenick einen tollen kämpferischen Einsatz, sodass sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte.
Der erste Satz war hart umkämpft. Köpenick hielt bis zum Ende mit, musste sich jedoch mit 22:25 geschlagen geben. Auch der zweite Durchgang blieb lange offen. Bei 23:23 schien eine Überraschung möglich, doch Vilsbiburg behielt die Nerven und holte sich auch diesen Satz mit 25:23.
Vilsbiburgs Klasse zeigt sich im dritten Satz
Nach dem engen zweiten Satz ließen bei Köpenick die Kräfte nach. Der dritte Durchgang war eine klare Angelegenheit für den Tabellenführer, der mit 25:14 die Partie für sich entschied. Vilsbiburgs Trainer Guillermo Gallardo zeigte sich trotz des glatten Sieges erleichtert: „Die ersten beiden Sätze waren nach dieser anstrengenden Woche mit der Pokalfinalniederlage und dem Fünf-Satz-Spiel gegen Suhl überhaupt nicht einfach. Und dann kam noch die achtstündige Busfahrt heute dazu. Diesen 3:0-Erfolg rechne ich den Mädels hoch an.“
Die Roten Raben hatten eine äußerst anstrengende Woche hinter sich: Das verlorene DVV-Pokalfinale sowie ein hart erkämpfter Fünf-Satz-Sieg gegen den VfB Suhl hatten Spuren hinterlassen. Hinzu kam die lange Anreise von Vilsbiburg nach Berlin.
Standing Ovations für Köpenick
Trotz der deutlichen 0:3-Niederlage feierten die Zuschauer ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen. Die ersatzgeschwächten Berlinerinnen hatten über weite Strecken gezeigt, dass sie auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter agieren können. Die Leistung des Teams nährte die Hoffnung auf den erstmaligen Einzug in die Play-offs. Mit einem Erfolg am folgenden Spieltag bei Smart Allianz Stuttgart konnte Köpenick die Überraschung noch schaffen und in die Meisterrunde einziehen.
Ausgangslage in der Bundesliga-Saison 2011/12
Die Saison 2011/12 der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen war von einem spannenden Dreikampf an der Spitze geprägt. Die Rote Raben Vilsbiburg, die bereits 2010 und 2008 den Meistertitel gewonnen hatten, führten die Tabelle vor dem Dresdner SC und dem Schweriner SC an. Am letzten Hauptrunden-Spieltag stand das Gipfeltreffen zwischen Vilsbiburg und Dresden an, das über den Einzug als Tabellenerster in die Play-offs entscheiden sollte.
Am Ende der Saison sicherte sich der Schweriner SC überraschend die Deutsche Meisterschaft vor Vilsbiburg und Dresden. Für Köpenick blieb der Play-off-Einzug in dieser Saison unerreichbar, der Verein etablierte sich jedoch in den folgenden Jahren weiter in der Bundesliga.
Rivalität seit 2010
Kopenicker Berlin W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 17
Kopenicker Berlin W und Vilsbiburg W trafen 17 Mal aufeinander — Kopenicker Berlin W gewann 2 Mal, Vilsbiburg W 15 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 15 Siegen aus 17 Begegnungen an. Insgesamt fielen 61 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.59 pro Spiel (14 für die Heimmannschaft, 47 für die Gäste). Beide Teams trafen in 7 Spielen (41%). In 17 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Vilsbiburg W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2017.
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API-Daten: 11. Juni 2026